Unter diesem Motto haben Studierende der Univerzita Jana Evangelisty Purkyně Ústí nad Labem und der Technischen Universität Dresden eine Exkursion in die Grenzregion gemacht. Beim Besuch des Schlosses Jezeří und der Stadt Most, haben die Studierenden sich über den Strukturwandel der Region ausgetauscht.

Strukturwandel einer Region

An der Geschichte des Schlosses Jezeří, welches direkt neben einem Braukohletagebau liegt und diesem fast weichen musste, konnten die Studierenden die großen Veränderungen der Region ablesen. Es wurde so zum Ausgangspunkt für Gespräche über die Bedrohung von Kulturgütern und der gesellschaftlichen Transformation durch den Rückzug aus der Braunkohle. Wie die Gruppe lernen musste, sind die umliegenden Wälder von Rodung bedroht. Wie bei der Rettung des Schlosses spielt auch hier das Engagement entschlossener Bürger*innen eine wichtige Rolle.

In Most haben die Studierenden die Kirche Mariä Himmelfahrt bestaunt: Trotz ihrer Größe wurde sie auf Schienen transportiert, um sie vor dem Abriss für den Braunkohleabbau zu bewahren. Im Rahmen einer Stadtrallye, in deutsch-tschechischen Teams, haben sich die Studierenden neben dem Thema Braunkohleabbau auch mit zivilgesellschaftlichem Engagement und Vorurteilen beschäftigt.

Das Projekt CouReg

Unter Leitung der TU Dresden, arbeiten für das transnationale Projekt „CouReg – Courage haben und die Region gestalten“ die UJEP Ústí nad Labem, das Büro der Euroregion Elbe/Labe und die Aktion Zivilcourage e. V. zusammen. Die Studierenden beschäftigten sich ein Semester mit der sächsisch-böhmischen Grenzregion und dem Thema Zivilcourage. Auf unterschiedliche Weise machen sie ihre Erkenntnisse zugänglich, z.B. mit Podcasts oder Zivilcourage Workshops in Schulen. Alle Ergebnisse fließen in eine deutsch-tschechische Publikation.

Ausblick

Im nächsten Semester wird das Projekt wieder stattfinden können. Denn Projekt „CouReg“ wird bis 31. Dezember 2022 im Rahmen des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 (EFRE / SAB) gefördert. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: https://tu-dresden.de/gsw/phil/powi/polsys/forschung/projekte/coureg-1

Ansprechpartnerin

Ihre Fragen können Sie an Yvonne Bonfert richten: 

y.bonnfert@aktion-zivilcourage.de

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