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KI generiert: Das Bild zeigt vier Männer in einem Büro oder offiziellen Raum, die sich für ein Gruppenfoto versammelt haben. Im Hintergrund sind mehrere Flaggen zu sehen, darunter die deutsche Flagge.

Kommunen in Konflikten stärken: DemokratieFabrikZusammenhalt der Aktion Zivilcourage e. V. im Gespräch mit Innenminister Armin Schuster

25.09.2026

Was hilft einer Kommune, wenn eine Debatte plötzlich an Schärfe gewinnt? Wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen und von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern erwartet wird, schnell Antworten zu finden?

Über genau diese Situationen haben wir uns mit dem Sächsischen Staatsminister des Innern Armin Schuster ausgetauscht und unser Projekt DemokratieFabrikZusammenhalt vorgestellt. Mit dabei war Jörg Spiller, Bürgermeister von Burkhardtsdorf, welcher die Perspektive der kommunalen Praxis ins Gespräch einbrachte.

Wenn Konflikte vor Ort konkret werden

Gesellschaftliche Auseinandersetzungen zeigen sich häufig zuerst ganz konkret vor Ort: im Gemeinderat, bei einer Bürgerversammlung, in Vereinen oder im direkten Gespräch. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeitende und Engagierte müssen dann mit unterschiedlichen Erwartungen und Interessen umgehen – und zugleich handlungsfähig bleiben.

Genau hier setzt die DemokratieFabrikZusammenhalt der Aktion Zivilcourage e. V. an. Das Projekt unterstützt Verantwortungstragende aus Verwaltungen, Organisationseinheiten der inneren Sicherheit und Vereinen unter anderem durch Beratung, Moderation, Weiterbildung und Vernetzung.

„Demokratie lebt davon, dass unterschiedliche Interessen und Meinungen aufeinandertreffen. Entscheidend ist, wie wir mit den daraus entstehenden Konflikten umgehen. Unsere Aufgabe ist es, Kommunen dabei zu unterstützen, auch in schwierigen Situationen im Gespräch und handlungsfähig zu bleiben. Wir moderieren Konflikte, bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen und entwickeln gemeinsam mit den Menschen vor Ort tragfähige Lösungen. Dafür braucht es Vertrauen, Zeit und verlässliche Partnerschaften“, sagt Sebastian Reißig, Geschäftsführer der Aktion Zivilcourage e. V.

Die kommunale Perspektive gehört an den Tisch

Wie wichtig externe Unterstützung sein kann, schilderte Jörg Spiller aus seiner Erfahrung als Bürgermeister von Burkhardtsdorf:

„Im kommunalen Alltag können Ereignisse, welche Diskussion und Debatten auslösen, oft schnell und unvorbereitet in den Alltag eingetragen werden und eigene Dynamiken entwickeln. Als Mitglied kommunaler Gremien oder Bürgermeister/in ist man daher froh, wenn auf externe Unterstützung bei der Umsetzung von Beteiligungsformaten zurückgegriffen werden und man sich auf seine eigentliche Arbeit und die Aussagen zu dieser konzentrieren kann. Daher ist das Angebot DemokratieFabrikZusammenhalt der Aktion Zivilcourage e. V. eine verlässliche Stütze und Hilfe im Rahmen der kommunalen Arbeit.“

Für Markus Mehnert, Referent der Aktion Zivilcourage e. V., liegt genau darin eine wichtige Aufgabe des Projektes:

„Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und viele engagierte Menschen vor Ort stehen häufig mitten in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Wir unterstützen sie dabei, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten zu schaffen. Genau dort zeigt sich Demokratie ganz konkret.“

Verlässliche Partnerschaften für starke Kommunen

Eine besonders wichtige Grundlage unserer Arbeit ist die wertvolle Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat Sachsen. Sie verbindet Erfahrungen aus der kommunalen und zivilgesellschaftlichen Praxis mit bestehenden Präventionsstrukturen und schafft Möglichkeiten für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Weiterentwicklung.

Denn komplexe Konflikte lassen sich selten von einer Institution allein bearbeiten. Es braucht Menschen aus Kommunen, Zivilgesellschaft und staatlichen Strukturen, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen einbringen und gemeinsam nach tragfähigen Wegen suchen.

Das Gespräch mit Innenminister Armin Schuster war deshalb eine wichtige Gelegenheit, Erfahrungen aus unserer Arbeit und aus der kommunalen Praxis zusammenzubringen. Wir danken ihm für das Interesse und den Austausch – und Jörg Spiller dafür, die Perspektive der Kommune in das Gespräch eingebracht zu haben.

Die DemokratieFabrikZusammenhalt wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sowie den Landespräventionsrat Sachsen gefördert.

Mehr über die DemokratieFabrikZusammenhalt erfahren:

Fragen Sie uns

Markus Mehnert

Referent – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen

Andreas Tietze

Referent – Beratung für Zivilgesellschaft und Kommunen