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KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Personen in einem Klassenzimmer, wobei eine Person vor einem Whiteboard steht und eine Präsentation hält. Der Hauptinhalt des Bildes ist eine Unterrichts- oder Besprechungssituation, in der eine Präsentation oder Diskussion stattfindet.

Zwei Tage, zwei Länder, eine gemeinsame Geschichte

07.04.2026

Geschichtstage zur Industrialisierung im Projekt CZ-D-Dialog

Wie hat die Industrialisierung das Leben der Menschen im Grenzgebiet verändert – und warum sind Sachsen und Böhmen bis heute so eng miteinander verbunden? Genau diesen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Tschechien bei zwei spannenden Geschichtstagen im Projekt CZ-D-Dialog nach – am 19. März 2026 in Sebnitz und am 30. März 2026 in Česká Kamenice.

Industrialisierung in Sebnitz erleben

Der erste Tag in Sebnitz stand ganz im Zeichen der regionalen Industriegeschichte. Nach einem gemeinsamen Start konnten die Teilnehmenden beim Gallery Walk entdecken, wie sich das Leben der Menschen durch Fabriken, neue Arbeitsplätze und technische Entwicklungen verändert hat. Dabei wurde schnell klar: Die Industrialisierung machte nicht an Grenzen halt. Schon damals waren Sachsen und Böhmen eng miteinander verbunden – durch Handel, gemeinsame Arbeitswege und den Austausch von Wissen und Ideen.

Besonders anschaulich wurde dies bei der Führung durch das Kunstblumenmuseum. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie sich die Kunstblumenindustrie in Sebnitz entwickelte und wie eng sie mit Betrieben und Arbeitskräften im böhmischen Raum verflochten war. Materialien, Fertigkeiten und sogar ganze Produktionsschritte wurden über die Grenze hinweg geteilt – eine frühe Form internationaler Zusammenarbeit.

Auf Spurensuche: Industrialisierung vor Ort

Am Nachmittag folgte die Erkundung des Blümelpfads. Dabei wurde sichtbar, wie sehr die Stadt Sebnitz durch die Industrialisierung geprägt wurde. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Entwicklungen nur im Zusammenspiel mit den Nachbarregionen in Böhmen möglich waren. In der gemeinsamen Abschlussrunde reflektierten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre neuen Erkenntnisse, sondern auch die Bedeutung dieser grenzüberschreitenden Verbindungen.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Der zweite Geschichtstag in Česká Kamenice griff diese Perspektive gezielt auf. Besonders das Zusammenleben von Tschechen und Deutschen stand dabei im Vordergrund, denn vor dem Zweiten Weltkrieg waren 95 % der Bevölkerung in Česká Kamenice deutsch. In der gesamten Grenzregion war das Miteinander beider Bevölkerungsgruppen über Jahrhunderte selbstverständlich: Man lebte nebeneinander und miteinander, arbeitete in denselben Fabriken, besuchte dieselben Märkte und feierte dieselben Feste. Diese alltägliche Verbundenheit prägte die Gegend und ihre Menschen weit stärker, als politische Grenzen es je konnten.

Nach einer Einführung und einer Präsentation über Franz Preidel – eine Persönlichkeit, die für die regionale Vernetzung und Entwicklung steht – arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in deutsch-tschechischen Gruppen zusammen.

Ihre Aufgabe war es, einen eigenen Lehrpfad zu entwerfen, der die Industrialisierung und ihre Auswirkungen im Grenzgebiet sichtbar macht. Dabei erkundeten sie die Stadt, suchten nach Spuren der gemeinsamen Geschichte und stellten fest, wie eng Sachsen und Böhmen historisch miteinander verflochten sind: Menschen pendelten zur Arbeit über die Grenze, Betriebe arbeiteten zusammen, und wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussten beide Regionen gleichermaßen.

Kreative Ideen und starke Ergebnisse

In der anschließenden Gruppenarbeit entstanden kreative und vielfältige Präsentationen. Viele Gruppen griffen dabei genau diese besonderen Beziehungen auf: die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen, die gegenseitige Abhängigkeit und den kulturellen Austausch, der bis heute nachwirkt.

Die beiden Geschichtstage haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Grenze zwischen Sachsen und Böhmen nie eine klare Trennung war, sondern vielmehr eine Verbindung. Die Industrialisierung hat diese Verbindung noch verstärkt – und genau das konnten die Schülerinnen und Schüler selbst entdecken. So wurde Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch erlebbar: als etwas, das Menschen über Grenzen hinweg miteinander verbindet.

