Die Aktion Zivilcourage wurde Ende der 1990er von engagierten Jugendlichen ins Leben gerufen. Sie glaubten daran, dass Angst und Gewalt keine guten Berater für die Zukunft sind. Der Dialog stand für sie stattdessen an erster Stelle. Sie holten alle an einen Tisch, die sich für eine offenere, freundlichere und wertschätzendere Gesellschaft einsetzen wollten: engagierte Pirnaerinnen und Pirnaer, den damaligen Bürgermeister, den Landrat, die Polizei, das Amtsgericht und viele Vereine. 

Daraus ist ein starkes Bündnis entstanden, das sich langfristig und nachhaltig für unsere Demokratie einsetzt und demokratische Werte wie Engagement, Menschenwürde und kontroversen Meinungsaustausch vorlebt. 

Machen statt Meckern - Über uns

Die Aktion Zivilcourage wurde Ende der 1990er Jahre als Initiative von jungen Menschen gegründet. Hintergrund waren hohe Kommunalwahlergebnisse rechtsextremer Parteien im damaligen Landkreis Sächsische Schweiz und eine zunehmende Gewaltbereitschaft junger Menschen. Überregionale Bekanntheit erlangte vor allem die 2001 verbotene Gruppierung "Skinheads Sächsische Schweiz".

Heute sind wir ein anerkannter Verein, der eine breite Palette an Bildungsangeboten für alle Altersgruppen anbietet. Unser Schwerpunkt liegt in der Demokratiepädagogik und politischen Bildung. Wir arbeiten sachsenweit und stärken besonders Menschen im ländlichen Raum. 

Die Aktion Zivilcourage e. V. ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (§ 75 SGB VIII) und vom Finanzamt Pirna als gemeinnützige Organisation anerkannt. Registriert im Vereinsregister unter VR20899 beim Amtsgericht Dresden.

Der Verein ist Mitglied bei Gegen Vergessen - Für Demokratie, im Praxisforum Rechtsextremismus, im Theaterpädagogischen Zentrum Pirna, im Jugendring Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, im Begleitausschuss zur Umsetzung der Lokalen Partnerschaften im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie im Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein.

Unser Leitbild

Leitbild (Stand 05.05.2010)

Die Aktion Zivilcourage versteht sich als überparteiliches Bündnis. Der Verein setzt sich aktiv und positiv für die Stärkung von Demokratie, Offenheit, Zivilcourage, Toleranz und Vielfalt ein. Außerdem engagieren wir uns für die Zurückdrängung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung, Rassismus und Gewalt. Der Fokus liegt dabei auf dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Unser Handeln zielt darauf ab, Perspektiven für gesellschaftliches Engagement bei allen Menschen zu eröffnen und Demokratie somit erlebbar zu machen. Wir geben Räume für Selbstverwirklichung, motivieren und unterstützen Menschen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Zivilcourage zu zeigen. Dabei setzen wir Schwerpunkte auf die Zielgruppen junger Menschen sowie die mit ihnen in Beziehung stehenden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Wir lassen uns von dem Grundprinzip leiten, dass sich eine lebendige und stabile Demokratie durch selbstbewusste und aktive Menschen auszeichnet, die ihre Mitmenschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religion als gleichwertig anerkennen. Wir möchten jeden dazu ermutigen, Verantwortung für die friedliche Gestaltung seines sozialen Umfelds zu übernehmen und Probleme anzusprechen, um diese in fairer Auseinandersetzung gemeinsam zu lösen. Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit der Menschen mit der Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stärken.

Unsere Arbeit wird von der festen Überzeugung bestimmt, dass der Dialog die Grundvoraussetzung für das gemeinsame Erreichen unserer Ziele ist. Durch eine breite, offene, partnerschaftliche und kontinuierliche Vernetzung von Initiativen, Vereinen, Behörden, Kirchen und allen demokratisch gesinnten gesellschaftlichen Akteuren streben wir als kompetente Ansprechpartner eine nachhaltige Wirkung unserer Arbeit vor Ort an.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass das Engagement jedes einzelnen Menschen für unsere Demokratie nur durch motivierende und positive Erfahrungen gefördert werden kann. Denn unsere Vergangenheit können wir nicht ändern, aber für die aktive und positive Gestaltung unserer Zukunft übernehmen wir gemeinsam Verantwortung.

