Der gesellschaftliche Zusammenhalt in den Kommunen ist am stärksten, wenn die drei Säulen Verwaltung, Innere Sicherheit und Zivilgesellschaft gut vernetzt sind. Hier setzen wir an und koordinieren den Austausch zwischen zentralen Verantwortungstragenden. Dabei bieten wir Fortbildungen und Beratungsangebote an, die auf die Bedürfnisse und Ressourcen vor Ort zugeschnitten sind. 

Unsere langjährigen Erfahrungen haben uns zahlreiche Erkenntnisse gelehrt, wie Beteiligung sinnvoll gestaltet werden kann. Wir legen dabei großen Wert auf kontroversitätsgebundene Entscheidungsfindungen und zielorientierter Netzwerkbildung. 

Teilhabe, Mut und Engagement

Unser Ziel ist es, die demokratische Teilhabe aller Akteursgruppen einer Kommune zu stärken. Wir unterstützen und vernetzen relevante Akteure der Inneren Sicherheit, der Verwaltung und der Zivilgesellschaft und geben ihnen die Möglichkeit,

  • sich bei Fortbildungen und Workshops zu aktuellen relevanten Themen und Herausforderungen auf Grundlage des Beutelsbacher Konsenses weiterzubilden und zu informieren;
  • neue Impulse für die eigene Arbeit in Vereinen, Verbänden und Kommunen durch Kompentenzerweiterung in den Themenbereichen Projektmanagement, Fördermittel, Öffentlichkeitsarbeit, Moderation und Rhetorik sowie Umgang mit Kontroversität und Neutralität zu gewinnen;
  • die Zielrichtung des eigenen Arbeitsschwerpunktes effektiv den Bedarfen und Erfordernissen ihrer Kommunen anzupassen;
  • Methoden effektiver und zielgerichteter Organisation und Durchführung von Beteiligungsprozessen und Veranstaltungen kennenzulernen;
  • Zugang zu praktischen Arbeitshilfen, Materialien, Ressourcen, Erfahrungen und fachkundige Expertinnen und Experten zu erhalten; 
  • sich mit zentralen Akteuren vor Ort und darüber hinaus auf Ebene der Kommunen, der Landkreise und des Freistaates zu vernetzen.
Zielgruppen
  • Beschäftigte und Verantwortungstragende der kommunalen Verwaltung
  • Engagierte und Verantwortungstragende aus Verbänden, Vereinen und Initiativen
  • Beschäftigte und Verantwortungstragende aus dem Bereich der Inneren Sicherheit
  • Lokale Gremien und kirchliche Institutionen
  • Akteure ländlicher Kommunen in Sachsen
Fortbildungen, Beratungsangebote und Moderation

Wir bieten offene Fortbildungen, die der Kompetenzstärkung dienen und an die Bedarfe der Teilnehmenden ausgerichtet sind, beispielsweise:

  • Moderation und Rhetorik
  • Umgang mit Konflikten auf kommunaler Ebene
  • Koordinierung effektiver Netzwerkstrukturen
  • Projektmanagement und Finanzierung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • wirkungsorientierte Projektsteuerung
  • partizipative Beteiligungsmethoden

Darüber hinaus bieten wir Ihnen vielfältige Beratungsangebote, z. B.:

  • zur Demokratieförderung
  • Umgang mit demokratiefeindlichen Phänomenen in Sachsen
  • Unterstützung und Begleitung von Projekten
  • Moderation, Beratung und Begleitung unterschiedlicher Gremien und Prozesse

Gern entwickeln wir für Sie ein individuell gestaltetes Workshop-Angebot. Bitte sprechen Sie uns hierfür an.

Angebot "Krisen-Dialog-Zukunft"

In Krisenzeiten droht der gesellschaftliche Zusammenhalt an politischen Meinungsverschiedenheiten, die für unüberwindbar gehaltenen werden, zu scheitern. Ein angemessener Austausch von Argumenten zwischen Andersdenkenden ist oft kaum mehr möglich. Zugleich ist Dialog notwendig, um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Wir widmen uns diesem Thema wissenschaftlich und wollen herausfinden, wie Bürgerbeteiligung erfolgreich gestaltet werden kann.

Wir befragen aktuell Mitarbeitende in den Verwaltungen sächsischer Kommunen zu ihren Erfahrungen mit Bürgerdialogen und ihren Wünschen in Bezug auf Bürgerbeteiligung. 

Dialog verhindert Spaltung

Über 400 Bürgermeister/innen wurden ausführlich schriftlich befragt. Wir hoffen, durch diese Umfrage ein umfangreiches Datenmaterial zusammenzutragen. Unser Ziel ist es, neue Erkenntnisse zum Umgang mit Konfliktsituationen und zu den Herausforderungen vor Ort zu gewinnen. Mit den Erkenntnissen möchten wir Kommunen zukünftig bei der Durchführung von Bürgerdialogen besser beraten und unterstützen.

