Asyl-Schulkonferenz

Verein plant weitere Veranstaltungen

30. November 2015

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Sei es durch den Umgang mit Vorurteilen und Ängsten im Klassenzimmer oder durch Schüler/innen mit Migrationshintergrund, unter anderem in Klassen mit Deutsch als Zweitsprache.

Um sich über Fakten und Herausforderungen in der momentan heiß diskutierten Thematik auszutauschen, lud die Aktion Zivilcourage e. V. für den 26. November zu einer landkreisweiten Lehrerkonferenz in Pirna ein. Dieser Einladung folgten am vergangenen Donnerstag 130 Vertreter/innen von insgesamt 48 Grund- bis hin zu Berufsschulen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Schulische Integration

Dass diese Veranstaltung genau zum richtigen Zeitpunkt kam, wurde durch Rückmeldungen im Nachgang der Konferenz deutlich. So sagte eine Lehrerin aus Freital: „Eine wichtige Veranstaltung, die für uns Lehrer weitaus häufiger angeboten werden sollte.“

Hochspannend und ganz nah am Zeitgeschehen waren die Fachvorträge zu Hintergründen und Entwicklungen in Bezug auf Flucht und Asyl des Bundesamtes für Migration (BAMF), zu Aufgaben in der schulische Integration von Flüchtlingskindern der Sächsischen Bildungsagentur sowie zur Situation und zu Tendenzen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinsichtlich des Themas Asyl durch Landrat Michael Geisler.

Weiteres in Planung

In einem Vertiefungsteil erhielt das Lehrpersonal anschließend Anreize und sachkundiges Handwerkszeug zur Unterrichtsanwendung. So konnte man von einer Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht etwas zu Rechten und Pflichten von Asylbewerbern und Flüchtlingen erfahren und an einem Argumentationstraining der Landeszentrale für politische Bildung zum Thema Vorurteile und Ängste im Unterricht teilnehmen. Weiterhin stellte ein Lehrer des Glückauf-Gymnasiums Dippoldiswalde die von ihm initiierte AG „Begegnung fördern und Vielfalt erleben in der Schule“ vor und es gab einen Workshop mit Übungen und Methoden für den Unterricht.

„Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden und freue mich über das große Interesse an der Veranstaltung sowie die vielen positiven Reaktionen. Da es Informationsbedarfe in vielen Bereichen gibt, wollen wir in nächster Zeit Veranstaltungen von diesem Format vermehrt organisieren“, erklärte Sebastian Reißig, Geschäftsführer der Aktion Zivilcourage, im Nachgang der Veranstaltung.

Wenden Sie sich dazu gern an Ramona Meisel 
Tel.: 03501 / 460880 E-Mail: r.meisel@aktion-zivilcourage.de