Die Satzung

Vereinssatzung vom 24.10.2018

§ 1 Grundsätze

  • Der Verein trägt den Namen „Aktion Zivilcourage e. V.” und wird nachstehend „der Verein” genannt. Er ist im Vereinsregister Dresden unter VR 20899  eingetragen. 
  • Der Verein hat seinen Sitz in Pirna.
  • Das Geschäftsjahr des Vereines ist das laufende Jahr.
  • Der Verein setzt sich für die Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft ein und ist einer humanistischen Grundhaltung verpflichtet.
  • Der Verein setzt sich für den Schutz der Menschenrechte ein.
  • Der Verein ist konfessionell ungebunden und parteilich unabhängig.
  • Der Verein gibt sich eine Geschäftsordnung, die Bestandteil der Vereinsregeln ist.

§ 2 Zweck und Anliegen des Vereins

  • Der Verein bezweckt die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Ge­bieten der Kultur und der Völkerverständigung.
    Der Verein verfolgt unter anderem folgende Zwecke:
    • Die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung und der Integration.
    • Die Förderung von Zivilcourage, Demokratie und Toleranz.
    • Die Förderung des öffentlichen Bewusstseins gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus, Gewalt, Antisemitismus und Sexismus.
    • Die Förderung von Projekten, die der Völkerverständigung, der Integration und dem Abbau von Ausländerfeindlichkeit dienen.
    • Die Förderung des interkulturellen Lernens und der interkulturellen Kommunikation.
    • Die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und die Vernetzung mit anderen Initiativen, Vereinen, Institutionen und Organisationen.
    • Stärkung von Initiativen und Akteuren auf verschiedensten Gebieten der institutionellen Entwicklung, Methodenkompetenz, mit dem Ziel, ihre eigene Entwicklung zu fördern. 
    • Förderung des Engagements von Jugendlichen.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

  • Die Durchführung von kulturellen, informativen Veranstaltungen und Projekten, sowie die Bildung und Koordinierung eines Netzwerkes, in Kooperation mit anderen PartnerInnen.
  • Die aktive sowie inhaltliche Mitarbeit in kulturellen Einrichtungen, von denen aus das Anliegen des Vereins durchgesetzt werden kann.
  • Die Durchführung von Projekten mit Minderheiten, Opfern und Opfergruppen zu deren Integration und zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
  • Die Entwicklung, Durchführung und Beteiligung an Kultur- und Informationsveranstaltungen sowie Motivationskampagnen.
  • Beratung und Hilfe für Einzelpersonen, Bürgergruppen, Organisationen und kommunale Einrichtungen beim Aufgreifen und Lösen konkreter kommunaler Probleme mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie rechtsextremistischen Aktivitäten.
  • Durchführung und Koordinierung von Maßnahmen zur Hilfe von Geflüchteten und Asylsuchenden, politisch Verfolgten und Migrantinnen und Migranten, die des Schutzes und Beistandes bedürfen.
  • Recherche zu den im Satzungszweck genannten Themen und die Sensibilisierung der Bevölkerung dazu.
  • Die Durchführung verschiedenster Veranstaltungen (z.B. Projekttage in Schulen, Lesungen mit Zeitzeug+innen, internationale Jugendbegegnungen) mit der Hauptzielgruppe Jugendliche.
  • Informative Veranstaltungen mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
  • Die Durchführung von Musikveranstaltungen.
  • Durchführung von Fortbildungs- und Beratungsaktivitäten für Initiativen und Akteure zur institutionellen Stärkung, methodischen Weiterentwicklung, Kompetenzförderung, Stärkung des ehrenamtlichen Engagements.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine unangemessene Zuwendung aus Mitteln des Vereins und haben bei Ausscheiden keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

