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Über uns

Aktion Zivilcourage - Selbstverständnis


Die Aktion Zivilcourage versteht sich als überparteiliches Bündnis. Der Verein setzt sich aktiv und positiv für die Stärkung von Demokratie, Offenheit, Zivilcourage, Toleranz und Vielfalt ein. Außerdem engagieren wir uns für die  Zurückdrängung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung, Rassismus und Gewalt. Der Fokus liegt dabei auf dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge.

Unser Handeln zielt darauf ab, Perspektiven für gesellschaftliches Engagement bei allen Menschen zu eröffnen und Demokratie somit erlebbar zu machen. Wir geben Räume für Selbstverwirklichung, motivieren und unterstützen Menschen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Zivilcourage zu zeigen. Dabei setzen wir Schwerpunkte auf die Zielgruppen junge Menschen sowie die mit ihnen in Beziehung stehenden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Wir lassen uns von dem Grundprinzip leiten, dass sich eine lebendige und stabile Demokratie durch selbstbewusste und aktive Menschen auszeichnet, die ihre Mitmenschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religion als gleichwertig anerkennen. Wir möchten jeden dazu ermutigen, Verantwortung für die friedliche Gestaltung seiner sozialen Umwelt zu übernehmen und Probleme  anzusprechen, um diese in fairer Auseinandersetzung gemeinsam zu lösen. Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit der Menschen mit der Region Sächsische Schweiz – Osterzgebirge stärken.

Unsere Arbeit wird von der festen Überzeugung bestimmt, dass der Dialog die Grundvoraussetzung für das gemeinsame Erreichen unserer Ziele ist. Durch eine breite, offene, partnerschaftliche und kontinuierliche Vernetzung von Initiativen, Vereinen, Behörden, Kirchen und allen demokratisch gesinnten gesellschaftlichen Akteuren streben wir als kompetente Ansprechpartner eine nachhaltige Wirkung unserer Arbeit vor Ort an.

Wir uns der Tatsache bewusst, dass das Engagement jedes einzelnen Menschen für unsere Demokratie nur durch motivierende und positive Erfahrungen gefördert werden kann. Denn unsere Vergangenheit können wir nicht ändern, aber für die aktive und positive Gestaltung unserer Zukunft übernehmen wir gemeinsam Verantwortung.

 

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Aktion Zivilcourage - Kurzgeschichte

Gegründet haben wir uns Anfang 1998 aufgrund hoher Kommunalwahl-Ergebnisse rechter Parteien im Landkreis Sächsische Schweiz und einer zunehmenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen. So wurden mehrmals "nicht-rechte" Jugendliche und Ausländer überfallen, wobei es zum Teil zu sehr schweren Körperverletzungen kam.

Hierbei tat sich vor allem die Gruppierung "Skinheads Sächsische Schweiz" (SSS) hervor. Diese wurde am 5. April 2001 vom damaligen sächsischen Innenminister Klaus Hardrath wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verboten.  2003 wurden in zwei Verfahren insgesamt 17 Mitglieder der "SSS" vom Dresdner Landgericht wegen des Vorwurfs der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt.

Diese Entwicklungen und das daraus entstehende Klima der Angst bei vielen Jugendlichen waren die Auslöser für das Entstehen der Inititative Aktion Zivilcourage.

Seit den ersten Ansätzen von damals hat die Initiative und die Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bis heute eine positive Entwicklung genommen und ihr Engagement in verschiedensten Bereichen und mit einer Vielzahl von Projekten immer weiter erhöht. Die Initiative hat sich2004 in dem eingetragenen Verein Aktion Zivilcourage e.V. strukturell etabliert.

Die Aktion Zivilcourage e.V. arbeitet mit derzeit mehr als 70 ehrenamtlich Engagierten, zwei fest Angestellten und zwei Freiwilligen im FSJ Politik. Wir sind inzwischen fester Partner von Vereinen, Schulen, Kirchgemeinden, Verwaltungen, Medien, lokaler Wirtschaft, Feuerwehr und Polizei.

Der Verein ist sind anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII und vom Finanzamt Pirna als gemeinnützig Organisation anerkannt. Registriert im Vereinsregister unter VR899 beim Amtsgericht Pirna.

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Die Aktion Zivilcourage wurde ausgezeichnet:

2000 mit dem Preis der Sächsischen Jugendstiftung

Preis der Sächsischen Jugendstiftung

Die Sächsische Jugendstiftung prämiert zweimal jährlich Projekte und Ideen freier Träger und Initiativen, die sich um die Entwicklung und Erprobung neuer und notwendiger Wege in der Jugendarbeit bemühen.

