09.05.2019 / Stadtmuseum Pirna

Die Generation der "Kriegskinder" ist inzwischen um die 80 Jahre alt oder älter, viele sind pflegebedürftig geworden, manche dement. Was wird mit den -teilweise traumatischen- Erfahrungen, die sie auf und nach der Flucht, im Bombenkrieg, während der sowjetischen Besatzung aber auch als Zeugen oder gar Mittäter von NS-Verbrechen gemacht haben?

Kann man solche Erfahrungen vergessen? Kommen Sie wieder zutage, wenn Menschen schwächer und abhängig von Anderen werden? Was bedeutet das für die Angehörigen? Erbt man die Erfahrungen und Gefühle der Eltern, kann man sich von Ihnen befreien, kann man aus ihnen lernen? Als Psychologin und Professorin für Pflegeforschung beschäftigt sich Beate Mitzscherlich schon länger mit der transgenerationellen Weitergabe von Kriegserfahrungen, speziell von "Kriegskindern" und "Kriegsenkeln", die in der DDR aufgewachsen sind.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

9. Mai 2019, 19 Uhr, im StadtMuseum Pirna: Frau Prof. Dr. Beate Mitzscherlich: "Die Kriegskinder kommen (nicht) zur Ruhe - Kriegserfahrung in der Pflege von Angehörigen"