Seifhennersdorf, Taucha, Wilsdruff, Pulsnitz und Dresden – Schulen aus diesen fünf Städten werden mit Beginn des Schuljahres in Sachen Medienbildung fit gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus setzt sich das Projekt „Schule und digitale Demokratie“ für die Erhaltung demokratischer Werte im Internet ein und sensibilisiert die Schulgemeinschaft für die Chancen und Herausforderungen sozialer Netzwerke. 

Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Desinformation

Privatleben und Unterricht haben sich im letzten Jahr stark ins Internet verlagert. Neben positiven Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung sind auch negative Auswirkungen spürbar. Beleidigungen und Demütigungen in den sozialen Netzwerken haben stark zugenommen, auch unter Jugendlichen.  Immer häufiger trifft man zudem im Internet auf Hasskommentare und gezielte Falschnachrichten. Um die demokratische Kultur auch im digitalen Raum verteidigen zu können, bedarf es einer ausgeprägten Werte- und Medienkompetenz. Diese möchte das Projekt "Schule und digitale Demokratie“ Schülerinnen und Schülern vermitteln. Gleichzeitig sollen aber auch Lehrkräfte und Eltern für das Thema sensibilisiert werden.

Fünf neue Partnerschulen für das Schuljahr 2021/2022

In das seit 2019 laufende Projekt, werden 2020/2021 fünf Schulen aufgenommen. Neu in diesem Schuljahr begrüßt die Aktion Zivilcourage e.V. das Oberland-Gymnasium in Seifhennersdorf, das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha, das Gymnasium in Wilsdruff, die Ernst-Rietschel-Oberschule in Pulsnitz und das Förderzentrum „Dinglingerschule“ mit dem Schwerpunkt Lernen in Dresden. Insgesamt nehmen damit am Projekt vier Gymnasien, vier Oberschulen und zwei Förderschulen teil. Zwei Jahre lang erhalten die Schulen im Rahmen des Projektes Workshops für Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Falschnachrichten, Hassrede, Cybermobbing oder Meinungsbildung in den sozialen Netzwerken. Lehrkräfte werden in Fortbildungen zu den Chancen und Herausforderungen sozialer Netzwerke oder der Arbeit mit interaktiven Tools geschult. Eltern erhalten Informationsabende zu Themen wie Mediensucht und erhalten Einblicke in die Lebenswelt ihrer Kinder.

Gründung eines Netzwerkes aus bestehenden und ehemaligen Partnerschulen

Um den Kontakt zu ehemaligen Partnerschulen zu halten und sich aktiv im Bereich Medienbildung bzw. Digitalisierung austauschen zu können, wird für bestehende und ehemalige Partnerschulen ein Online-Forum etabliert.

Weitere Informationen

Sie haben Fragen zum Projekt? 

Weitere Informationen finden Sie unter www.sud-sachsen.de. Sie erreichen die Projektverantwortliche Yvonne Bonfert unter sud@aktion-zivilcourage.de