2001 mit dem Ehrenamtspreises des Landkreises Sächsische Schweiz

Ehrenamtspreis des Landkreis Sächische Schweiz

Der Ehrenamtspreis wird einmal jährlich, vom Landrat, an engagierte Ehrenamtliche im Landkreis Sächsische Schweiz vergeben.

2001 mit bundesweiten Medienpreises „Jugend gegen Rechtsextremismus“

Miedienpreis gegen Rechts

2002 mit dem 1. Preis der Stiftung „Aktion Toleranz“ des Dresdner Druck- und Verlagshauses

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2002 als bundesweit vorbildliches Projekt durch das Bündnis für Demokratie & Toleranz im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2002

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2002 als Preisträger der Initiative der deutschen Wirtschaft „startsocial“ unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Gerhard Schröder

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startsocial ist der bundesweite Wettbewerb für soziale Ideen und Projekte. „Hilfe braucht Helfer“ – unter diesem Motto fördert startsocial den Wissenstransfer zwischen Wirtschaftsunternehmen und sozialen Initiativen. Die Bewerbungen werden von unabhängigen Juroren aus der Wirtschaft, den Wohlfahrtsverbänden, Stiftungen und Freiwilligenagenturen bewertet.

2004 Preisträger des Wettbewerbs "Jugend übernimmt Verantwortung" der Stiftung Brandenburger Tor

Preis der Stiftung Brandenburger Tor

Wettbewerb "Jugend übernimmt Verantwortung" 2002/03 der Stiftung Brandenburger Tor der Bankgesellschaft Berlin

2005 Quirinuspreises

Quiriniuspreis

Mit dem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen "Quirinuspreis" werden Frauen, Männer oder Gruppen gewürdigt werden, die durch ihr kulturelles, wirtschaftliches oder politisches Engagement dazu beitragen, geistige Barrieren zwischen Menschen und Völkern zu beseitigen. Der "Quirinuspreis" steht für ein aktives Engagement für mehr Offenheit und Toleranz in unserer Gesellschaft und für ein offensives Eintreten für eine gemeinsame und friedliche europäische Zukunft. Darüber hinaus soll mit diesem Preis ein deutlicher Hinweis auf die Bewältigung drängender gesellschaftspolitischer Problemstellungen verbunden sein.

2005 Sonderpreis im Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz"

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2005 Julius- Rumpf- Preis der Martin-Niemöller-Stiftung

Martin Niemöller Preis

Als Förderung und Ermutigung versteht sich der im Jahr 2000 ins Leben gerufene Julius-Rumpf-Preis. Er wird verliehen an Einzelne und Gruppen, die innerhalb oder außerhalb kirchlicher Strukturen mit ihrer Arbeit für Toleranz, gewaltfreie Konfliktlösungen, Mitmenschlichkeit und Versöhnung eintreten.

2008 Sächsischer Förderpreis für Demokratie

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Der Schirmherr des Förderpreises, der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, verlieh einen Sonderpreis, den sich der Aktion Zivilcourage e. V. und die AG „Markt der Kulturen, beide aus Pirna, teilen. „Beide Initiativen zeigen: Der weltoffene, demokratische Geist von 1989 ist in Sachsen lebendig“, würdigte Tillich deren Engagement. Der Förderpreis für Demokratie bestärke all jene, die daran arbeiten, dass in Deutschland eine demokratische Kultur wächst, eine Kultur des Mitmachens und des friedlichen Miteinanders, so Tillich weiter.

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wurde 2008 zum zweiten Mal von der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Stiftung Frauenkirche, der Freudenberg Stiftung und der Amadeu Antonio Stiftung verliehen.

2008 Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe

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Seit 1981 wird jedes Jahr vom Kirchenkreis Köln-Mitte die "Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe" verliehen. Jedes Jahr am 8. Mai, dem Tag, an dem der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, dem Tag, der heute noch in Frankreich als "Tag der Befreiung" gefeiert wird. Jedes Jahr geht der Preis, eine Auszeichnung, die in Köln und darüber hinaus schon seit
langem zu einer echten Institution geworden ist, an "Menschen und Gruppen, die sich in besonderer Weise für die Opfer von Diktatur und Gewalt einsetzen". 2008 ging dieser Preis an die Aktion Ziviclourage e.V..

2009 gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Pirna die Theodor-Heuss-Medaille

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Die Aktion Zivilcourage ist am 24.04.2009 in Stuttgart für Verdienste um die Demokratie mit der Theodor-Heuss-Medaille geehrt worden. Weitere der nach dem ersten Bundespräsidenten benannten Auszeichnungen gehen an die Gemeinden Grenzach-Wyhlen (Baden- Württemberg), Herten (NRW) und Wunsiedel (Bayern), wie die Heuss- Stiftung mitteilte.

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