tagung

Die Flüchtlingsarbeit bezieht sich auf viele verschiedene Zielgruppen - von Kindern und Jugendlichen über Familien bis hin zu anerkannten, geduldeten oder illegalen Flüchtlingen. Wir werden aktuell von einer Welle interkultureller Unterschiede, psychischer Problemlagen und Sprachenvielfalt, aber auch differenzierten Fragen des Asylrechts, des Flüchtlingsschutzes oder zur Abschiebung regelrecht überrollt.

Inhalte

Was wissen wir überhaupt über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, das Wohnen in Gemeinschaftsunterkünften, den Tagesablauf, Arbeitsmöglichkeiten oder die aktuelle Rechtslage? Können wir uns überhaupt vorstellen, welche Umstände Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen?

Während auf der einen Seite Ziele wie die Herstellung von Vertrauen, die Förderung der Integration und der Aufbau von realistischen Zukunftsperspektiven der Flüchtlinge stehen, erschweren Regelungen des Ausländer- und Asylrechts derartige Entwicklungsprozesse. Situationsverschärfend kommt hinzu, dass es bisher nur wenige Kenntnisse, Erfahrungen und Standards zum Umgang mit diesen komplexen Problemlagen gibt.

Unter der Fragestellung, welche Herausforderungen und Aufgaben uns in der kommunalen Flüchtlingspolitik in Zukunft erwarten und wer dabei welche Informationen benötigt, geht es im Projekt „Kompetente Kommune“ darum, wie man diese Informationen generieren und verteilen kann.

Zielgruppen

Zwischen Initiativen, Organisationen und Gemeinden, die Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen gesammelt haben, soll Wissen und Know-how kommuniziert bzw. ausgetauscht werden, um dies zu bündeln und verschiedenen Akteur/-innen zur Verfügung zu stellen. Die Best Practice Beispiele sollen Empfehlungen und Anregungen für die Arbeit geben und dadurch einen Mehrwert für die Beteiligten schaffen.

  • Multiplikator/innen: Personen mit Multiplikationsfunktion wie Lehrpersonal an Bildungseinrichtungen, Sozialarbeiter/innen und Ehrenamtliche werden über bestehende Angebote und Projekte informiert, um spezifische Kenntnisse gezielt abrufen können
  • Initiativen/Organisationen: Das Wissen und die Erfahrungen der Arbeit soll gebündelt und untereinander vernetzt werden, um Impulse für andere zu geben.
  • Politische Verantwortungsträger/innen: Sensibilisierung zum Austausch mit den Beteiligten, um Sorgen und Ängste zu verstehen sowie Entscheidungen transparent zu machen.
  • Medien: Die Informationen sollen zudem Journalist/innen zur Verfügung gestellt werden, um Ereignislagen zu erkennen.

Angebote

Durch Workshops für z. B. ehrenamtliche Deutschlehrer/innen, Sozialarbeiter/innen mit der Zielgruppe der Geflüchteten oder Krankenhauspersonal können Eindrücke von der Arbeit gesammelt und gleichzeitig Handlungsempfehlungen weitergegeben werden. Eine Bündelung von regionalen Kompetenzen durch die Initiierung einer Fokusgruppe zum Thema Asyl sorgt dabei nicht nur für eine themenzentrierte Vernetzung, sondern auch für die Möglichkeit schneller auf aktuelle Veränderungen reagieren zu können.

Finanzierung

Finanziert wird das Projekt durch das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministerium des Innern.