Galerie

Neuste Galerie:

Newsletter

Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein, um alle 14 Tage aktuelle Hinweise über unsere Projekte und Veranstaltungen zu erhalten.

Links

bunz teeno augenauf1 canna2

AZ-TV

aztv2

Web 2.0

facebook4 google1 twitter youtube studi1 schler1 benefind1

Bunt statt Blockade: Kirchen gegen Rechts

29.01.2012 / Dresden

Die Kirchen in Dresden reihen sich mit eigenen Veranstaltungen in die von der AG 13. Februar geplanten Aktionen gegen Rechts ein. Den Schwerpunkt bilden am 18. Februar Bittgänge für den Frieden sowie das Programm „Bunt bewegt“ in der Dreikönigs- und Kreuzkirche. „Wir dürfen uns nicht in den Kirchen verstecken“, sagte Christoph Schneider, stellvertretender Superintendent des Kirchenbezirks Mitte.

Man müsse zeigen, dass den Nazis nicht die Straße gehöre. Superintendent Albrecht Nollau machte noch einmal klar, dass alle Veranstaltungen „eindeutig friedfertig sein werden“. Er selbst sprach sich auch gegen Blockaden aus. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus hatte dazu aufgerufen. „Wir hätten begrüßt, wenn die Initiative vorher mit uns Kontakt aufgenommen hätte“, sagte Nollau. Blockaden seien eine Gewissensentscheidung. Die Dresdner Kirchen wollten aber den Konsens der AG 13. Februar mittragen.

Der Moderator der AG, Frank Richter, stellte nach einem Kontaktgespräch mit dem Aktionsbündnis „nazifrei“ klar: „Uns verbindet die Absage an Gewalt“, doch bei der Frage nach Blockaden gebe es „unüberwindbare Gegensätze“.

Die kirchlichen Aktionen sind jeweils mit dem Veranstaltungsplan der AG abgestimmt. Am 13. Februar wird es den traditionellen ökumenischen Gottesdienst ab 20.30Uhr in der Kreuzkirche geben. Pfarrer Friedrich Schorlemmer aus Wittenberg predigt. Vor der Frauenkirche soll eine Installation aus 10.000 Kerzen entstehen.

Am 18. Februar sind fünf Bittgänge angemeldet, jeweils nach den Friedensgebeten ab 10 Uhr, unter anderem von der Lukas- und Zionskirche. Für das Kulturprogramm in der Dreikönigskirche ab 11.30 Uhr sorgen etwa der Chor der Semperoper, Christoph Kuhn und Ulrich Thiem. In der Kreuzkirche treten parallel unter anderem Wolfgang Schaller, Sebastian Krumbiegel und Gunther Emmerlich auf. Ab 13 Uhr rufen die Kirchen zur zentralen Kundgebung auf dem Schlossplatz auf. Wie 2011 wird es zwischen 11 und 17 Uhr Mahnwachen geben.

Die Stadt setzt darauf, mit einer drastischen Kampagne bisher Unentschlossene noch für die Kundgebung auf dem Schlossplatz zu gewinnen. „Am 18. Februar laufen Tausende Nazis durch deine Stadt“, heißt es in dem kurzen Trailer. Statt in die Kneipe zu gehen oder vor dem Fernseher zu sitzen, lautet der Aufruf: „Krieg deinen Arsch hoch!“ Die Werbung ist im Fernsehen der Verkehrsbetriebe und auf der Homepage der Stadt zu sehen. Frank Richter rechnet mit rund 10.000 Teilnehmern bei der Menschenkette am 13. Februar, ebenso viele könnten es auf dem Schlossplatz werden. Die Polizei kündigt an, mit 4.500 Beamten die Veranstaltungen absichern zu wollen.

 

Quelle: Sächsische Zeitung | www.sz-online.de, 29.01.2012

zurück