Bei den Weimarer Gesprächen 2026 ging es um eine zentrale Frage unserer Zeit: Wie können Staat und Gesellschaft wieder stärker gemeinsam Verantwortung übernehmen?
Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen. Gleichzeitig braucht sie staatliche Strukturen, die handlungsfähig sind, zuhören und Beteiligung ernst nehmen. Zwischen diesen beiden Polen – Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger und Leistungsfähigkeit des Staates – bewegten sich die Weimarer Gespräche 2026.
Sebastian Reißig, Geschäftsführer der Aktion Zivilcourage e. V., brachte dabei Erfahrungen aus der Praxis der Demokratieförderung ein. Besonders im Mittelpunkt stand die Frage, wie Vertrauen entsteht, wenn Menschen vor Ort Beteiligung erleben, Konflikte bearbeiten und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Beteiligung braucht Wirkung
Viele Menschen sind bereit, Zeit, Ideen und Engagement einzubringen. Doch Beteiligung darf nicht folgenlos bleiben. Wenn Menschen erleben, dass ihr Einsatz keine sichtbare Wirkung hat, kann Vertrauen beschädigt werden.
Deshalb braucht gute Beteiligung Klarheit: Was ist möglich? Wer entscheidet? Was geschieht mit den Ergebnissen? Gerade in Kommunen ist diese Verbindlichkeit entscheidend. Denn dort zeigt sich Demokratie nicht abstrakt, sondern ganz konkret – im Gespräch mit Verwaltung, Politik, Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften.
Zuversicht durch Engagement
Neben den Sorgen um gesellschaftliche Polarisierung wurde bei den Weimarer Gesprächen auch Zuversicht sichtbar. Denn überall dort, wo Menschen sich engagieren, Verantwortung übernehmen und ansprechbar bleiben, entsteht demokratische Stärke.
Die Aktion Zivilcourage e. V. wird diesen Weg weitergehen: gemeinsam mit Menschen vor Ort, mit Partnerinnen und Partnern aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Bildung und Politik – und mit dem Ziel, Demokratie im Alltag erfahrbar zu machen.
Mehr Einblicke in unsere Arbeit erhalten Sie regelmäßig in unserem Newsletter: https://www.aktion-zivilcourage.de/newsletter
