DiAS - Dialog stärken – gehört werden, mitreden, mitwirken

Worum geht es im Projekt?
Im Projekt werden in den ostdeutschen Bundesländern Kommunen und Zivilgesellschaft beraten und qualifiziert, um Bürgerdialoge zu konzipieren und umzusetzen und gelingende Dialogprozesse mit Bürger:innen zu wichtigen Fragen unserer Zeit auf den Weg zu bringen. Dafür werden unter anderen jährliche Moderationsschulungen angeboten und weiterentwickelt. DiAS bringt also Menschen unterschiedlicher Erfahrungen in den gemeinsamen Austausch.
Wen wollen wir erreichen?
Menschen aus politischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen werden zu Konfliktmoderator:innen ausgebildet. In Dialogformaten bringt DiAS Bürger:innen ins Gespräch und bindet sie im besten Fall in die Entstehung der Veranstaltung ein. Das Projekt berät Verantwortungstragende, wie Bürgermeister:innen und Vereinsmitglieder, vor Ort.
Was sind die Ziele ?
Das Ziel des Projekts ist es, Menschen für die demokratische und konstruktive Mitgestaltung der Gesellschaft und des Zusammenhalts zu befähigen und zu aktivieren. Es zielt darauf ab, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und gleichberechtigte Mitwirkung zu ermöglichen, indem persönliche Begegnungen und Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Gruppen in Dialogformaten ermöglicht werden, die das gegenseitige Verständnis erhöhen.
Wer fördert das Projekt:
Das Projekt wird von der Stiftung Mercator gefördert.

Was konnte bisher umgesetzt werden?
Kommunen beraten und Konflikte konstruktiv bearbeiten
DiAS unterstützt jährlich ca. 70 Kommunen und zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Gestaltung konfliktsensibler Dialog- und Beteiligungsprozesse. Dazu gehören die Beratung kommunaler Verantwortungstragender bei kommunalen Konflikten sowie die Konzeption und Moderation von Bürgerveranstaltungen. Ein Schwerpunkt liegt aktuell auf den gesellschaftlichen Konflikten rund um die Energiewende mit dem Ausbau von Windkraftanlagen.
Menschen für die Konfliktmoderation qualifizieren
Ein zentraler Bestandteil von DiAS ist der Ausbau eines ostdeutschen Netzwerks qualifizierter Moderator:innen. 2024 wurden in Rostock, danach 2025 und 2026 in Erfurt unsere Moderationsschulung mit 67 Teilnehmenden erfolgreich abgeschlossen. Damit haben wir aktuell bereits einen Moderationspool in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen etabliert, der mehrere hundert ausgebildete Moderator:innen umfasst. Die Schulung wurde zweifach mit dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaats Sachsen prämiert.
Im Jahr 2027 beginnen zwei weitere Moderationsschulungen für die Länder Berlin und Brandenburg. Die Teilnehmenden lernen, konflikthafte Dialogprozesse professionell zu gestalten, mit emotionalen Situationen umzugehen und unterschiedliche Beteiligungsformate einzusetzen. Ergänzend vernetzt DiAS bereits ausgebildete Moderator:innen in regelmäßigen Stammtischen, einer Moderationsklausur und Fortbildungen und fördert den fachlichen Austausch.



Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft fördern
Mit der Veranstaltungsreihe „Keine Verschlusssache“ bringt DiAS seit November 2025 Polizeibedienstete und zivilgesellschaftlich Engagierte miteinander ins Gespräch. In Westsachsen fanden bisher vier Dialogveranstaltungen zu Migration und Flucht, queerem Leben im ländlichen Raum, jüdischem Leben und Christopher Street Days statt. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu fördern, Vorbehalte abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zivilgesellschaft zu stärken.
Begegnung und gesellschaftlichen Austausch ermöglichen
Gemeinsam mit der Initiative „gesprächsbereit“ hat DiAS verschiedene Dialogformate umgesetzt. Bei der Veranstaltungsreihe „Arbeit gestern, heute und morgen“ kamen 2024 in Eisenhüttenstadt und Plauen Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen, um über den Wandel der Arbeitswelt, persönliche Erfahrungen und Zukunftsperspektiven zu sprechen. In der Reihe "Dresden im Gespräch" begleiten wir seit Jahren das Deutsche Hygiene Museum in Dresden in der Gestaltung kontroverser Diskussionsformate zu Themen wie Meinungsfreiheit, Wehrpflicht, Feminismus, Gentechnik und vieles mehr. Die Debatten knüpfen an aktuelle Ausstellungen des Museums an und erreichen so eine breite Öffentlichkeit.
Wissen teilen und Akteure vernetzen
Mit dem Fachtag „IM DIALOG – Kommunales Handeln stärken“ im September 2025 in Magdeburg schuf DiAS einen Raum für Austausch, praktische Erfahrungen und fachliche Weiterbildung. Im Mittelpunkt standen gelingende Dialoge, kommunale Konfliktbearbeitung, Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Positionen und die Stärkung engagierter Menschen. Auch durch Fachveranstaltungen Dritter in ganz Deutschland, in jährlich über 50 Workshops und unseren überregionalen Austausch trägt das Projekt dazu bei, Erfahrungen aus der Praxis weiterzugeben und die demokratische Dialogkultur nachhaltig zu stärken.
Fragen Sie uns

Madeleine de Saulce (in Elternzeit)
Referentin – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 0351 446 769 67
m.desaulce@aktion-zivilcourage.de
Dr. Cathleen Bochmann
Referentin – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen

Jana Lübeck
Referentin – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 03501 - 460 882
j.luebeck@aktion-zivilcourage.de
Ann Rogalski
Referentin – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 01590 4346402
a.rogalski@aktion-zivilcourage.de
Petra Schweizer-Strobel
Referentin – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 0351 446 769 67
p.schweizer-strobel@aktion-zivilcourage.de
Andreas Tietze
Referent – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 03501 460 882
a.tietze@aktion-zivilcourage.de