DemokratieFabrikZusammenhalt
Worum geht es im Projekt?
Verantwortungstragende aus Verwaltungen, Organisationseinheiten der inneren Sicherheit und Vereinen zu unterstützen, ist für uns wesentlich. Da sich insbesondere in ländlichen oder strukturschwachen Räumen einerseits ein sinkendes Vertrauen in demokratische Funktionsweisen und Institutionen sowie andererseits ein Erstarken extremistischer Kräfte zeigt, werden Zielgruppen hauptsächlich in eben diesen Regionen angesprochen.
Wir unterstützen hierbei durch bedarfsspezifische Beratungsangebote, Moderationen oder Weiterbildungsformate. Zentral ist die Entwicklung von Resilienz als auch eine Wissensvermittlung in den Bereichen Extremismus, Vielfalt und Antidiskriminierung. Niedrigschwellige Austausch- und Vernetzungsformate auf kommunaler und regionaler Eben werden initiiert und im am Bedarf der Zielgruppen orientiert begleitet.
Zudem wird die Koordinierung der geförderten sächsischen Projekte im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ fortgeführt. Angestrebt wird hier unter anderem eine enge Vernetzung mit den Beratungsstrukturen des Förderprogramms „Demoktratie leben!“
Wen wollen wir erreichen?
Kernzielgruppen des Projektes sind Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Personen aus Verwaltungsstrukturen, die wir unter kommunale Verantwortungstragende zusammenfassen. Weiterführend richtet sich unsere Arbeit an Polizei und Ordnungsbehörden sowie zivilgesellschaftlichen Institutionen - Vereinen und Initiativen. Sie werden durch die Projektmitarbeitenden bei den vorliegenden Herausforderungen überparteilich und kontroversitätsgebunden begleitet.
Was sind die Ziele (der Förderung)?
Zentrale Ziele in der Projektarbeit sind
- die Beratung und Begleitung von kommunalen Verantwortungstragenden, Schlüsselpersonen der inneren Sicherheit sowie Verantwortungstragenden aus Vereinen,
- die Weiterbildung der Zielgruppen, u.a. hinsichtlich kommunaler Konfliktsituationen und Extremismus sowie
- die Unterstützung in Aufbau und Pflege regionaler und überregionaler Netzwerke für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wer fördert das Projekt:
Gefördert wird dieses Projekt durch die Bundeszentrale für politische Bildung im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sowie dem Landespräventionsrat Sachsen.

Was konnte bisher umgesetzt werden?

Beratung, Moderation und Begleitung
Das Projekt DemokratieFabrikZusammenhalt unterstützt (Ober)bürgermeister:innen intensiv bei der Umsetzung von Beteiligungsprozessen auf kommunaler Ebene. Gleichsam verfügt das Projekt über Kompetenzen der präventiven und interventiven Vernetzung hinsichtlich kommunaler Präventionsarbeit in Sachsen.
Vernetzung sächsischer Projekte im Bundesprogramm
Das Projekt koordiniert seit 2017 die sächsischen Projekte im Bundesprogramm Zusammenhalt durch Teilhabe und vernetzt somit große Trägerverbände der Rettungs- und Katastrophenhilfe mit Trägern des Gemeinswohls und des Sports. Die Expertise der Einzelprojekte unterstützen zudem in kommunalen Konfliktfällen.
Krisen-Dialog-Zukunft
Im Rahmen des Verbundprojektes „Krisen-Dialog-Zukunft“ der TU Dresden, FH Münster, Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Aktion Zivilcourage e. V. wurde das Wirkungspotential von Konfliktdialogen in den vergangenen Jahren systematisch erforscht. Die hier gewonnenen Erkenntnisse setzen wir in unserer täglichen Arbeit unmittelbar um - in unseren Beratungen zur Beteiligungs-, Dialog- und Streitkultur, Moderationsschulungen für kommunale Krisensituationen und Moderationen.
Moderationsschulungen für kommunale Krisensituationen
Um ein landesweites Netz an Moderator*innen für kommunale Krisensituationen zu knüpfen, welches bei Bedarf in den Kommunen vor Ort bei der Planung und Durchführung von Bürgerbeteiligungs- und Dialogveranstaltungen unterstützen kann, führten wir umfangreiche Moderationsschulungen durch. Hierbei konnten 40 Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung und zivilgesellschaftliche Akteure das Handwerkszeug für die gelingende Moderation konfliktreicher Bürgerdialoge vermittelt werden.
Fragen Sie uns

Andreas Tietze
Referent – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 03501 460 882
a.tietze@aktion-zivilcourage.de
Markus Mehnert
Referent – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen
Tel. 0163 740 908 5
m.mehnert@aktion-zivilcourage.de