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Hat erneutes Treffen Folgen?

08.07.2007 / Bielatal Trotz Verbots versammeln sich rund 50 junge Leute aus dem rechten Umfeld an und in der Brausensteiner Mühle.
Mittwochabend am rechten Szenetreff Brausensteiner Mühle in Bielatal: Knapp 20 Autos säumen die Straße – mit Pirnaer, Dresdner und Zittauer Kennzeichen. Die Einfahrt ist zugeparkt. Auf dem Hof stehen in der Dämmerung zwei Bierkästen herum, Decken liegen ausgebreitet über leeren Holzbänken – so als sei hier eine Grillfeier geplant,Mittwochabend am rechten Szenetreff Brausensteiner Mühle in Bielatal: Knapp 20 Autos säumen die Straße – mit Pirnaer, Dresdner und Zittauer Kennzeichen. Die Einfahrt ist zugeparkt. Auf dem Hof stehen in der Dämmerung zwei Bierkästen herum, Decken liegen ausgebreitet über leeren Holzbänken – so als sei hier eine Grillfeier geplant, ihre Teilnehmer nur mal kurz im Gebüsch verschwunden. Rings ums Haus ist es merkwürdig still. Drinnen brennt kein Licht, doch hinter den trüben Fensterscheiben sieht man schemenhaft ein paar Köpfe.

Als gegen 21.30 Uhr ein Streifenwagen mit zwei Polizisten eintrifft, ist ein Großteil der Autos schon wieder verschwunden. Auf dem Hof der Brausensteiner Mühle stehen noch ein paar junge Männer beisammen, einer von ihnen kommt kurz über die Straße. Der Beamte am Steuer fragt nach einer Genehmigung und wer für das Treffen den Hut aufhabe. „Gar nischt is‘ hier los“, blafft der sichtlich angetrunkene Jugendliche. Sein Kumpel zieht ihn weg. Innerhalb weniger Minuten trollen sich dann die letzten der rund 50 jungen Leute.

Bekennerschreiben ans Amt

Laut Polizei wurden keine strafbaren Handlungen festgestellt. Trotzdem könnte das Treffen Folgen haben. Denn vor Pfingsten hat das Landratsamt gegen den Eigentümer einen Baustopp verhängt und ihm die Nutzung (nicht das Betreten) des Hauptgebäudes untersagt – wegen fehlender Baugenehmigung. Inwieweit die Jugendlichen am Mittwoch dagegen verstoßen haben, prüft laut zuständigem Beigeordneten Helmut Verdang (CDU) das Amt. Falls ein Verstoß vorliegt, droht dem Eigentümer, Heino Janßen aus Norddeutschland, ein empfindliches Zwangsgeld.

Mit dem Baustopp hängt nach neuesten Erkenntnissen auch der Zwischenfall am 31. Mai im Pirnaer Landratsamt zusammen (die SZ berichtete). Drei Jugendliche grölten auf den Gängen des Bauamtes und verstreuten Schnipsel mit der Aufschrift „Wollt Ihr uns diskriminieren, so lehren wir Euch Manieren“.

Mittlerweile ist im Landratsamt eine Art Bekennerschreiben per Fax aus München eingegangen. „Da es sich bei der Brausensteiner Mühle um ein Privatobjekt handelt, kommt dieser behördliche Erlass einer Enteignung gleich“, heißt es in dem Schreiben, das der SZ vorliegt. Endgültig der Verweis auf die Freie Offensive am Ende deutet auf die Herkunft des Papieres aus der rechten Szene. (SZ/hla/df/mac)



Quelle: Quelle: Sächsische Zeitung, 08.07.2007

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