Gegen Beleidigungen im Netz – Medienprojekt der Aktion Zivilcourage begleitet 10 Schulen

17. August 2020

Medienprojekt Aktion Zivilcourage

Aggressivität im Internet ist ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem und nimmt zunehmend demokratiegefährdende Ausmaße an. Beleidigungen, Hass und Fake-News in den sozialen Medien gefährden den öffentlichen Diskurs. Um die demokratische Kultur auch im Netz verteidigen zu können, bedarf es einer ausgeprägten Werte- und Medienkompetenz.

Diese möchte das Projekt "Schule und digitale Demokratie “Schüler*innen vermitteln. Gleichzeitig sollen aber auch Lehrkräfte und Eltern für das Thema sensibilisiert werden. Insgesamt werden im Schuljahr 2020/2021 fünf Schulen in das bereits laufende Projekt aufgenommen. 

Gemeinsam für eine wertschätzende Digitalkultur

In den sozialen Netzwerken wird diskutiert, geteilt und produziert. Aber auch beleidigt und provoziert. Durch Hassrede, Cybermobbing oder Falschmeldungen ist der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet. Davon bleibt auch der Schulalltag nicht verschont. Das Projekt "Schule und digitale Demokratie“ unterstützt Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte dabei, diesen Herausforderungen zu begegnen und gemeinsam über Chancen der modernen Netzkultur ins Gespräch zu kommen.  

Das Projekt ist eine Kooperation der Aktion Zivilcourage e.V. mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und wird im Rahmen der Umsetzung des Handlungskonzeptes „W wie Werte“ durchgeführt.

Fünf neue Projektschulen für das Schuljahr 2020/2021

Bereits im vergangenen Schuljahr wurden fünf sächsische Schulen in das Projekt aufgenommen. Mit den fünf neuen Schulen nehmen nun insgesamt 10 sächsische Schulen an "Schule und digitale Demokratie" teil. Die Auswahl erfolgte anhand mehrerer Kriterien wie Bedarf und Motivation der Schule oder gerechte Verteilung (geographischen Lage) der Schulen.

Neu an Bord sind die Oberschule "Martin Andersen Nexö" aus Zschopau, die Marie-Curie-Oberschule aus Dohna, die Oberschule "Geschwister Scholl" Freital-Hainsberg, das Karl-Schmitt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz sowie die Schule Grünau (Förderzentrum) bei Leipzig. 

Weiterhin dabei sind das Freie Gymnasium Naunhof, das Gymnasium Dreikönigschule Dresden, die Oberschule "Am Planetarium" Hoyerswerda, die Oberschule "Arthur-Kiessling" Königsbrück und die Oberschule Rechenberg-Bienenmühle.

Die Schulen erhalten im kommenden Schuljahr Bildungsveranstaltungen für Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern zu Themen wie Beleidigungen im Klassenchat, Cybermobbing, Fake-News oder digitales Engagement. 

Die Aktion Zivilcourage e.V. heißt die neuen Projektschulen herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit! 

Weitere Infos zum Projekt

Sie haben Fragen zum Projekt? Weitere Informationen finden Sie unter www.sud-sachsen.de. Sie erreichen die Projektverantwortlichen unter sud@aktion-zivilcourage.de

Hinweis: Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.