Begegnungscafe Heidenau 2019
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Kürzlich erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über eine geflüchtete Syrerin, die mit ihrer Familie in Heidenau lebt. Nun dreht auch das ZDF mit der syrischen Frau. Auch das Internationale Begegnungscafé in Pirna, das wir begleiten, wird in dem Fernsehbericht vorkommen.

Heidenau - zweifelhafte Berühmtheit

Das Interesse der Medien an der kleinen Stadt zwischen Dresden und Pirna ebbt nicht ab, seit es hier 2015 im Zusammenhang mit der Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung zu Ausschreitungen kam. Während Journalistinnen und Journalisten immer mal wieder eine Bestandsaufnahme machen, begleiten wir kontinuierlich die Integration von Menschen wie Zukaa Almasri in Heidenau und Pirna mit verschiedenen Beratungs- und Begegnungsangeboten.

Begegnungscafé, Deutschkurs und Nachhilfe

Einmal im Monat kommt sie mit ihren sechs Kindern zum Internationalen Begegnungscafé, bei dem einheimische und zugewanderte Heidenauer sich kennenlernen und das im Dezember zum ersten Mal in einem neu gestalteten Gemeinde- und Begegnungszentrum der evangelischen Kirche stattfindet. Dort besucht sie auch seit Kurzem einen Deutschkurs, bei dem anders als bei den staatlichen Kursen ihr jüngstes Kind von einer engagierten Heidenauerin betreut wird. Drei ihrer Töchter erhalten von einer anderen Freiwilligen regelmäßig Nachhilfeunterricht und wieder eine andere hilft bei Behördengängen und Arztbesuchen.

Offenheit für das Neue

Ohne den unermüdlichen Einsatz von diesen vielen Helferinnen hätte es die syrische Familie sicher schwerer. Denn leider muss sie sich immer wieder von Fremden ausländerfeindliche Sprüche anhören. Viele andere Geflüchtete schreckt das vielleicht ab und sie ziehen sich zurück – leider auch von den ehrenamtlichen Angeboten. Aber die Familie von Zukaa Almasri nimmt jede Möglichkeit zum Kontakt mit Einheimischen wahr, ist interessiert und offen für hiesige Bräuche und Gepflogenheiten.

Brücken bauen

Bisher haben wir vor allem Ehrenamtlichen aus Pirna und Heidenau mit Beratung, Fortbildungen, Austauschtreffen und finanzieller Unterstützung ihren Einsatz ermöglicht und möchten Ihnen für ihre freiwillige Arbeit herzlich danken. In Zukunft werden wir auch direkt für Geflüchtete wie Zukaa Almasri, die eine Brücke zwischen zurückgezogen lebenden Migrant/innen und der Aufnahmegesellschaft bauen können, Fortbildungen anbieten und deren zivilgesellschaftliche Beteiligung fördern.

Weitere Fragen? Kontakt

Sie haben Fragen zu unserer Arbeit mit Ehrenamtlichen oder möchten selbst tätig werden? Bitte melden Sie sich bei Julia Schindler unter 03501 7791144 oder j.schindler@aktion-zivilcourage.de!