9:00 Uhr - Ankommen
… und erste Gespräche!
Ein Fachtag zum Zuhören und Mitreden am 17. September 2025 im Roncalli-Haus in Magdeburg.
Gerade in Zeiten der Wahrnehmung einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung sprechen viele Menschen über die Notwendigkeit von Dialog und kooperativem Miteinander. Dialog soll helfen, gegensätzliche Positionen aufzuzeigen und Gemeinsamkeiten zu finden und gilt geradezu als rettungsbringend für die Demokratie. Was aber ist ein guter Dialog? Wann erfüllt sich das Bedürfnis, gehört zu werden, und wie kann Zuhören begünstigt werden? Wir möchten den Begriff des Dialogs mit Leben, Erfahrung und Erkenntnissen füllen. An unserem Fachtag werden wir deshalb mit Ihnen gemeinsam verschiedene Dialogformate ausprobieren und reflektieren.
Wir laden alle Menschen nach Magdeburg ein, die im Rahmen ihrer Arbeit mit kontroversen Debatten, Dialogformaten, Beteiligungsprozessen und der Gestaltung von Partnerschaften und Kooperationen auf kommunaler Ebene befasst sind.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für Sie kostenfrei, lediglich mögliche Kosten für die Übernachtung und Anreise tragen Sie selbst.
Moderation: Katja Hilbert
… und erste Gespräche!
Begrüßung durch Sebastian Reißig (CEO Aktion Zivilcourage e. V.) und Maria Lenk (Stiftung Mercator).
Einstieg in den Fachtag durch das Team des Projektes DiAS – Dialog stärken des Kompetenzzentrums Krisen-Dialog-Zukunft.
durch Dr. Josef Merk (Mehr Demokratie e. V.)
„Sprechen & Zuhören“ ist ein von Mehr Demokratie e. V. entwickeltes Dialogformat. Die Teilnehmenden erfahren darin einen hierarchiefreien Austausch, in dem jede Person gleich viel Redezeit bekommt. Beim Zuhören entsteht Empathie und Respekt, insbesondere dann, wenn wir Ähnlichkeiten zu eigenen Erfahrungen erkennen. Das Format ist eine gute Vorbereitung für sachliche politische Arbeit, ist leicht durchführbar und eine einfache Möglichkeit, um das demokratische Miteinander zu stärken.
Was meint DIALOG? Was braucht der Mensch, um in den Dialog treten zu können? Wann sind wir nicht dialogfähig? Was passiert im besten Fall in einem gelingenden Dialog? Auf welche Gesellschaft trifft die Erwartung nach mehr Dialog? Um diese und mehr Fragen sowie (Zukunfts)Perspektiven des Dialogs dreht sich der Impuls.
Dr. Josef Merk ist psychologischer Coach, Moderator und Prozessbegleiter. Seine Arbeitsschwerpunkte
sind Coaching von Führungskräften, Wissenschaftler:innen und Politiker:innen
sowie demokratische Verständigung mithilfe dialogorientierter Methoden. Er ist Mitglied im
Bundesvorstand von Mehr Demokratie e. V.
Guten Appetit und gute Gespräche!
Details zu den Fokus-Workshops siehe unten.
Wir freuen uns auf Erfahrungsberichte und Feedback
… und gute Heimfahrt!
Roncalli-Haus
Max-Josef-Metzger-Straße 12/13
39104 Magdeburg
Während der Veranstaltung werden wir mit vegetarischem/veganem Essen versorgt.
Ziel des Workshops ist es, die teilnehmenden Mitarbeiter:innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft dazu zu befähigen, ihr Wissen über die Moderation von Gesprächen so zu erweitern,
dass sie auch in schwierigen Situationen produktive Auswege finden, deeskalierend wirken und zu wirklichen Dialogen kommen können. Methodisch baut der Workshop auf dem sog. 4-Player-Modell von David Kantor auf, das Grundlagenwissen über die strukturelle Dynamik in Gesprächen vermittelt. Dabei beziehe ich in jedem Schritt das Erfahrungswissen der Teilnehmenden mit ein und führe sie durch Lernerfahrungen, die ihre Fähigkeit zur Dialogführung nachhaltig stärken und vertiefen.
Antje Boijens war seit 1996 selbständig tätig als Trainerin, Beraterin und Coach im Bereich Führungskräfte- und Teamtraining, Moderation und Coaching. Seit 2023 ist sie im Ruhestand und verbringt ihre Zeit jetzt vorrangig mit ehrenamtlicher sowie mit ihrer freien journalistischen und künstlerischen Arbeit. Expertise im Bereich der Dialogführung hat sie in der Praxis und durch Weiterbildungen erworben. Dialoge als Gesprächsform setzt sie insbesondere bei Teamtrainings und in der Konfliktmoderation ein.
Kommunale Konflikte prägen vielerorts das Zusammenleben. Wie gelingt es, solche Situationen konstruktiv zu gestalten? Der Workshop bietet zwei Impulse: Zunächst zeigt Laura Gerards Iglesias auf, wie ein konfliktsensibler Dialog in Kommunen gelingen kann. Anschließend beleuchtet Andreas Tietze, was zu tun ist, wenn Konflikte eskalationsgefährdet sind. In Praxis-Werkstätten erproben die Teilnehmenden anhand realistischer Szenarien Methoden der Moderation, Mediation und Konfliktberatung, um auch in emotional herausfordernden Lagen sicher und lösungsorientiert handeln zu können.