Bürgerdialoge

Zugleich führen wir derzeit gemeinsam mit der Initiative gesprächsbereit und der Verwaltung der Stadt Dresden in mehreren Dresdner Stadtteilen prozessorientierte Bürgerdialog zu verschiedenen streitbaren Themen durch.

Der erste Dialog fand am 26.11.2018 um 19 Uhr im K9 auf der Katharinenstraße 9 in der Dresdner Neustadt zum Thema „Sicherheit – Ordnung – Sauberkeit“ statt. Anwohner und andere Interessierte waren dazu eingeladen, sich mit dem Stadtbezirksamtsleiter, der Stadtteilkümmerin, Vertretern der Polizei und anderer Ämter sowie ihren Mitbürgern über die aktuelle Situation in der Neustadt auszutauschen und Lösungsmöglichkeiten für Probleme zu entwickeln. Der nächste Dialog findet am 4.6.2019 im Gymnasium Tolkewitz zum Thema "Lebensraum Tolkewitz" statt.

Fragen zum Angebot?

Weitere Informationen zum finden Sie hier oder bei Julia Schindler: j.schindler@aktion-zivilcourage.de

Thérapie Sociale - Ausbildung von Moderator/innen für Dialogveranstaltungen

Die Thérapie sociale ist eine Interventionsmethode, die in den 1980er Jahren von dem französischen Pädagogen und Psychotherapeuten Charles Rojzman entwickelt wurde. Seitdem bringt er weltweit Menschen dort wieder zusammen, wo das gesellschaftliche Zusammenleben krankt, um den Zusammenhalt und die Fähigkeit zur Kooperation in sozialen Gruppen wiederherzustellen.

Das Besondere der Methode ist die Haltung der Gruppenleitung, welche eine Atmosphäre schafft, in der sich Menschen ohne Angst, Vorurteile, Verachtung und einander in „echten“ Gesprächen zugewandt begegnen können und beginnen, Gewalt in Konflikt zu wandeln und wieder konstruktiv miteinander umzugehen.

In Dialogveranstaltungen in einigen Stadtteilen konnten sich zuletzt auch Dresdner/innen ein Bild von der Thérapie Sociale machen. Daraus erwachsen ist die Initiative „Gesprächsbereit“, mit der Aktion Zivilcourage e. V. eine Moderatorenausbildung und weitere Stadt(teil)dialoge durchführt.

Inhalte

In 20 Tagen á 7 Modulen werden 25 Teilnehmer/innen von Charles Rojzman in Moderationsmethoden der Thérapie sociale ausgebildet. Parallel initiieren, organisieren und leiten diese Moderator/innen Dialogveranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen Dresdens und in weiteren Kommunen. Ziel ist es, eine Verbesserung der politischen Kultur in Dresden und Umgebung zu bewirken, die demokratischen Kompetenzen der teilnehmenden Bevölkerung zu stärken und die Möglichkeiten für eine Verantwortungsübernahme durch die Bürgerschaft zu erhöhen.

Zielgruppen

  • Moderationsausbildung: Multiplikator*innen der Zivilgesellschaft, Mitarbeiter*innen in Stadtverwaltungen
  • Stadtteildialoge: Interessierte Bürger*innen aus konträren Meinungslagern

Angebote

  • Initiierung und Durchführung von Dialogveranstaltungen in Städten und Stadtteilen
  • Leitung durch ein in Methoden der Thérapie sociale ausgebildetes Moderator/innenteam

Finanzierung

Courage!Congress

Die Aktion Zivilcourage e. V. lädt in Kooperation mit dem Bundesnetzwerk für Zivilcourage und dem Courage!Office ein zum

5. Courage!Congress 2019

am 15. und 16. November 2019 im Seminarzentrum Gut Frohberg, Käbschütztal bei Meißen (Sachsen)

Einen vorläufigen Programmüberblick erhaltet ihr hier.

Ob im Netz oder auf der Straße:
Welche Strategien braucht es online und offline, um couragiert eingreifen zu können. Thematischer Schwerpunkt ist dieses Jahr Zivilcourage im Spannungsfeld zwischen virtueller und analoger Welt.

Der Courage!Congress wurde 2012 vom Bundesnetzwerk!Zivilcourage initiiert und wird abwechselnd von den Mitgliedern des Netzwerkes ausgerichtet. In diesem Jahr übernimmt die Aktion Zivilcourage e. V. die Organisation.

Folgende Fragestellungen werden während des Kongresses in Vorträgen, Workshops und interaktiven Arbeitsphasen bearbeitet:

  • Wie wirken sich Digitalisierung und soziale Medien auf die gesamtgesellschaftliche Meinungsbildung und Diskurskultur aus?
  • Welche Veränderungen lassen sich in der analogen Kultur konstatieren?
  • Welche zivilcouragierten Handlungsstrategien gibt es online und offline?

