Worum geht es im Projekt?

Wir fördern junge Menschen bei der Entwicklung von sozialen Kompetenzen, stärken ihr Wissen über gesellschaftliche Zusammenhänge und machen Demokratie erlebbar. Als Unterstützungssystem stehen wir insbesondere im Umgang mit schwierigen Situationen beratend zur Seite.

Wen wollen wir erreichen?

Wir arbeiten mit jungen Menschen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und allen Erwachsenen, die in einem pädagogischen Kontakt zu Jugendlichen stehen, zusammen.

Was sind die Ziele (der Förderung)?

Unser Ziel ist es, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, das geprägt ist von einer offenen und toleranten Zivilgesellschaft, die sich aktiv für die Gestaltung der demokratischen Kultur im Landkreis einsetzt und zu einem Abbau von rechtsextremen Einstellungen in der Region beiträgt.

Wer fördert das Projekt:

Das Projekt wird mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes über das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen" sowie mit Mitteln aus den Partnerschaften für Demokratie des Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finanziert.

 

Vielfältige Bildungs- und Beratungsangebote

Allein im Jahr 2020 haben wir über 1.000 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren und etwa 500 Erwachsene erreicht.

Als Unterstützungssystem stehen wir in engem Kontakt zu Schulen, Vereinen und weiteren Vertreter*innen der Jugendarbeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wir setzen Projekttage, Vorträge sowie Weiterbildungen um und stehen beratend in Konfliktfällen zur Seite.

Unser Angebot umfasst:

  •   Workshops für Jugendliche
  •   Weiterbildungen für (pädagogische) Fachkräfte
  •   Ganztagsangebote
  •   Fachtage
  •   Vorträge
  •   Beratungen
  •   Bildungsfahrten

Wir arbeiten zu folgenden Themen:

  • Zivilcourage: Nicht nur für Helden!
  • Konstruktiv und couragiert Handeln in Konfliktsituationen
  • Vorurteile? Wir doch nicht!
  • Im sicheren Hafen? Hintergründe zu Fluchtmigration und Asyl
  • Rechtsextremismus – erkennen und handeln
  • Demokratie im Alltag
  • Hass im Netz
  • (Cyber-)Mobbing
  • Menschenrechte
  • Interaktive Tools für die Bildungsarbeit
  • #realorfake!? – Fake-News im Netz
  • #mindsetting – Meinungsbildung Medienmacht

Ein thematischer Schwerpunkt liegt in der Erinnerungskultur. Dabei arbeiten wir eng mit der Gedenkstätte Pirna Sonnenstein, dem Stadtmuseum Pirna sowie mit verschiedenen Historiker*innen zusammen:

  • Ganztagsangebot zum Thema Stolpersteine
  • Gedenkspur-Sprühen – gegen das Vergessen
  • Spurensuche jüdischen Lebens in Pirna
  • Zeitzeuginnengespräche mit Erika Rosenberg zu Oskar und Emilie Schindler
  • Gedenkstättenfahrten

Die Zusammenarbeit mit Schulen ist uns sehr wichtig. Darum freuen wir uns, dass unsere Arbeit durch ein Beratungsgremium aus Lehrkräften unterstützt wird. 

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Sprühen gegen den Hass!

Im Juli 2020 ging das Gemeinschaftsprojekt "Spread the love" von der katholischen Kirche, Colorexplosion und der Aktion Zivilcourage e.V. an den Start. Auf Hassgraffiti in der Umgebung wurde mit positiven Botschaften reagiert.

Am ersten Projekttag wurden die Jugendlichen über das Thema Rechtsextremismus, damit verbundene Codes und Symboliken aufgeklärt. Neben der Aufklärungsarbeit, zielte das Projekt aber vor allem darauf ab, Jugendliche zu animieren, aktiv zu werden und zu handeln. Sie erhielten dabei die einmalige Möglichkeit, öffentlich zu sprühen und positive Botschaften zu gestalten. Nach einer kurzen Einführung in die Sprühkunst, durften die Jugendlichen am zweiten Projekttag dann eigenständig die Kübel vor der katholischen Kirche sowie eine Ausstellung in einem leer-stehenden Haus in Pirna gestalten.

Gegen das Vergessen unbesungener Held*innen


Am Abend des 25.02.21 hatten wir das Vergnügen in einer digitalen Veranstaltung die Zeitzeugin der zweiten Generation Prof. Erika Rosenberg, Freundin von Emilie Schindler, zu Gast zu haben. Erika Rosenberg berichtete über das Leben und Wirken von Emilie und Oskar Schindler, die 1200 Jüdinnen und Juden vor der Deportation und Vergasung gerettet haben. Dabei verfolgten rund 150 Zuschauer*innen per Zoom den Vortrag mit anschließender Diskussion.

Prof. Erika Rosenberg sagt sie möchte gegen das Vergessen unbesungener Held*innen eintreten. Als Tochter jüdischer Holocaust-Überlebender ist auch ihre Geschichte mit der Geschichte der Schindlers verbunden. Auch persönlich hat Erika Rosenberg eine Verbindung zu Emilie Schindler geknüpft. Sie begleitete sie bis zu ihrem Tod 2001 und wurde Erbin der Geschichte der Familie Schindler.

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