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Reggae, Trommeln und Bauchtanz

31.05.2010 / Pirna 10 000 Besucher feierten bei Sonnenschein ein buntes Fest der Toleranz in Pirna

Die Pflastersteine auf dem Marktplatz in Pirna bebten, als die Besucher des 8. Marktes der Kulturen zu den Reggae/Roots-Dancehall-Rhythmen von Vavamuffin, den polnischen Seeds, abtanzten. Sie feierten ein friedliches Fest der Vielfalt und Toleranz. Rund 10 000 Pirnaer und ihre Gäste schauten am Sonnabend auf dem Markt vorbei, informierten sich an rund 60 Ständen über Demokratieprojekte, Vereine und Parteien und verfolgten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, das von Ska- und Klezmermusik, afrikanischen Trommelklängen über Tänze bis hin zu Kampfsportvorführungen für jeden Geschmack etwas bot.

Und einen Minister zum Anfassen gab es auch. Der Ex-OB und jetzige Innenminister Markus Ulbig (CDU) schaute bei dem bunten Fest vorbei und kam aus dem Händeschütteln fast gar nicht mehr heraus. Von Anfang an hat er den Markt der Kulturen unterstützt, den die Aktion Zivilcourage als eine Antwort auf eine NPD-Demo vor acht Jahren ins Leben rief. Kamen beim ersten Mal 1500 Leute, feiern jetzt bereits 10 000 Gäste und zeigen, wie bunt, vielseitig und kulturell reichhaltig Pirna ist.

 

„Eine sehr gelungene Veranstaltung, ein super Fest“, sagte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke und lobte die Organisatoren und alle 600 freiwilligen Helfer. Die hatten den ganzen Tag auch alle Hände voll zu tun, damit alles reibungslos läuft. Vor allem zeigten sich Sebastian Reißig und Johannes Enke von der Aktion Zivilcourage überglücklich, dass das Wetter in diesem Jahr mitspielte. Die Sonne hat gelacht. „Und alles lief komplett ohne Störungen ab“, bilanzierte Thomas Gockel, Koordinator gegen Extremismus. 2005 hatten Neonazis die Bühne gestürmt.

 

Der diesjährige Kulturmarkt stand ganz im Zeichen einer neuen Aktion mit dem Motto „Die Sächsische-Schweiz ist bunt“. Ziel sei es, das Elbsandsteingebirge als eine tolerante, weltoffene und vielfältige Region zu stärken, erklärte Reißig. Gleichzeitig soll ein positiver Lokalpatriotismus gestärkt und gefördert werden. S.K.

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Quelle: Dresdner Neueste Nachichten, 31.05.2010

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