§ 4 Mitgliedschaft

  • Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die bereit sind, die Ziele des Vereins zu unterstützen. Der Verein besteht aus Mitgliedern und Fördermit­gliedern.
  • Der Antrag auf Mitgliedschaft ist nur in schriftlicher Form an den Vorstand zu richten.
  • Über die Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand.
  • Minderjährige können Mitglied werden; der Antrag auf Mitgliedschaft bedarf der Einwilligung der/s gesetzlichen Vertreters/Vertreterin
  • Fördermitglieder nehmen nicht direkt am Vereinsleben teil. Sie unterstützen den Verein in ideeller und  oder finanzieller Form, um dessen Zielsetzung zu erreichen. Dem Fördermitglied steht kein Stimmrecht zu. Die Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen des Vereins sowie die Teilnahme an dessen Mitgliedervollversammlung ist den Fördermitgliedern gleichwohl eröffnet.
  • Die Mitgliedschaft endet durch den Tod, durch freiwilligen Austritt oder bei groben Verstößen gegen Zweck oder Anliegen des Vereins durch Ausschluss aus dem Verein. Über einen Ausschluss beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Den Betroffenen ist vorher Gelegenheit zur Äußerung zu geben, sie können beim Vereinsvorstand gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.
  • Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem Vor­stand. Ein Austritt ist mit sofortiger Wirkung möglich.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Über die Höhe der Beiträge beschließt die Mitgliedervollversammlung. Die Beiträge werden in der Geschäftsordnung der Aktion Zivil­courage e.V. genannt. Die Beiträge für natürliche Personen und juristische Personen können verschieden hoch sein. Die Mitgliedervollversammlung kann in geeigneten Fällen Gebühren und Beiträge ganz oder teilweise erlassen oder stunden. Beitragspflichtig sind alle Mitglieder des Vereins, die am 1. Januar des Geschäftsjahres Mitglied sind oder im Laufe des Jahres dem Verein beitreten. Eine Beitragsrückerstattung an Mitglieder, die im Laufe des Jahres ausscheiden, findet nicht statt.

§ 6 Vorstand/Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand des Vereines besteht aus:

  1. dem/der ehrenamtlichen Vorsitzenden
  2. mindestens zwei bis zu maximal fünf ehrenamtlichen Mitgliedern, über die genaue Zahl entscheidet die Mitgliederversammlung,
  3. der/dem Geschäftsführer/in als geborenes Mitglied, sofern bestellt

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Amtsdauer beginnt mit der Bekanntgabe des Wahlergebnisses und der Annahme der Wahl. Er bleibt so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt. Der Vorstand verteilt die Aufgaben/Schwerpunkte an die Vorstandsmitglieder. Scheiden während der Amtsperiode so viele Vorstandsmitglieder aus, dass der Vorstand weniger als drei Mitglieder hat, ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, bei der die Nachwahlen erfolgen.

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder eingeladen sind und mindes­tens drei Vorstandsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand wählt aus seiner Runde eine/n Stellvertreter/in für den/die Vorsitzende/n.

Die Sitzung des Vorstandes leitet der/die Vorsitzende, im Falle seiner/ihrer Abwesenheit ein aus der Mitte der Anwesenden bestelltes Vorstandsmitglied. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit.

Über die Beschlüsse des Vorstandes ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom/von der Ver­sammlungsleiter/in oder Schriftführer/in zu unterzeichnen ist.

Aufgaben des Vorstandes:

  • Beschluss des Stellenplans
  • Einstellung und Entlassung von hauptamtlichen Angestellten des Vereins
  • Erarbeitung von Vorschlägen für die Grundausrichtung der Vereinsarbeit
  • Ausarbeitung der Jahresarbeitsplanung
  • Ausarbeitung des Jahreshaushaltes
  • Abschluss von Verträgen
  • Information der Mitglieder über den Haushaltsplan
  • Erstellung eines Rechenschaftsberichts
  • Bei Bedarf die Aktualisierung der Geschäftsordnung
  • Aufnahme von Mitgliedern
  • Beschlussfassung über Ausschlüsse
  • Für die Aktion Zivilcourage e.V. zu handeln, sofern die Satzung keine anderen Zuständigkeiten festlegt.

Der/Die Vorstandsvorsitzende lädt zu den Vorstandssitzungen ein und bereitet diese vor. Vorstandssitzungen sollten mindestens einmal im Quartal stattfinden.

