Ungebildete Bürger, die sich leicht regieren lassen, sind zwar bequem, aber mündige Bürger sind besser für unsere Zivilgesellschaft.
Mittelschule Johann Wolfgang v. Goethe aus Pirna
Pirna will weltoffener werden
01.02.2012 / PirnaEin Forschungsprojekt über Zuwanderer gibt der Stadt praktische Empfehlungen für Integrationsarbeit. Über 600 Ausländer aus 18 Nationen leben zurzeit in Pirna. Die meisten von ihnen fühlen sich mit der Stadt Pirna eng verbunden. Aber viele Migranten haben in den Abendstunden Angst vor Fremdenfeindlichkeit. Diese Aussagen zählen zu den Ergebnissen einer wissenschaftlichen Studie des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland, die in sechs Kleinstädten von 2009 bis 2011 durchgeführt wurde.
Einzig in Pirna fand die Studie wissenschaftliche Begleitung durch die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit in Dresden. „Aus den Gesprächen mit über 60 Migranten ging auch eine sehr große Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement hervor“, sagt Projektbetreuerin Lotte Caudri. Eine Plattform dafür ist noch nicht vorhanden. Oberbürgermeister und Schirmherr Klaus-Peter Hanke (parteilos) sieht genau dort einen Handlungsansatz. „Integration kann nur gelingen, wenn wir Zuwanderung als vielfältige Chance begreifen.“ Diese ständige Aufgabe gelte für alle Bereiche in der Stadt bis zu jedem Einzelnen. „Gastfreundschaft und Toleranz fangen bei jedem zu Hause an.“
Eine konkrete Empfehlung aus der Studie wurde bereits umgesetzt: Für Zuwanderer hat die Stadt eine Willkommensbroschüre in vier Sprachen erstellt, die Hilfe in allen praktischen Fragen, von der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt über die Arbeitsgenehmigung bis hin zur Schulanmeldung der Kinder reicht. Die Broschüre ist bereits vergriffen. Eine Neuauflage und die Übersetzung in weitere Sprachen sind geplant.
Quelle: Sächsische Zeitung, 01.02.2012




























































































































