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Nazi-Bombenbauer nach Explosion schwer verletzt

12.07.2007 / Leutersdorf Beim Bau einer Rohrbombe hat ein 20-jähriger Rechtsextremist aus Leutersdorf (Kreis Löbau-Zittau, Sachsen) gestern Abend eine Explosion in seiner Wohnung verursacht. Mit schweren Verbrennungen im Gesicht, am Bauch und an den Beinen wurde der Mann im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der junge Mann in seiner Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an einer Rohrbombe gebaut. Weitere Personen wurden jedoch nicht verletzt; zum Zeitpunkt der Explosion hielt sich sonst niemand in dem Gebäude auf. Bei der Durchsuchung der Wohnung fand die Polizei 300 Gramm hochexplosive Chemikalien, die von Spezialisten vor dem Haus auf

Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der junge Mann in seiner Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an einer Rohrbombe gebaut. Weitere Personen wurden jedoch nicht verletzt; zum Zeitpunkt der Explosion hielt sich sonst niemand in dem Gebäude auf.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fand die Polizei 300 Gramm hochexplosive Chemikalien, die von Spezialisten vor dem Haus auf einer Wiese kontrolliert gesprengt wurden. Bislang gibt es noch keine Anhaltspunkte, wofür der Mann die Rohrbombe verwenden wollte.

Ebenfalls in der Wohnung gefunden wurde rechtsextremistisches Propagandamaterial. Der 20-jährige ist wegen wegen Gewalt- und Propagandadelikten polizeibekannt und unter anderem wegen politisch motivierter Straftaten, Körperverletzung und Fahrens unter Alkoholeinfluss vorbestraft. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Kreis Löbau-Zittau ist die neonazistische "Kameradschaft Oberlausitz" mit Sitz in Seifhennersdorf aktiv, das gerade 5 Kilometer von Leutersdorf entfernt ist. Im September 2006 wurden rund 20 Wohnungen und Objekte im Landkreis Löbau-Zittau durchsucht; die Razzia richtete sich gegen die "Kameradschaft Oberlausitz" und den "Jungsturm 41". Dabei wurden Hakenkreuzfahnen, Schreckschusspistolen, Tonträger und Sturmhauben beschlagnahmt. Im Zuge dieser Polizeiaktion waren auch Objekte in Dresden, Bayern und Baden-Württemberg überprüft worden.

Quelle: www.redok.de, 12.07.2007

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