Toleranz, Vielfalt und Zivilcourage sollten zu den wesentlichen Bestandteilen einer Gesellschaft gehören. „Aktion Zivilcourage e.V.“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung und damit zur Handlungsfähigkeit im Sinne der Demokratie.
Ulla Stägemann (Aktion Zivilcourage e.V.) aus Königstein
Quellennachweis:
1 Konzentrationslager. Ein Appell an das Gewissen der Welt. Ein Buch der Greuel. Die Opfer klagen an. Dachau - Brandenburg - Papenburg - Königstein - Lichtenburg - Colditz - Sachsenburg - Moringen - Hohnstein - Reichenbach - Sonnenburg. Karlsbad 1934.
2 Die Jugendburg Hohnstein, am 8.3.1933 von SA besetzt, diente vom 18.3.1933 bis zum 25.8.1934 als "Schutzhaftlager" der Pirnaer SA-Standarte 177. Etwa 5600 Gefangene durchliefen in dieser Zeit das Lager, das im Schnitt 700-800 Häftlinge aufwies. Ungefähr 150 fanden hier den Tod.
vgl.: 2Von der Jugendburg zum Schutzhaftlager Hohnstein", Berlin-Potsdam 1949.
3 B II-XXVI, 183, 1637.
4 vgl. Eschwege, Helmut (Hg.), Kennzeichen "J". Bilder, Dokumente, Berichte zur Geschichte der Verbrechen des Hitlerfaschismus an den deutschen Juden 1933-1945. Berlin 1973.
5 StAP: Stadtverordnetenprotokolle II/1933, Bl. 116: Gewerbeamt am 12.5.33 an Stadtverordnete:
Diese hatten 28.3.33 beschlossen, der "Ehape" die Konzession für den Erfrischungsraum sofort zu entziehen, ferner den Verkauf von Lebensmitteln aller Art sowie von gärtnerischen Erzeugnissen und Tabakwaren zu verbieten.
KHM Dresden: Beschluß darf nach gesetzlichen Bestimmungen nicht durchgeführt werden. 14 entnommene Proben von Nahrungsmitteln erwiesen sich allesamt als einwandfrei.
6 vgl. Bericht von Ilse Fischer, geb. Engler!
7 Das Kaufhaus Maximilian Reiners bestand als erstes Kaufhaus in der AHM Pirna seit Anfang 1914. Es wurde im November 1938 "arisiert". Das Geschäft in der Bismarckstraße gehörte dem in der Heidenauer Wiesenstraße 3 wohnhaften Hermann Weiner, der es im Dezember 1930 von Benno Weiner übernommen hatte und bis zum November/Dezember führte. (Quellen: Gespräch mit Frau Mickwausch-Reiner; PA, 3.10.1930; Aussage von Frau Ganze, Heidenau am 4.11.1998).
8 PA, vom 3.6.1933, S.11.
9 B III-XXII, 859, 1933/102 und 1938/126.
10 Briefwechsel mir E.Jurmann.
11 Gespräch mit E. Laurence, geb. Kohn am 15.6.1994.
12 RGBl. I, 1935, S.1146-1147, S. 1333 und S. 1334-1336.
13 PA, vom 23.8.1935, S.7.
14 PA, vom 26.8.1935, S.2.
15 PA, vom 9.9.1935, S.2.
16 PA, vom 11.9.1935, S.5.
17 B III-XVI, 191.
18 Mitteilung Marion Freymanns.
19 Gespräch mit M. und H.J. Freymann am 24.7.1996.
20 Im Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre. Vom 15. September 1935, RGBl. I, 1935, S.1146 heißt es im § 3: „Juden ist das Hissen der Reichs- und Nationalflagge und das Zeigen der Reichsfarben verboten.“ Bei Verletzung dieser Bestimmung wird Gefängnis bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe angedroht.
