Ich kenne die Aktion Zivilcourage Pirna seit Jahren und schätze sie hoch: Junge Leute, die die "Würde des Menschen, die unantastbar ist", ernst nehmen, die sich konkret engagieren und die Ausdauer haben. Ein starkes Stück Demokratie. Ein gutes Beispiel.
Franz Müntefering (SPD, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vizekanzler a.D.) aus Berlin
SPD-Politiker Vogel zu Dresdner Protesten gegen Rechts erwartet
28.01.2012 / DresdenEx-Bundespolitiker Hans-Jochen Vogel (SPD) wird als Hauptredner bei einer für den 18. Februar geplanten Protestkundgebung gegen einen rechtsextremen Aufmarsch in Dresden auftreten. Zudem würden Überlebende der Angriffe auf die im Zweiten Weltkrieg bombardierten Städte Dresden sowie Wielun in Polen sprechen, sagte Frank Richter, Moderator einer Arbeitsgruppe "13. Februar", am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt.
Das parteiübergreifende Gremium bereitet Aktionen vor, mit denen die Stadt Dresden an ihre Zerstörung am 13. Februar 1945 erinnern, sich zugleich aber gegen die Vereinnahmung des Datums durch Rechtsextreme wehren will. Für die Kundgebung und eine anschließende Demonstration in Sicht- und Hörweite eines geplanten rechtsextremen Aufzugs rechnet Richter mit mindestens 10.000 Teilnehmern.
Mit einer Kampagne unter dem provokanten Titel "Krieg' den Arsch hoch" soll in den nächsten Wochen unter anderem in Bussen und Bahnen um rege Beteiligung geworben werden. Für denselben Tag ruft das Bündnis "Dresden nazifrei!" zu Blockaden des rechten Aufzugs auf.
Dieses Mittel unterstütze die Arbeitsgruppe nicht, sagte Richter nach einem Treffen mit Vertretern des Bündnisses in dieser Woche: "Da gibt es einen unüberbrückbaren Gegensatz." Zugleich erklärte er aber, dass sich die von der Stadt einberufene Arbeitsgruppe und das Bündnis, das zur Mitarbeit nicht eingeladen wurde, einig seien in der Ablehnung der rechtsextremistischen Veranstaltungen und der Absage an Gewalt. Richter betonte: "Wir befinden uns in keiner politischen Gegnerschaft."
Ein Jahr nach den gewalttätigen Ausschreitungen am Rande von Protesten gegen Rechtsextreme in Dresden wird es im Februar erneut zahlreiche Kundgebungen in der Landeshauptstadt geben. Angemeldet wurden rechte Aufzüge wie auch Gegendemonstrationen. Neben dem 13. Februar wird auch der 18. Februar davon betroffen sein. Als Anlass für die Aufmärsche dienen den Rechten die alliierten Luftangriffe am 13. Februar 1945, bei denen Dresden stark zerstört wurde. Seit Jahren versuchen Rechtsextreme, die Trauer um die Toten für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen.
Quelle: Freie Presse, 28.01.2012




























































































































