Im Leichenraum wurde das Gas für die Gaskammer aufgedreht und abgelassen. Die Leichen wurden von der Gaskammer in den Leichenraum durch eine verbindende Tür zwischen den beiden Räumen gebracht. Heute sieht man noch die Umrisse, der inzwischen zugemauerten Tür.
Der Leichenraum wirkt aufgrund der großen Fenster erstaunlich hell. Hier wurden am Tag ca. 30 Leichen gestapelt. Vereinzelt konnten es bis zu 100 Leichen am Tag werden. Dort wurde dann vorher markierten Personen das Zahngold entfernt. Die Aktion T4 wurde unter anderem mit diesem Gold finanziert. Wenn Gehirne der Toten entfernt wurden, bekamen die Angestellten eine Gefahrenzulage von 60 Reichsmark.
Die Exkremente und das Blut aus der Gaskammer wurden durch die „Blutrinne“ abgelassen. Die Blutrinne führte von der Gaskammer über den Leichenraum in den Verbrennungsraum. Von dort wurde das Abwasser in die lokale Kanalisation eingespeist.