KI generiert: Das Bild zeigt zwei lächelnde Frauen, die sich umarmen, wobei eine von ihnen eine kleine Blume in der Hand hält. Im Hintergrund sind weitere Personen in einem Raum mit Fenstern und einer Wanddekoration zu sehen.
KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von fünf Personen, die an einem Tisch sitzen und gemeinsam Blumen oder Pflanzen in Gläsern arrangieren. Der Hauptinhalt des Bildes ist eine kreative Bastelaktivität in einer gemütlichen, gut beleuchteten Umgebung.
KI generiert: Das Bild zeigt zwei Personen von hinten, die eine Collage an einer Wand betrachten, die aus einem zentralen historischen Foto und mehreren farbigen Notizzetteln mit handschriftlichen Notizen besteht. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Interaktion der Personen mit der Collage, die möglicherweise eine Diskussion oder Reflexion über das dargestellte Thema anregt.
KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Jugendlichen, die in einem Raum mit bunten Wänden und Postern sitzen und einer Präsentation oder Diskussion folgen. Der Hauptinhalt des Bildes ist eine Bildungsveranstaltung oder ein Workshop, bei dem Themen wie Nachhaltigkeit oder Umweltbewusstsein behandelt werden.
KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe junger Menschen, die sich um einen Tisch versammelt haben und gemeinsam eine Aktivität oder ein Spiel durchführen. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Interaktion und Zusammenarbeit der Gruppe in einer scheinbar lockeren und geselligen Atmosphäre.

Dva dny, dvě země, jedna společná historie

Dny historie industrializace v rámci projektu CZ-D-Dialog

Jak změnila industrializace život lidí v pohraničí – a proč jsou Sasko a Čechy dodnes tak úzce propojené? Právě těmto otázkám se věnovali studenti z Německa a Česka během dvou inspirativních historických dnů v rámci projektu CZ-D-Dialog – 19. března 2026 v Sebnitzu a 30. března 2026 v České Kamenici.

Zažít industrializaci v Sebnitzu

První den v Sebnitzu byl zcela ve znamení regionální průmyslové historie. Po společném zahájení mohli účastníci během Gallery Walk objevit, jak se život lidí změnil díky továrnám, novým pracovním místům a technickému vývoji. Rychle se ukázalo, že industrializace se nezastavila na hranicích. Již tehdy byly Sasko a Čechy úzce propojeny – obchodem, společnými cestami do práce a výměnou vědomostí a nápadů.

Zvláště názorně to bylo vidět při prohlídce Muzea umělých květin. Žáci se dozvěděli, jak se v Sebnitzu rozvíjel průmysl umělých květin a jak úzce byl propojen s podniky a pracovní silou v českém prostoru. Materiály, dovednosti a dokonce i celé výrobní kroky se sdílely přes hranice – šlo o ranou formu mezinárodní spolupráce.

Po stopách industrializace v místě

Odpoledne následovalo objevování stezky Blümelpfad. Ukázalo se přitom, jak výrazně byla Sebnitz ovlivněna industrializací. Zároveň bylo zřejmé, že mnoho vývojových trendů bylo možné pouze ve spolupráci se sousedními regiony v Čechách. Během společného závěrečného setkání studenti reflektovali nejen své nové poznatky, ale také význam těchto přeshraničních vazeb.

Spolupráce přes hranice

Druhý historický den v České Kamenici tuto perspektivu záměrně zdůraznil. V popředí stál především společný život Čechů a Němců – před druhou světovou válkou totiž tvořili Němci 95% obyvatel České Kamenice. V celém pohraničí bylo soužití obou národností po staletí samozřejmostí: lidé žili vedle sebe i spolu, pracovali ve stejných továrnách, chodili na stejné trhy a slavili stejné svátky. Tato každodenní sounáležitost formovala kraj a jeho obyvatele mnohem víc než jakékoli politické hranice.

Po úvodním seznámení a prezentaci o Franzi Preidelovi – osobnosti, která symbolizuje regionální propojení a rozvoj – pracovali žáci ve smíšených česko-německých skupinách. Jejich úkolem bylo navrhnout vlastní naučnou stezku, která by zviditelnila industrializaci a její dopady v pohraniční oblasti. Při tom prozkoumávali město, hledali stopy společné historie a zjišťovali, jak úzce jsou Sasko a Čechy historicky propojeny: lidé dojížděli za prací přes hranice, podniky spolupracovaly a ekonomický vývoj ovlivňoval obě regiony stejně.

Kreativní nápady a působivé výsledky

V následné skupinové práci vznikly kreativní a rozmanité prezentace. Mnoho skupin se přitom zaměřilo právě na tyto zvláštní vztahy: společné ekonomické zájmy, vzájemnou závislost a kulturní výměnu, jejíž dopady přetrvávají dodnes.

Tyto dva historické dny působivě ukázaly, že hranice mezi Saskem a Čechami nikdy nebyla ostrým předělem, ale spíše pojítkem. Industrializace toto spojení ještě posílila – a právě to mohli žáci sami objevovat. Historie tak nebyla jen srozumitelná, ale také prožitelná: jako něco, co spojuje lidi přes hranice.

Fragen Sie uns

Markéta Knoppik

Referentin – Deutsch-tschechische Zusammenarbeit, CZ-D-Dialog, BRIDGE-HUB

Lena Pierskalla

Referentin – Die Gläserne Stadt / CZ-D-Dialog

Teresa Kemmesies

Referentin – Die Gläserne Stadt, CZ-D-Dialog

Heike Kullock

Koordinatorin – Finanzbuchhaltung und Verwaltung