Programmplanung (Stand 17.10.2019)

Freitag, 15. November 2019

10.00   Begrüßung und Eröffnungsvortrag: Zivilcourage verstehen – Einblicke in die Erkenntnisse und Herausforderungen psychologischer Forschung | Dr. Julia Saße | Max-Planck-Institut Bonn
11.00   Theoretische Impulse: Zivilcourage in der Wissenschaft

  1. Psychologische Ansätze zu Zivilcourage | Dr. Julia Saße | Max-Planck-Institut Bonn
  2. Soziologische Perspektiven auf Zivilcourage | Dr. Anna Halmburger | Universität der Bundeswehr München
  3. III. Medienwissenschaftliche Perspektive auf Hass im Netz: Hate speech and disinformation on social media | Monika Hübscher PhD Fellow | Haifa Center for German and European Studies & Fondation pour la Mémoire de la Shoah

12.30   Mittagessen
13.30   Begegnungsforum: Marktplatz der Zivilcourage mit thematischen Meeting-Points
15.00   Workshopsession: Zivilcourage in der analogen Welt

  1. Zivilcouragetraining für Erwachsene | Max Stiefenhofer | Selbstwerk Dresden
  2. Zivilcourage mit Jugendlichen | Sven Richter | Theaterfechten Glashütte
  3. Fachforum zu Methoden der Zivilcourage und Qualitätsstandards | Bundesnetzwerk!Zivilcourage

18.30   Abendessen
20.00   Inoffizielles Abendprogramm

Samstag, 16. November 2019

09.00   Begrüßung und Informationen aus dem Bundesnetzwerk!Zivilcourage
09.30   Workshopsession: Zivilcourage in der digitalen Welt

  1. Kompetent im Umgang mit Shitstorms, Trollen und Social Bots | Jolanda Spiess-Hegglin | netzcourage.ch
  2. Privatpersonen stärken für den Umgang mit Hass im Netz und eine konstruktive mediale Kommunikationskultur | Annalena Schmidt | Netzaktivistin/Bloggerin
  3. Fachforum zu Methoden der digitalen Zivilcourage | Georg Spindler | Die MedienMacher AGJF Sachsen e.V.

12.30   Mittagessen
13.30   Abschlussvortrag:
Verschränkungen zwischen digitaler und analoger Zivilcourage | Jolanda Spiess-Hegglin | netzcourage.ch
14.00   Offenes Treffen des Bundesnetzwerk!Zivilcourage: Wie können wir gemeinsam Zivilcourage stärken?
15.30   Verabschiedung

Tagungsort

Tagungshaus: Der Courage!Congress findet im Seminarzentrum Gut Frohberg, Schönnewitz 9, 01665 Käbschütztal / Krögis statt.

Anmeldung

Anmelden können Sie sich bis zum 10. November 2019. Die Anmeldung erfolgt per Mail an Yvonne Bonfert: y.bonfert@aktion-zivilcourage.de, Tel.: 03501/460880

Die Tagungsgebühr beträgt 100,00 Euro. Darin sind eine Übernachtung sowie die Verpflegung im Tagungshaus enthalten.

Auf Wunsch, kann ein Shuttle Service vom Bahnhof Meißen (Sachsen) zum Gut Frohberg in Anspruch genommen werden.

 

Der Courage!Congress wird durch die Aktion Zivilcourage e.V. gestaltet in Kooperation mit: 

Logo BundesnetzwerkLogo Courage Office

Cobler Stiftung Logo

 

 

Frag uns

Das Bild zeigt unseren Mitarbeiter Andreas Tietze

Andreas Tietze

Referent

Beratung von Kommunen, Vereinen und Verantwortlichen

Tel. 03501 460 882
a.tietze@aktion-zivilcourage.de

Das Bild zeigt unseren Mitarbeiter Markus Mehnert.

Markus Mehnert

Referent

Beratung von Kommunen, Vereinen und Verantwortlichen

Tel. 03501 460 882
m.mehnert@aktion-zivilcourage.de

Julia Schindler

Julia Schindler

Referentin

Krisen-Dialog-Zukunft

Tel. 03501 462 901 6
j.schindler@aktion-zivilcourage.de

Petra Schweizer-Strobel

Petra Schweizer-Strobel

Referentin

Krisen - Dialog - Zukunft

Tel. 03501 462 901 6
p.schweizer-strobel@aktion-zivilcourage.de

Ausschreibung zur Ausbildung von Moderator*innen für Krisensituationen

10. Oktober 2019

Moderation Aktion Zivilcourage Sachsen

Bis zum 01.11.2019 können sich Interessierte mit Lebensmittelpunkt in Sachsen für die zertifizierte Au-bildung "Moderator*in für Krisensituationen" der SLpB, der Aktion Zivilcourage e. V. und der FH Münster bewerben.

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Courage!Congress 2019 am 15.-16.11.

5. Bundeskongress für Zivilcourage

7. Oktober 2019

Bundeskongress Zivilcourage Aktion Zivilcourage

Ob im Netz oder auf der Straße:
Welche Strategien braucht es online und offline, um couragiert eingreifen zu können. Thematischer Schwerpunkt ist dieses Jahr Zivilcourage im Spannungsfeld zwischen virtueller und analoger Welt.

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