Wie sieht Schule auf der anderen Seite der Grenze aus? Dieser Frage gingen Lehrkräfte aus Deutschland und Tschechien am 11. März 2026 beim pädagogischen Tag des Projekts CZ-D-Dialog in Česká Kamenice nach. Gastgeber war das Gymansium T. G. Masaryka – und schnell wurde klar: Der Tag bot weit mehr als nur einen Blick in ein anderes Schulgebäude.
Nach der Begrüßung durch Schulleiter Daniel Preisler starteten die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Erkundung der Schule. Dabei ging es nicht nur um Klassenräume und Fachkabinette, sondern auch um den Austausch über Unterricht, Schulorganisation und den Alltag von Lehrkräften in beiden Ländern. Viele Gespräche entstanden ganz nebenbei auf den Fluren – genau dort, wo Schule täglich lebt.
Besonders lebendig wurde es anschließend im Chemieraum. In einer Chemie-AG für Lehrkräfte wurde experimentiert, ausprobiert und diskutiert. Die praktischen Versuche sorgten für neugierige Blicke, kleine Aha-Momente und vor allem für viele Ideen, wie sich naturwissenschaftlicher Unterricht spannend gestalten lässt.
Am Mittag verlagerte sich der Austausch nach draußen: Bei einer Stadtführung durch Česká Kamenice führte Tereza Havlíčková die Gruppe zu einigen der markantesten Orte der Stadt. Vom Kirchturm über die Marienkapelle bis zur astronomischen Uhr erhielten die Teilnehmenden nicht nur Einblicke in die Geschichte der Region, sondern auch ein Gefühl für die kulturelle Vielfalt des Grenzraums.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen in der Schulkantine. In entspannter Atmosphäre wurden Eindrücke gesammelt, Kontakte vertieft und neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit im Projekt CZ-D-Dialog gesponnen.
Der pädagogische Tag zeigte eindrucksvoll: Wenn Lehrkräfte über Grenzen hinweg zusammenkommen, entstehen nicht nur neue Perspektiven auf Schule und Unterricht – sondern auch die Grundlage für lebendige deutsch-tschechische Kooperation.



