Mediensucht, Cybermobbing, Abofalle… Schlagworte, die viele Eltern hellhörig werden lassen und in Angst und Schrecken versetzen. Schließlich verbringen Kinder mit rund 241 Minuten täglich einen Großteil ihrer Freizeit im Internet. Besonders Heranwachsende nutzen dort Soziale Medien wie WhatsApp, YouTube, Instagram, Snapchat oder TikTok.

Die Netzwerke dienen ihnen zur Kommunikation mit Freunden und der schnellen Informations-gewinnung, oft stoßen sie hier aber ebenso auf Hasskommentare, Fake News oder sensibles Bildmaterial. Auch der Schulalltag ist davon betroffen: Egal, ob peinliche Bilder im Klassenchat oder das unerlaubte Mitschneiden des Unterrichtgeschehens. Lehrkräfte und Eltern sind sich einig: Hier muss etwas getan werden! „Schule und digitale Demokratie“, das Medienprojekt des Sächsischen Ministeriums für Kultus und dem Verein Aktion Zivilcourage, will Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen den Herausforderungen und Entwicklungen der modernen Netzkultur zu begegnen. Während einer zweijährigen Betreuung werden auch Lehrkräfte und Eltern im Umgang mit den Sozialen Medien fit gemacht.

Ziel ist es, Schulen in der Erarbeitung nachhaltiger Angebote zur Förderung einer digitalen und partizipativen Schulkultur zu begleiten

In Workshops, Fortbildungen und Elternabenden werden Themen wie Cybermobbing, Datenschutz, Hass und Diskriminierung in den Sozialen Netzwerken und deren Bedeutung für die politische Meinungsbildung und Entscheidungsfindung besprochen. Um nachhaltig zu wirken, werden Schülerinnen und Schüler im zweiten Projektjahr zu sogenannten Medienscouts ausgebildet und können anschließend ihr erlerntes Wissen an jüngere Klassen weitergeben.

Fünf neue Partnerschulen für das Schuljahr 2022/2023

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurden fünf neue Schulen in das Projekt aufgenommen: das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha, die Christian-Gottlob-Frege-Oberschule Leipzig, die Oberschule Schönau/ Siegmar, die Oberschule Innenstadt Görlitz und die Schule zur Lernförderung „Heideschule Radeberg“. Die Aktion Zivilcourage e.V. heißt die hinzukommenden Projektschulen herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit!

Insgesamt nehmen aktuell am Projekt „Schule und digitale Demokratie“ vier Gymnasien, vier Oberschulen und zwei Förderschulen teil. Zum sachsenweiten Netzwerk, in das alle ehemaligen und derzeitigen Partnerschulen aufgenommen werden, gehören mittlerweile 20 Schulen.

Sie haben Fragen zum Projekt? Weitere Informationen finden Sie unter www.sud-sachsen.de. Sie erreichen die Projektverantwortlichen unter sud@aktion-zivilcourage.de.

Hinweis: Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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Anne Neuber

Referentin (Büro Dresden)

Alena Hegedüs

Referentin (Büro Dresden)