Das Problem: Konfliktsituationen überwinden

Stellen wir uns vor, wir sind Bürgermeisterin einer kleinen Verwaltungsgemeinschaft mit mehreren Ortsteilen. Schon länger steht im Ortskern ein traditionsreiches ehemaliges Tanzhaus, mit dem viele unserer Einwohnerinnen und Einwohner schöne Erinnerungen verbinden. Das Tanzhaus ist aber vollkommen baufällig und wird bereits seit einigen Jahren nicht mehr genutzt. Eine Sanierung und die Revitalisierung des Gebäudes sind nicht leistbar. Nun hat sich jedoch ein Investor gefunden, der das Gebäude sanieren und als Einkaufsmöglichkeit umnutzen möchte. – Eine neue Chance aber seit Bekanntwerden der Umnutzungsmöglichkeiten formiert sich Protest, welcher auf die Straße, in den sozialen Netzwerken und auch vor dem Rathaus lautstark und unversöhnlich zum Ausdruck gebracht wird. Wie kann man diesen Konflikt vor Ort so versachlichen, dass alle Beteiligte gesichtswahrend eine Entscheidung fällen können? Wie sollte ein Format aussehen, indem alle zu Wort kommen und wie sollten wir als Bürgermeisterin mit dem Protest und diesem Konflikt umgehen?

Handlungssicherheit und Kommunikationskultur stärken 

Das Projekt Gemeinsam stark für Demokratie unterstützt in genau diesen Sachfragen der kommunalen Konfliktkommunikation. Überall dort, wo kommunale Verantwortungstragende der Verwaltung und Zivilgesellschaft handlungsunsicher sind, unterstützen wir mit Beratung, konkreten Moderationsumsetzungen und Formathilfen so, dass Kontroversen ausgetragen werden und gemeinsame Entscheidungen getroffen werden können. So erreichen wir, dass unsere Kommunen sich weiterentwickeln, Bürger:innen Wirksamkeit erfahren und eine Streitkultur entwickelt wird, die dann Ihre Stärken beweist, wenn wir in Konflikten stehen.

Darüber hinaus bilden wir dezentral geschulte Moderator:innen als Expert:innen für kommunale Konfliktkommunikation und -moderation so aus, dass Sie Verantwortungstragenden unkompliziert zur Seite stehen. Diese Ausbildung wird und wurde bereits durch Bürgermeister erfolgreich selbst absolviert. So steigert sich durch eigene Fachexpertise die Kommunikationskultur in ihren Gemeinden.

Das können Sie tun

Gemeinsam stark gilt auch in konflikthaften Diskussionsprozesse: in Krisen und Konflikten entfaltet die Demokratie erst ihre volle Stärken – Haltet vor Ort zusammen, verbündet Euch mit Bürgermeister:innen und Verantwortungstragenden und scheut euch nicht vor kontroversen Debatten. Nur, wenn wir Konflikte eingehen, können wir sie lösen!

Von kleineren Vereins- oder Gremiensitzungen bis hin zur Realisierung großer Versammlungen mit mehreren hundert Teilnehmenden klären wir die Fragen, wie man mit Emotionen, Ängsten und Befürchtungen zur aktuellen politischen Lage professionell umgehen kann und welche Kommunikationswege sinnvoll sind. Zudem unterstützen wir dabei, kritische Themen offen, demokratisch und transparent in Großgruppenveranstaltungen gewinnbringend zu thematisieren.

Im kommenden Jahr wollen wir unsere Ausbildung zu Moderator:innen für kommunale Konflikt- und Krisenmoderation für Interessierte im gesamten Bundesgebiet öffnen. Für die grundständige Ausbildung in Rhetorik, Grundlagen der Konfliktmoderation, der (non)verbalen Kommunikation und vielen weiteren Themen organisieren wir qualifizierte Expert:innen, Räumlichkeiten und Material sowie Hilfsmittel, die in ihrer Gesamtheit die Streitkultur in unserem Land stärken. Mit einem Beitrag von 500,00 Euro als Spendenziel ermöglicht ihr die vollständige Teilnahme einer Person an dieser Schulung.