Am 29.11.2022 standen unsere Kolleg:innen Madeleine de Saulce und Andreas Tietze Wissenschaftler:innen des Barkhausen Instituts Rede und Antwort. Im englischsprachigen Workshop vermittelten Kolleg:innen Grundlagenwissen der Konfliktkommunikation.

Konfliktsituationen erleben wir als Gesellschaft häufiger. Sie treten dann auf, wenn neue Aspekte aufbrechen, Entwicklungen nicht vorhergesehen werden konnten oder technische Neuentwicklungen, Unsicherheiten und Unklarheiten mit sich bringen. Das Barkhausen Institut stellt dabei eine wichtige Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in Dresden dar. Die Wissenschaftler:innen verschreiben sich einer effektiven Wissenschaftskommunikation, die bestehenden Vorbehalten und Ängsten mit Informationen und wissenschaftlich fundierten Faktenwissen entgegentreten will. Nicht immer gestaltet sich das einfach.

Wie gelingt Wissenschaft in Zeiten von Konflikt und Ablehnung

Unter dem Titel "Scientific communication and moderation in conflict and crisis situations" lernten 20 Teilnehmende Grundlagen der Konfliktmoderation und den Umgang mit Faktenresistenz kennen. Deutlich wurde, dass nur durch eine eigene Rollenklarheit, einer bewussten Zeitbeschränkung und einer wertschätzenden Zielgruppenorientierung Kommunikation effizient möglich ist. Deutlich wurde, dass auch Wissenschaftskommunikation von Grundlagen der politischen Bildung in Konfliktsituationen profitieren kann: deutlich wurde dies unter anderem bei praktischen Übungen von konkreten Situationen.

Beutelsbacher Konsens und seine praktische Umsetzung

Mit dem Überwältigungsverbot, dem Kontroversitätsgebot und der Interessensorientierung gibt der Beutelsbacher Konsens der politischen Bildung wichtige Leitplanken vor. Wissenschaftskommunikation kann hiervon ebenso profitieren. Praktische Handlungsanweisungen wie die Verantwortungs-transformation und die Prozessanwaltschaft können ebenso erfolgreich durch Wissenschaftlicher:innen in Ihren Gesprächen zur 5G-Funktechnik oder zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz eingesetzt werden. Hierzu haben die beiden Kolleg:innen mit den Wissenschaftler:innen ausführlich diskutiert und geübt.

Wollen Sie auch den #Beutelsbacher Konsens oder das Prinzip der #Verantwortungstransformation kennenlernen? Jedes Jahr bildet das Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft Moderator:innen für kommunale Konflikt- und Krisensituationen aus. Weitere Informationen zur Ausbildung und zu den Inhalten finden Sie unter: www.krisen-dialog-zukunft.de oder melden Sie sich bei Interesse unter: moderation@aktion-zivilcourage.de

Frag uns

Madeleine de Saulce

Referentin (Büro Dresden)

Andreas Tietze

Referent

Beratung von Kommunen, Vereinen und Verantwortlichen

Tel. 03501 460 882
a.tietze@aktion-zivilcourage.de