In diesem Raum wurden knapp 15000 Menschen verbrannt. Unter ihnen befanden sich nicht nur psychisch kranke Menschen, sondern auch solche, die dafür gehalten wurden oder politisch Verfolgte aus unterschiedlichen Konzentrationslagern wie Auschwitz.
In diesem Verbrennungsraum standen zwei große Öfen, welche eigentlich zur Verbrennung von Müll konzipiert waren. In diesen wurden zwei bis drei Leichen bei ca. 1000 Grad Celsius verbrannt. Dieser Vorgang dauerte ungefähr eine Stunde. Übrige Knochenreste wurden mit einer Knochenmühle zerkleinert und in den frühen Morgenstunden bzw. späten Abendstunden mit der gesammelten Asche die Elbhänge hinuntergestreut. Es ist also zu erkennen, dass es keine direkte Bestattung gab. Auf Wunsch von Angehörigen wurden Urnen mit wahlloser Asche ohne jegliche Zuordnung gefüllt. Im Jahr 1942 versuchte man alle Spuren dieser Tötungs- und Verbrennungsanstalt zu vernichten, in dem man die Öfen einriss, die Einzelteile die Elbhänge hinunter warf und jegliche Löcher mit Schutt und Ofenresten füllte.
Noch heute erkennt man das Ofenfundament und die Blutrinne, in welcher Blut, Kot und Urin durch die Wand nach draußen geleitet wurden (siehe Bild).
Und was war mit den Tätern?
