Seitdem ich Euch - die Aktion Zivilcourage Pirna - kenne und Eure Arbeit beobachte, kann ich immer mehr mein geliebtes Pirna und die ganze Sächsische Schweiz mit Euch identifizieren.
Prof. Dr. Wolfgang Marcus (ehemaliges Mitglied des Sächsischen Landtages) aus Dresden
Nazidemo gestoppt
21.05.2007 / Bautzen Rund 100 Rechtsextreme zogen am Sonnabend durch Bautzen. Die Polizei beendete die Aktion nach wenigen Minuten.In Vierer-Reihen marschiert
Die Beamten nahmen von mehreren Teilnehmern die Personalien auf. Festgenommen wurde niemand. Nach ersten Erkenntnissen stammten die Neonazis vor allem aus dem Landkreis Bautzen. Laut Augenzeugen-Berichten warfen sie Tausende von Flugblättern mit einschlägigen Internet-Adressen auf die Straße. Am Hauptmarkt sei eine kurze Kundgebung abgehalten worden. In Viererreihen sei die Gruppe durch die Innenstadt marschiert, Passanten hätten sich angewidert abgewandt.
Die Polizei sieht in diesen unangemeldeten „Spontan-Demonstrationen“ eine neue Taktik der Neonazi-Szene. Denn die Bautzener Aktion war nicht die erste in der Kreisstadt. Bereits vergangenes Jahr zogen Rechtsextreme durch Bautzen, weitere Fälle gab es in Hoyerswerda und in der Nähe von Niesky. Die Organisatoren nutzten die Schwierigkeiten der Polizei, rasch Beamte zusammenzuziehen, hieß es in der Polizeidirektion.(Von Heiko Engel)
Schwäche
Wer nach der Bautzener Nazidemo vom Wochenende glaubt, die rechtsextreme Szene sei stark und machtvoll, hat sich hinters Licht führen lassen. Denn das Gegenteil ist der Fall. Spontandemos sind ein Beleg für deren Schwäche. Sie brauchen den Überraschungseffekt, weil sie sonst sofort auf geballten Protest stoßen würden. Die Bautzener haben dies vergangenes Jahr gezeigt, als Neonazis eine offizielle Demonstration anmelden wollten. Und noch eines wird deutlich: Neonazis brauchen Angst und Schrecken, um auf sich aufmerksam zu machen. Denn wer im Marschtritt durch die Fußgängerzone zieht, gewinnt keine Sympathisanten.
Dennoch, es gibt keinen Grund, sich beruhigt zurückzulehnen. Die Szene verfügt nach wie vor über einen harten Kern von Aktivisten in der Region. Trotz aller Bürgerproteste und Polizeimaßnahmen.
Quelle: Sächsische Zeitung, Montag, 21. Mai 2007




























































































