21 B III-XXVI, 183, 634.
22 B III-XXVI, 183, 677.
23 PA, vom 10.12.1933, S.13.
24 Eschwege, Kennzeichen „J“, S.72.
25 B III-XXII, 857, 1934/125 und B III-XXII, 1935/98.
26 PA, vom 8.3.1935, S.8 (Todesanzeige).
27 B III-XXII, 859, 1935/89.
28 B III-XXII, 859, Februar 1939 und Briefwechsel mit H.J.Freymann.
29 B III-XXII, 08.
30 Gespräch mit Frau B.
31 PA, vom 17.2., S.2, vom 26./27.2., S.2 und vom 7.3., S.9.
32 RGBl. I, 1938, S. 404 und 414.
33 PA, 19.4.1938, S.3:
34 siehe Dokument im Anhang
35 Eschwege, Geschichte..., S.367.
36 Siehe Teil 2: Erlebnisbericht von Ilse Fischer!
37 RGBl 1938, I, S.1579, "Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit". Die Finanzämter hatten in vier Raten, die am 15.12.1938, am 15.2., 15.5. und 15.8.1939 fällig waren, je 5% des Vermögens der betroffenen Juden zu vereinnahmen. Zum 15.11.1939 wurde nochmals eine 5 %-Rate erhoben. Insgesamt 1 126 612 469 RM wurden so den Juden geraubt. Siehe: Felix, Günther, Scheinlegalität und Rechtsbeugung - Finanzverwaltung, Steuergerichtsbarkeit und Judenverfolgung im "Dritten Reich". In: Steuer und Studium, Heft 5/9195, S.202. Den Hinweis auf diesen Beitrag danke ich Rolf Richter.
38 Briefwechsel mit E. Jurmann.
39 Briefwechsel mit U. Wellemin, geb. Heß.
40 Vortrag von Prof. Dr. Dr. Brunner im Neuen Pirnaer Geschichtsverein - aus den Tagebüchern seines Vaters, 1994.
41 Gespräch mit Frau F.
42 H.J.Freymann, der an diesem Tage in Dresden beruflich unterwegs war, erlebte zufällig, wie sein Vater vor der Haftanstalt in der Dresdner Schießgasse ausgeladen wurde.
43 Buchenwald. Mahnung und Verpflichtung. Berlin 1960, S.126.
44 Stein, Harry, Juden in Buchenwald 1937-1942. Gedenkstätte Buchenwald 1992, S. 43/44.
45 Die Ansprüche aus den Schäden an Geschäften und Einrichtungen beliefen sich auf 225 Mill. RM, die die Reichskasse vereinnahmte. Vgl. Felix, a.a.O., S.202.
46 Ebenda, S. 47.
47 Ebenda, S. 50.
48 Siehe Dokumentenkopie im Anhang!
49 PA, 24.11.1938, S.3
50 B III-XXVI, 183, 598.
51 B III-XXVI, 183, 231.
52 Gleichfalls.
53 PA, 10.11.1938, S.2.
54 vgl. Rudolf Hirsch/ Rosemarie Schuder, Der gelbe Fleck. Berlin 1987, das Kapitel: Josel von Rosheim - Luther - Osiander!
55 PA, vom 6.1.1939, S.5.
56 Eschwege, Kennzeichen „J“, S. 354.
57 Eschwege, Geschichte der Juden..., S. 563.
58 B III-XXVI, 183, 1535.
59 Siehe Teil 2: Erlebnisbericht Ilse Fischer!
60 Hilberg, Raul, Die Vernichtung der europäischen Juden. Frankfurt/Main 1990, Bd.2, S. 826f.
61 Siehe Teil 2: Erlebnisbericht Ilse Fischer!
62 „Juden mußten für Wohnungsumzüge eine Abgabe in Höhe von 100 % des Wertes des Umzugsgutes entrichten.“ Felix, a.a.O., S.204.
63 Klemperer, Victor, LTI. Notizbuch eines Philologen. Berlin 1949, S. 177.
64 Die Finanzämter hatten Möbel, Hausrat und alle Barbestände einzuziehen und zu verwerten. „25% des eingezogenen Barvermögens floß als >Spende< an die Gestapo zur Deckung der Fahrtkosten“...und als Beitrag für die >Betriebskosten zur Vernichtung<. Felix, a.a.O, S. 203.
65 Tonbandbericht, im Besitz des Verfassers.
66 Ebenda.
67 Siehe Erlebnisbericht Esra Jurmann und Briefwechsel mit E.J.!
68 Schneider, W., Die industrielle Bedeutung Pirnas. In: Deutscher Städtebau. Pirna. Rat der Stadt Pirna (Hg.). Berlin-Halensee 1924, S. 52ff.
