In der Stadtratssitzung der Großen Kreisstadt Pirna am 3. Februar 2026 wurden zwei bewährte Projekte der Aktion Zivilcourage e. V. von der Förderliste gestrichen – noch bevor über die eingereichten Anträge inhaltlich abgestimmt wurde.
Betroffen sind das Projekt „Die Gläserne Stadt“, in dem Kinder wichtige Institutionen wie Rathaus, Polizei und Feuerwehr kennenlernen, sowie unsere Workshops für starke Jugendliche an Pirnas Schulen.
Wir respektieren das Entscheidungsrecht des Stadtrats. Was wir jedoch vermissen, ist ein rechtsstaatlich sauberer Verfahrensweg. Wenn Förderanträge ohne inhaltliche Prüfung ausgeschlossen werden, steht mehr auf dem Spiel als ein einzelnes Projekt: Es geht um Vertrauen in demokratische Prozesse.
Außerdem wurde die über 23-jährige Kooperation zum „Markt der Kulturen“ beendet. Diese Entscheidung trifft vor allem die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, Vereine und Initiativen, die sich in einem langjährigen Netzwerk mit und für den „Markt der Kulturen“ engagierten.
Unabhängig vom weiteren Verfahren möchten wir unsere Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln, für Kinder, für Jugendliche, für Schulen und Ehrenamtliche in Pirna. Dafür brauchen wir jede helfende Hand, jeden klugen Gedanken und jeden Euro, der möglicherweise gespendet werden kann.
Aktualisierung, Pirna, 11.03.2026
In der gestrigen 2. Sondersitzung des Stadtrates der Großen Kreisstadt Pirna wurde der Beschluss vom 3. Februar 2026 wiederholt und zwei bewährte Projekte der Aktion Zivilcourage e. V. von der Förderliste gestrichen. Wir nehmen die Entscheidung des Pirnaer Stadtrates, unsere Projekte nicht zu fördern, zur Kenntnis.
Dabei teilen wir die aktuelle Rechtsauffassung der Stadtverwaltung Pirna. Wir betrachten gespannt das weitere kommunalpolitische Verfahren und vertrauen auf die bestehenden rechtsstaatlichen Prinzipien.

