Worum geht es im Projekt?

Demokratie lebt von den Menschen, die sich für das Gemeinwesen in ihren Kommunen einsetzen. Immer wieder sind diese Menschen Angriffen ausgesetzt. Was können Kommunen tun, um Engagierte zu unterstützen? Was braucht die Zivilgesellschaft, um sich gegen Anfeindungen zu schützen? Wie können Akteure vor Ort gemeinsam gegen Bedrohungen vorgehen?

Wen wollen wir erreichen?

Unter Einbeziehung bereits existierender kommunaler bzw. regionaler Beratungsstrukturen ermitteln wir die Bedarfe für Schutzkonzepte in den Partnerkommunen/Landkreisen. Auf Grundlage dieser Bedarfe entwickeln wir zusammen mit Zivilgesellschaft, politisch Verantwortlichen und Sicherheitsbehörden Maßnahmen.

Was sind die Ziele (der Förderung)?

Ziel des Projekts „Zivilgesellschaft stärken und schützen“ ist es, neue Konzepte zu entwickeln und zu erproben, die zivilgesellschaftlich Engagierte unterstützen, sie empowern und wirksam vor Anfeindungen und Übergriffen schützen. Dazu arbeiten wir bundesweit mit 11 Kommunen/Landkreisen.
 

Wer fördert das Projekt:

 

Zur Realisierung werden im Zeitraum 01.12.2021 – 31.12.2023 folgende Schritte unternommen:

Bedarfsanalyse

Es werden 11 Gebietskörperschaften ausgewählt, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als lokale „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert werden und in denen zivilgesellschaftlich und ehrenamtlich Engagierte regelmäßig Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind. Der Projektträger erhebt in den Partnerkommunen die Bedrohungslagen anhand statistischer Daten und erfasst die Erfahrungen der Betroffenen in strukturierten Expert:inneninterviews.

Darauf aufbauend folgt eine Bedarfsanalyse für Schutzkonzepte in den Partnerkommunen unter Einbeziehung von bereits existierenden kommunalen bzw. regionalen Beratungsstrukturen.

Entwicklung

Auf Grundlage der Bedarfe werden Schutzkonzepte entwickelt, systematisiert sowie hinsichtlich ihrer Grenzen und Möglichkeiten kritisch geprüft.

Betroffene, politisch Verantwortliche und Sicherheitsbehörden besprechen und entwickeln die erarbeiteten Konzepte in gemeinsamen Beratungen mit dem Projektträger weiter und überführen sie schließlich in eine praktische Erprobung.

Anwendung

Während der Erprobungsphase begleitet das Projekt die zivilgesellschaftlichen Akteur:innen und Partnerkommunen engmaschig.

Wirkungen und Praktikabilität der Schutzkonzepte werden systematisch evaluiert. Neben den Bedürfnissen der betroffenen zivilgesellschaftlichen Akteure steht dabei die Umsetzbarkeit für die beteiligten Partnerkommunen im Fokus.

Das Projekt stellt individuell bedarfsorientiert einen kontinuierlichen Austausch unter den beteiligten Gruppen sicher, so dass ein vertrauensvolles Miteinander geschaffen und die Potentiale einer vernetzten Zusammenarbeit freigesetzt werden können.

Transfer

Die Ergebnisse der Evaluation der erprobten Schutzkonzepte werden systematisiert und aufbereitet. Hier liegt das Augenmerkt besonders auf Strategien zum Transfer der erprobten Konzepte in kommunalen Regelstrukturen und die Übertragbarkeit auf weitere Kommunen mit ähnlichen Problemlagen.

Das Projekt erstellt umfangreiche Informations- und Bildungsmaterialien und stellt die gewonnenen Kenntnisse in Publikationen und Schulungen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Frag uns

Phillip Koller

Referent

Beratung für Zivilgesellschaft & Kommunen

Tel. 0176 137 142 95
p.koller@aktion-zivilcourage.de

Dr. Cathleen Bochmann

Referentin

Beratung für Zivilgesellschaft & Kommunen

Tel. 03501 - 460 882 | Mobil: 0176 137 142 90
c.bochmann@aktion-zivilcourage.de

Viele unserer Angebote werden nur anteilig von verschiedenen Mittelgebern gefördert. In der Regel müssen wir einen Eigenanteil von 10 bis 30 Prozent bereitstellen. Zusätzlich sind Fördermittel stets befristet und unterliegen immer dem Risiko nicht weiterfinanziert zu werden. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass die Ziele und Vision der Aktion Zivilcourage e. V. von vielen engagierten Menschen aus der Zivilgesellschaft mitgetragen werden.

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Was tun, wenn Kommunalpolitik unter Druck gerät?

Vom 16./17.11.2022 gaben Expertinnen und Experten der kommunalen Diskussions- und Streitkultur der Aktion Zivilcourage e. V. .

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