Heute ist der 13. Februar und vielerorts wird an die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg erinnert und ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Das Erinnern wollen auch wir lebendig halten. 

Wir laden alle interessierten Menschen und Gruppen dazu ein, mit uns gemeinsam über die Vergangenheit zu sprechen und Erkenntnisse für die Gegenwart zu ziehen. Mit drei verschiedenen Angeboten öffnen wir einen Gesprächsraum und schauen auf Ereignisse in unserer Nachbarschaft aber auch auf das große Ganze.  

Gedenkspur - gegen das Vergessen

Ein paar bunte Farbtupfer in der Stadt weisen darauf hin, dass hier irgendwas gewesen sein muss. Nach dem Winter verblasst die Spur aus bunten Kreuzen, die sich vom Sonnenstein bis runter in die Elbe schlängelt. Die Gedenkspur erinnert an über 14.000 Menschen, die während der Euthanasiemorde ihr Leben in Pirna verloren haben. Jedes Jahr erneuern wir die Spur mit Freiwilligen, kommen mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch und halten die Erinnerung wach. Dabei arbeiten wir zusammen mit der Gedenkstätte Pirna Sonnenstein.

Gedenkstättenbesuche

Im Alltag fällt die Vorstellung schwer, dass es Konzentrationslager gab und Menschen dort ermordet wurden. "Wie können Menschen dazu fähig sein?", ist eine Frage mit der wir uns bei unseren Gedenkstättenbesuchen beschäftigen. Bei Tages- oder Mehrtagesfahrten tauchen wir ein in den historischen Ort und stellen eine Brücke in die Gegenwart her. Was hat das alles heute noch mit uns zu tun? Welche Verantwortung tragen wir? Diese und viele weitere Fragen besprechen wir bei Führungen und Workshops an den Gedenkstätten Theresienstadt und Auschwitz.

Spurensuche jüdischen Lebens in Pirna

Bis zum Jahr 1939 lebten Menschen, die zum Judentum zählten in Pirna. Als Geschäftsleute oder Arbeiterinnen und Arbeiter prägten sie das Stadtbild. Systematische Maßnahmen der Ausgrenzung und Ermordung im Nationalsozialismus vertrieben diese Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt. Wir wollen uns an diese Menschen erinnern. Mit einer interaktiven Stadtführung begeben wir uns auf Spurensuche, sprechen mit Verwandten und erfahren mehr über die Verbrechen der Nationalsozialisten.

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Yvonne Bonfert

Referentin

Schulen ab Klasse 7, Workshop-Anfragen und Fachkonferenzen

Tel. 03501 460 880
y.bonfert@aktion-zivilcourage.de