Falls die Geschäftsführung von einem Vorstandsmitglied übernommen wird, wird dies in einem Anstellungsvertrag geregelt.

Vorstandsmitglieder müssen volljährig sein. Vorstandsmitglieder müssen Vereinsmitglieder sein.

§ 7 Mitgliederversammlung/Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal pro Kalenderjahr vom/von der Vorsitzenden unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen einzuberufen. Die Einladung erfolgt:

  • Persönlich mittels einfachen Briefes an die letztbekannte Anschrift der Mitglieder oder
  • Bei Mitgliedern mit E-Mail-Adresse schriftlich über E-Mail

Mit der Einladung ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen.

Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Erarbeitung von Vorschlägen für die Grundausrichtung der Vereinsarbeit
  2. Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und der Revisoren*innen
  3. Diskussion über den Haushaltsplan
  4. Wahl und Abberufung des Vorstandes
  5. Wahl der Revisoren/innen
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Vereinsauflösung
  8. Beschlussfassung über den Widerspruch eines Mitgliedes gegen seinen Ausschluss
  9. Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge
  10. Abstimmung über die Geschäftsordnung und ihre Veränderungen

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als 20 % der stimmberechtigten Mitglieder er­schienen sind.

Bleibt die einberufene Mitgliederversammlung beschlussunfähig, so ist eine neue einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Bei der Einberufung der neuen Mitgliederversammlung ist darauf hinzuweisen, dass diese Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig sein wird.

Die Beschlussfassung erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit, sofern in dieser Satzung nichts anderes geregelt ist. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

Bei Wahlen ist die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Hat ein/e Bewerber/in nicht die absolute Mehrheit erhalten, so findet eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern/innen mit der höchsten Stimmzahl statt. Ergibt die Stichwahl Stimmen­gleichheit, so entscheidet das Los. Auf Antrag von Mitgliedern können Wahlen einzeln und geheim durchgeführt werden.

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom/von der Versammlungsleiter/in zu unterzeichnen ist.

§ 8 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Der Vorstand kann außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Der Vorstand hat unverzüglich eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder die Einberufung schriftlich, unter Angabe des Zweckes und der Gründe fordern. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die Bestimmungen über die ordentliche Mitgliederversammlung entsprechend.

§ 9 Geschäftsführung

Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereines. Der Vorstand kann die Geschäftsführung an eine/n hauptamtlichen Geschäftsführer/in übertragen. Über die Begründung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen entscheidet der Vorstand.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich von zwei Vorstandsmitgliedern oder durch den/die Geschäftsführer/in vertreten.

§ 10 Revision

Der Verein wählt drei Revisor/innen. Der/die dritte Revisor/in ist die Vertretung der beiden Hauptrevisor*innen, falls eine/r der beiden aus wichtigen Gründen (Krankheit, Wegzug etc.) die Revisionsaufgabe nicht erfüllen kann.

Zu den Aufgaben der Revisoren*innen gehören

  • jährliche Prüfung der Umsetzung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung
  • Kontrolle der satzungsgemäßen Mittelverwendung
  • Prüfung der Buchführung
  • Erstellung eines Revisionsberichtes

Die Revisoren/innen haben Zugang zu allen ihren Aufgabenbereich betreffenden Geschäftsvorgängen.

§ 11 Satzungsänderungen/Auflösung des Vereins

Änderungen der Satzung sowie die Auflösung des Vereins müssen in der Mitgliederversammlung von einer Mehrheit von zwei Dritteln der erschienen Mitglieder beschlossen werden. Mindestens 20% aller Mitglieder müssen anwesend sein.

Ein Antrag auf Auflösung des Vereines ist nur zulässig, wenn dieser vom Vorstand oder von mindestens der Hälfte der Vereinsmitglieder schriftlich gestellt wird.

Die Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen.

Bei der Auflösung des Vereines oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereines an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung zur Förderung von Bildung, Erziehung, antirassistischer oder soziokultureller Arbeit mit dem Ziel zur Förderung von Zivilcourage und/oder Demokratie.

