Worum geht es im Projekt?

Demokratie vor Ort lebt von einer engagierten Zivilgesellschaft, d.h. von den Menschen, die sich für das Gemeinwesen in ihren Kommunen einsetzen. Immer häufiger sind diese Menschen Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Was also können Kommunen tun, um Engagierte zu unterstützen? Was braucht die Zivilgesellschaft, um sich gegen Anfeindungen zu schützen? Wie können sich Akteure vor Ort vernetzen, um gemeinsam gegen Bedrohungen vorzugehen?

Was wollen wir erreichen?

Ziel des Projekts ist es, kommunale Strategien und Maßnahmen zu entwickeln und zu erproben, die zivilgesellschaftlich Engagierte unterstützen, sie empowern und wirksam vor Anfeindungen und Übergriffen schützen. Die übergeordnete Zielstellung ist die Stärkung von demokratischem Engagement und demokratischer Kultur auf kommunaler Ebene. Dazu arbeiten wir bundesweit mit 10 Kommunen/Landkreisen zusammen, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als lokale „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert werden, und in denen zivilgesellschaftliche Akteur:innen regelmäßigen Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind. Unsere Partnerkommunen und Partnerlandkreise befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Was sind die Ziele (der Förderung)?

  • Stärkung der Sektorübergreifenden Kooperation zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Sicherheitsbehörden in den Partnerkommunen
  • Entwicklung gemeinsamer Handlungsstrategien vor Ort, im Umgang mit Bedrohungen/Anfeindungen/Angriffen gegenüber Engagierten
  • Effektive Unterstützung von Betroffen bei Einschüchterungsversuchen und Reduzierung der Gefahr von Übergriffen
  • Förderung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Partnerkommunen
  • Analyse und Transfer der im Projekt gewonnenen Erfahrungen auf weitere Kommunen mit ähnlichen Problemlagen 
     

Wer fördert das Projekt:

 

Das Projekt „Zivilgesellschaft stärken und schützen“ wird als Angebot im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ umgesetzt. 
Zur Realisierung werden im Zeitraum 01.12.2021 – 31.12.2024 folgende Schritte unternommen:


Analyse und Lageerhebung

In einem ersten Schritt werden in den Partnerkommunen/-landkreisen die Bedrohungslagen erfasst. Neben der Auswertung vorhandener Daten werden hierzu semistrukturierte Interviews mit Expert:innen und Betroffenen durchgeführt, um die Erfahrungen, vorhandene Strukturen und Bedarfe vor Ort zu erfassen. Die Ergebnisse der Lageerhebung werden den lokalen Koordinierungsgruppen in Form interner Lageberichte vorgelegt und zur Diskussion gestellt.

Entwicklung kommunaler Schutzkonzepte und Festlegung von Handlungsfeldern

Unter Einbeziehung der bereits existierenden kommunalen bzw. regionalen Beratungs-strukturen, werden in einem nächsten Schritt Handlungsfelder für kommunale Schutzkonzepte abgeleitet und priorisiert. Auf Grundlage der lokalen Bedarfe und Ressourcen entwickeln die Koordinierungsgruppen in den jeweiligen Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen für kommunale Schutzkonzepte. Diese werden hinsichtlich ihrer Grenzen und Möglichkeiten kritisch geprüft und mit bereits vorhanden Maßnahmen und Strukturen abgeglichen und verzahnt.

Umsetzung von Maßnahmen

In Abstimmung mit Betroffenen, Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung sowie den Sicherheitsbehörden werden die erarbeiteten Konzepte in die praktische Erprobung überführt und weiterentwickelt. Während der Erprobungsphase begleitet die Aktion Zivilcourage e.V. die Partnerkommunen/-landkreise engmaschig und gewährleistet als externe Prozessbegleitung den kontinuierlichen und vertrauensvollen Austausch unter den beteiligten Gruppen. Wirkungen und Praktikabilität der kommunalen Schutzkonzepte werden fortlaufen mit den lokalen Akteuren besprochen und systematisch evaluiert.

Evaluierung und Transfer

In Form einer wissenschaftlichen Begleitung wird das Projekt durch ein Team des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. Frankfurt evaluiert. Neben den Bedürfnissen der betroffenen zivilgesellschaftlichen Akteure steht dabei die Umsetzbarkeit für die beteiligten Partnerkommunen im Fokus.

Die Ergebnisse der im Projekt gewonnenen Erfahrungen werden systematisiert und aufbereitet. Hier liegt das Augenmerkt besonders auf Strategien zum Transfer der erprobten Maßnahmen in kommunalen Regelstrukturen und auf die Übertragbarkeit in weitere Kommunen mit ähnlichen Problemlagen.

Um diesen Transfer zu unterstützen, erstellt die Aktion Zivilcourage e.V. Informationsmaterialien und Fortbildungsangebote und stellt die gewonnenen Erkenntnisse in Publikationen und Schulungen der Allgemeinheit zur Verfügung.

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Phillip Koller

Referent

Beratung für Zivilgesellschaft & Kommunen

Tel. 0176 137 142 95
p.koller@aktion-zivilcourage.de

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Beratung für Zivilgesellschaft & Kommunen

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Referentin 

Jugendbeteiligung im ländlichen Raum Sebnitz

Tel. 035971 836 364
m.merker@aktion-zivilcourage.de

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