Laura Gerards Iglesias ist akademische Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina. Zuvor war sie Projektleiterin bei der Berlin Governance Platform, wo sie kommunale Beteiligungsprozesse in ganz Deutschland konzipierte und umsetzte. Davor arbeitete sie beim Centre for Humanitarian Dialogue in Genf und Kyjiw mit einem Fokus auf inklusive Mediation und grenzübergreifende Dialogprozesse. Sie studierte International Affairs an der Hertie School in Berlin und dem Graduate Institute in Genf sowie European Studies an der Maastricht University und Sciences Po Paris.
Andreas Tietze moderiert seit 2013 eskalationsbedrohte Großgruppenformate im ostdeutschen Raum, zunächst bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung im Projekt „Kommune im Dialog“ und seit 2018 am Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft der Aktion Zivilcourage e. V. Er hat die Moderationsschulung für Kommunale Konflikt- und Krisensituationen maßgeblich mitentwickelt und ist Mitherausgeber des Praxisleitfadens Kommunale Konfliktmoderation.
Anhand konkreter Beispiele und einem interaktiven Dialogformat wird erarbeitet, welche positiven Wirkungen die Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft sowie zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen entfalten kann – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für demokratische Prozesse und für die kommunale Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten.
Dr. Cathleen Bochmann lehrte und forschte viele Jahre am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden, wo sie seit 2018 die wissenschaftliche Leitung des Kompetenzzentrums Krisen-Dialog-Zukunft für Konfliktprävention, Krisenintervention und kommunale Beratung verantwortete. Seit 2022 arbeitet sie bei Aktion Zivilcourage e. V. und leitete dort u. a. „Zivilgesellschaft stärken und schützen“, „Nurture:Demos“ und derzeit das Projekt „DiAS – Dialog stärken am Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft. Sie hat zahlreiche Publikationen zum Themenfeld Konflikt, Dialog und gesellschaftlicher Zusammenhalt verfasst und herausgegeben.
Der Workshop richtet sich an kommunal Engagierte, die sich mit gesellschaftlicher Desintegration, mangelnder Dialogfähigkeit sowie Hass und Anfeindungen konfrontiert sehen. Die Teilnehmenden erweitern ihr Wissen über diese Phänomene, reflektieren politische Handlungsspielräume und persönliche Belastungsgrenzen anhand von Praxisberichten und diskutieren Bewältigungsstrategien. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Resilienz: In theoretischen Impulsen und praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre psychische Widerstandskraft zu stärken – für ein nachhaltiges und wirksames Engagement vor Ort.
Markus Mehnert ist Referent für politische Bildung und Beratung sowie Projektleiter bei der Aktion Zivilcourage e. V. Seit 2019 berät er am Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft Verantwortungstragende und Mitarbeitende aus Politik, Kommunen und Verwaltungen sowie Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder. Weiterhin ist er im Rahmen seiner Tätigkeit für die Moderation von Veranstaltungen, Bürgerversammlungen und Podiumsdiskussionen sowie die Durchführung von Weiterbildungs- und Schulungsformaten zuständig.
Ann Rogalski ist Referentin für politische Bildung und Beratung bei der Aktion Zivilcourage e. V. Am Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft berät und begleitet sie Verantwortungstragende und Mitarbeitende aus Politik, Kommunen und Verwaltungen sowie Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder. Des Weiteren ist sie für die Moderation von Veranstaltungen, Bürgerversammlungen und Podiumsdiskussionen sowie die Durchführung von Weiterbildungs- und Schulungsformaten zuständig – so etwa für die diesjährige Moderationsschulung für kommunale Konflikt- und Krisensituationen vom 28.08.-28.11.2025 in Erfurt.
Wir haben direkt im Roncalli-Haus, unserem Tagungsort, für Sie ein Kontingent von 20 Übernachtungsplätzen in der Nacht vom 16. zum 17.9. zur Verfügung. Das Kontingent ist bis zum 12.8.2025 buchbar.
Bitte richten Sie Ihren Reservierungswunsch für eine Übernachtungsmöglichkeit unter dem Kennwort DIALOG an: rezeption@roncalli-haus.de
Zudem gibt es einige Hotels in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes, bspw.
Sie können sich über unser Anmeldesystem Eveeno direkt hier anmelden.
Den Flyer zum Fachtag finden Sie hier.

Referentin

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Beratung für Zivilgesellschaft & Kommunen

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Beratung von Kommunen, Vereinen und Verantwortlichen

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