69 B III-XXVI, 183, 1098 und B III-XXII, 698.
70 Unbezeichnete Akte „Grundstücke Heß“.
71 B IV, 1387, Bl. 64.
72 Briefwechsel mit U.Wellemin.
73 Briefwechsel mit E.Jurmann.
74 Briefwechsel mit H.J.Freymann.
75 Klemperer, Victor, Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1945. Berlin 1995, Bd.2, S.377/378 und 383.
76 Klemperer, LTI, S.257. Bruno Freymann war damals schon 60 Jahre alt.
77 B IV, 1028, Bl. 32-35.
78 Zur Reichsfluchtsteuer: RGBl. I, 1931, S.731 - Kap. III: „Reichsfluchtsteuer und sonstige Maßnahmen gegen die Kapitalflucht.“ Danach wurde mit dieser Steuer belegt, wer als Ausreisender ein steuerpflichtiges Vermögen über 200 000 RM oder ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von über 20 000 RM aufwies, Die Höhe der Reichsfluchtsteuer: ein Viertel des steuerpflichtigen Vermögens oder Einkommens. Nach RGBl. I, 1934, S.392/393, Gesetz über die Änderung der Vorschriften über die Reichsfluchtsteuer, vom 18.5.1934, wird die Vermögensgrenze auf 50 000 RM herabgesetzt.
79 B IV, 1028.
80 PA, vom 22.6.1939, S.6.
81 Juden in der Amtshauptmannschaft Pirna, nach der Volkszählung vom Mai 1939. Mitteilung von Dr.Hartstock, Dresden, an den Verfasser.
82 Stanislaw Klodzinski, Die „Aktion 14f13“. Der Transport von 575 Häflingen von Auschwitz in das „Sanatorium Dresden“. In: Götz Aly, Aktion T4, Berlin 1989, S.136-146.
83 Ernst Klee, Krankenmord und Judenvernichtung. Über Nazi-Euthanasie, Sonnenstein und sein Personal. In:Nationalsozialistische Euthanasie-Verbrechen in Sachsen, Dresden, Pirna 1993, S.57-76.
84 Kraus, Ota/Kulka, Erich, Die Todesfabrik. Berlin 1958, S. 232 und Hilberg, a.a.O., Bd.2, S. 1050.
85 Hilberg, S. 1052.
86 StA.P., Bestand PDS, S 017, Opfer des Faschismus. Massengrab auf dem Friedhof Pirna. 12 Blätter, beglaubigte Abschriften.
87 Ehrenmale, Gedenkstätten, Erinnerungsstätten und Mahnstätten der Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstandskampfes im Kreis Pirna. 2. überarb. Auflage, Pirna 1984, S.6; siehe auch S. 57-58 und 90.
In diesem Friedhofsareal wurden neben den 73 Toten des Transports vom 27.1.1945 bis zum April 1945 weitere 7 KZ-Häftlinge bestattet, die aus Transporten oder Nebenlagern der näheren Umgebung stammten.
88 Rachela Grünbaum,geb. Am 22.2.1922 in Czeyne (Polen). Vgl. B IV, 1586, Bl.19.
89 StA.P., Bestand PDS, S 017, Bl. 6-7. Vgl. Auch B IV, 1586, Bl. 16-32.
90 StA.P., Bestand PDS, S 016, KZ-Lager Zatzschke.
91 Auskunft der Urkundenstelle beim Landratsamt Pirna.
92 B III-XXVI, 183, 553.
93 Briefwechsel mit H.J.Freymann.
94 B IV, 1586 - Opfer des Faschismus, Bl. 44.
95 StA.P., Rat der Stadt, Personalakte Alfred Cohn.
96 Auskunft: Einwohnermeldeamt Pirna.
97 Auskunft: Einwohnermeldeamt Taucha.
98 Auskunft: Einwohnermeldeamt Pirna.
99 Gespräche mit A.P., R.K. und Fam. Tabaschnik



























































































