Die Mitgliederversammlung, welche über die Auflösung beschließt, bestimmt mit einfacher Mehrheit die Modalitäten der Liquidation und die Verwendung des verbliebenen Vereinsvermögens.

Beschlüsse über die Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes und – soweit Vermögenswerte aus öffentlichen Zuwendungen beschafft wurden – auch der öffentlichen Zuwendungsgeber ausgeführt werden.

§ 12 Gerichtsstand

Der Gerichtsort ist Pirna.

§ 13 Gründung

Die vorstehende Satzung wurde in der Gründungsversammlung vom 18.08.2003 erstellt. Sie tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft. Der Vorstand wird ermächtigt, redaktionelle Satzungsänderungen, die vom Amtsgericht oder vom Finanzamt oder anderer öffentlicher Stellen aus rechtlich Gründen für notwendig gehalten werden, selbst zu beschließen und anzumelden.

Vermerk

Die Satzung wurde errichtet am 17.12.2003 und geändert am 25.04.2004 sowie am 23.02.2005, 13.10.2007, 05.05.2010, 09.09.2013, 27.10.2016, 11.10.2017 und zuletzt am 24.10.2018.

Die bisherige textliche Abfassung vom 11.10.2017 tritt nach Bestätigung dieser textlichen Neufassung durch das Amtsgericht Dresden außer Kraft und wird durch diese vorliegende und in der Mitgliederversammlung vom 24.10.2018 genehmigten Fassung ersetzt.

Auszeichnungen und Referenzen

2019 Bernhard Vogel Bildungspreis

Der Bernhard Vogel Bildungspreis „Chancen schaffen – Chancen nutzen“ wurde uns für unser Projekt "Ich bin wählerisch!"  vom ASeV | Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. verliehen. Mit dem Preis werden beispielhafte und nachahmenswerte Bildungsinitiativen für Jugendliche gefördert. Ausgezeichnet werden dabei Projekte, die einen erkennbaren und nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung von Jugendlichen leisten.

2018 Verein des Jahres

Die Aktion Zivilcourage e. V. wurde für ihre Arbeit von der Ostsächsische Sparkasse Dresden als Verein des Jahres 2017 in der in der Kategorie „Soziales“ mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

2013 PHINEO-Wirkt-Siegel

Die Aktion Zivilcourage e. V. wurde für ihre vorbildliche Arbeit mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet. Das Analysehaus PHINEO hatte unterscheidliche gemeinnützige Organisationen auf ihre Wirksamkeit geprüft.

2013 Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten

Die langjährige Vereinsvorsitzende Agnes Scharnetzky wurde, stellvertretend für alle Aktiven, zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten eingeladen. Mit der Einladung dankte Joachim Gauck den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

2011 "Die Sächsische Schweiz ist BUNT." mit Preis geehrt

Zum 11. Mal zeichnete das "Bündnis für Demokratie und Toleranz" Engagierte aus, die sich für ihre Mitmenschen stark machen. Unter den Preisträgern war auch die ehrenamtliche Kampagne "Die Sächsische Schweiz ist BUNT."

2011 Sonderpreis des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises

Jedes Jahr zeichnet der Gustav-Heinemann-Bürgerpreis Menschen aus, die sich mit neuen und mutigen Ideen für eine bessere Gesellschaft einsetzen. Das Kuratorium lobte einen Sonderpreis für die Aktion Zivilcourage e. V. aus.

2009 Theodor-Heuss-Medaille

Die Aktion Zivilcourage istgemeinsam mit dem Pirnaer Oberbürgermeister Markus Ulbig für Verdienste um die Demokratie mit der Theodor-Heuss-Medaillegeehrt worden.

Weitere Auszeichnungen

Der Vorstand

Vorstand der Aktion Zivilcourage e.V.:

Dr. Judith Brombacher, Vorstandsvorsitzende

Jana Seidel, stellvtr. Vorsitzende

Sadaf Balutsch, Vorstandsmitglied

Stanka Dimova, Vorstandsmitglied

Sebastian Reißig, Vorstandsmitglied / Geschäftsführer

Sebastian Reißig

Sebastian Reißig

Geschäftsführer

Tel. 03501 461 416 4
s.reissig@aktion-zivilcourage.de