Worum geht es im Projekt?

Gemeinsam mit jungen Menschen besuchen wir Gedenkstätten und kommen zur aktuellen Relevanz von Erinnerungsarbeit ins Gespräch. Das Angebot umfasst Führungen und Workshops in verschiedenen Gedenkstätten.

Wen wollen wir erreichen?

Das Projekt richtet sich an junge Menschen im Alter von 13–27 Jahren.

Was sind die Ziele (der Förderung)?

Wir kommen mit jungen Menschen am historischen Ort ins Gespräch über den Nationalsozialismus. Dabei ist es das Ziel historisches Wissen zu erlangen und Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen. Insbesondere die allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird dabei in den Fokus gesetzt.

Wer fördert das Projekt:

Das Projekt wird mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes über das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen" sowie Teilnehmendenbeiträge finanziert.

 

Erinnerung wach halten

Bisher wurden etwa 20 Fahrten unternommen und die Gedenkstätten Theresienstadt und Auschwitz besucht.  

Im Jahr 2021 haben 56 Jugendliche an einem Gedenkstättenbesuch teilgenommen. Über die App Actionbound konnten sie die Gedenkstätte Theresienstadt eigenständig erkunden. In gemeinsamen Gesprächen wurde das Erlebte aufgearbeitet und die Frage gestellt: Welche Verantwortung tragen wir heute?

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Theresienstadt - Terezín heute erleben

Uns ist es wichtig junge Menschen darin zu stärken, sich für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen. Mit 46 Schüler:innen des „Glückauf-“ Gymnasiums in Altenberg sind wir daher im Oktober in die Gedenkstätte Theresienstadt gefahren. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbstständig mithilfe der App Actionbound das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Theresienstadt erkunden. Über Quizfragen, Informationsvideos und Tonbeiträge konnten die Jugendlichen einen Einblick in die Geschichte des Lagers bekommen. Eine GPS-geführte Tour leitete sie dabei durch die ganze Stadt. Im Anschluss gab es Zeit für Gespräche und Fragen, um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Ergänzt wurde dieser Austausch durch das Kennenlernen des Freiwilligen-Teams, das vor Ort Gruppen durch die Gedenkstätte führt. Gemeinsam diskutierten wir die Frage: Welche Verantwortung tragen wir heute?

Dabei heben die Jugendlichen den Mut hervor, sich für Menschenrechte einzusetzen, wenn diese missachtet werden. Doch auch mit offenen Augen durch die eigene Stadt zu gehen, mehr über dortige Gedenkorte und deren Geschichte zu erfahren, nehmen sie sich vor. Abschließend weist ein Schüler daraufhin, dass wir uns angesichts der Geschehnisse vor allem unserer heutigen Freiheit stärker bewusst werden sollten.

Auschwitz - Oświęcim heute erkunden

Es ist neblig, als wir das Eingangstor des Stammlagers durchqueren. „Arbeit macht frei“ steht über unseren Köpfen und unser Guide erzählt uns, dass über 6 Millionen Jüdinnen und Juden durch den Holocaust getötet wurden. Die Gefühle sind gemischt.

Mit zwei Gruppen haben wir in diesem Jahr die Gedenkstätte Auschwitz besucht. Die Jugendlichen kamen vom „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde und von der Marie-Curie-Oberschule Dohna und haben sich diese Bildungsfahrt selbst ausgesucht.

Neugier und Abscheu begleiten uns auf dem Weg in die Gedenkstätte. Einerseits wollen wir wissen, was den Menschen hier angetan wurde, andererseits herrscht schiere Fassungslosigkeit über das Ausmaß der Grausamkeit. „Wie können Menschen dazu fähig sein?“, ist eine der Fragen, die die Jugendlichen lange beschäftigt. Mit einem Workshop zum Thema Täterspuren versuchen wir, Antworten zu finden. Letztlich bleibt das unwohle Gefühl, dass es keine einfache Antwort auf diese Frage gibt.

Beim Besuch im Stammlager und in Auschwitz-Birkenau stellt sich uns auch die Frage, ob wir noch dafür verantwortlich sind, was vor über 75 Jahren passiert ist. Und ganz klar können wir diese Frage mit einem Nein beantworten. Aber auch auf ein Zitat in der Gedenkstätte weisen die Schüler:innen hin: „Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben“ – Primo Levi, Überlebender des KZ Auschwitz. Eine Schülerin sagt dazu: „Ich möchte mehr über Auschwitz wissen, um darüber aufzuklären, was hier passiert ist, wenn Menschen z. B. behaupten, es hätte den Holocaust nicht gegeben.“

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Yvonne Bonfert

Referentin

Schulen ab Klasse 7, Workshop-Anfragen und Fachkonferenzen

Tel. 03501 460 880
y.bonfert@aktion-zivilcourage.de

Julia Miller

Referentin

Gemeinsam Erinnern

Heute ist der 13. Februar und vielerorts wird an die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg erinnert und ein Zeichen für den Frieden gesetzt. .

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Zeitzeuginnengespräch zum Film Schindlers Liste

Am 29.04.2021 kamen wir mit Prof. Erika Rosenberg zu den Hintergründen zum Film Schindlers Liste ins Gespräch. .

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