Kein Geld mehr für Zivilcourage: 20 Jahre gute Zusammenarbeit bekommt Dämpfer

29. April 2020

Besuch bei der Feuerwehr

Der Pirnaer Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 21. April 2020 durch die Stimmen der Alternativen für Deutschland (AfD), der Freien Wähler (FW) und von „Pirna kann mehr“ eine wichtige Förderung für den Verein Aktion Zivilcourage e.V. gestrichen. „Die Entscheidung bedauern wir sehr. In der mehr als 20 Jahre andauernden erfolgreichen und guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Pirna, ist das ein trauriger Dämpfer“, so Franz Werner, Projektleiter der Aktion Zivilcourage e.V. „Dadurch drohen Projekte wie „Die gläserne Stadt“ wegzubrechen, die insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine Bindung zu ihrer Heimat, der Stadt Pirna, herstellen. Es gibt keine vergleichbaren Angebote von staatlicher Seite“, ergänzt Franz Werner.

„Umso mehr möchten wir den Stadtratsfraktionen der CDU, Die Linke und SPD/Grüne danken, dass sie die Arbeit der Aktion Zivilcourage e.V. unterstützen“, stellt der Geschäftsführer Sebastian Reißig klar. Nicht zuletzt die gute Zusammenarbeit mit Feuerwehr-, Gerichts-, Polizei- und Verwaltungsbehörden zeigen zudem, dass die Arbeit des Vereins überregional geschätzt und gewünscht wird. Darüber hinaus zeigt sich der Verein sehr dankbar über die zahlreich eingegangenen Unterstützungsbekundungen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ko-Finanzierungen sind essentiell

Die Arbeit des Vereins - und das betrifft auch die Pirnaer Projekte - wird zum Teil von Ministerien und Stiftungen unterstützt. Dabei sind Ko-Finanzierungen durch regionale Partner essentiell. Die nunmehr wegbrechende Ko-Finanzierung gefährdet die Gesamtprojekte. „Mit dieser Entscheidung gräbt man am Fundament unserer Arbeit“, kritisiert Sebastian Reißig die Stadtratsentscheidung.

Der Vorstand der Aktion Zivilcourage ist auch über die Auffassung der Stadtratsfraktionen AfD, Freie Wähler und von „Pirna kann mehr“ zur kommunalen Fördermittelvergabe irritiert. Entgegen der öffentlichen Darstellungen der Fraktionen, mit den für die Aktion Zivilcourage e. V. vorgesehenen Fördermitteln andere Vereine und Organisationen in Pirna zu unterstützen, ist dies bisher nicht erfolgt und auch aktuell nicht vorgesehen.

Projekte machen Kinder und Jugendliche fit

Die zwei Kernprojekte „Starke Kinder und Jugendliche vor Ort“ und „Die gläserne Stadt“ machen Kinder und Jugendliche in Pirna im Umgang mit Streitsituationen fit und zeigen ihnen zudem die Funktionsweise einer kommunalen Infrastruktur und wie eine Gesellschaft in einer Stadt wie Pirna funktioniert. „Wenn man beide Projekte pauschal kritisiert, ohne auch nur ein Gespräch zu suchen, hat man weder die Angebote kennengelernt, noch sich die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen. Erstaunlicherweise wird dadurch ein Projekt gefährdet, das bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an ihrer Stadt und ihrer Heimat wecken soll“, zeigt sich Sebastian Reißig verwundert.

Für Rückfragen steht Euch Geschäftsführer Sebastian Reißig unter s.reissig@aktion-zivilcourage.de oder 03501 460880 gern zur Verfügung.