Es ist schwer zu verstehen, wie in einer so wunderbaren Landschaft wie der Sächsischen Schweiz die menschenverachtende Ideologie des Neo-Nationalsozialismus gedeihen kann. Ich bin dankbar, dass sich die Aktion Zivilcourage diesem Ungeist entgegen stellt.
Jochen Bohl (Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen) aus Radebeul
"Es ist wirklich beeindruckend"
30.04.2012
/ Pirna
Interview mit Björn Kieckhäfer zum 15-jährigen Bestehen des Vereins
Das Jahr 2012 ist für die Aktion Zivilcourage (AZ) ein ganz Besonderes - wir feiern Geburtstag. Dieses Jubiläum möchten wir gern nutzen, um Interessierten einen Einblick in den Werdegang unseres Vereins zu geben.
Vor 15 Jahren haben junge Menschen aus Pirna begonnen, ihre Umgebung und unsere Stadt aktiv mit zu gestalten.
Bis zum Jahresende werden wir alle zwei Wochen einen neuen Beitrag veröffentlichen, in dem die Autoren die AZ aus ihrem ganz eigenen Blickwinkel betrachten und zurückblicken, um die Entwicklung des Vereins aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
Björn Kieckhäfer war von September 2009 bis August 2010 als Freiwilliger des FSJ Politik bei der Aktion Zivilcourage beschäftigt. In diesem politischen Bildungsjahr nutzte er die Gelegenheit, in politischen Arbeitsfeldern tätig zu werden, Erfahrungen zu sammeln und Politik konkret zu erleben. Ein Jahr lang begleitete er die tägliche Arbeit des Vereins. Im Geburtstagsjahr sprachen wir noch einmal über seine Erlebnisse, Erfahrungen und gewonnenen Eindrücke.
Aktion Zivilcourage: Björn, du hast ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Aktion Zivilcourage in Pirna absolviert. Wie bist du auf unseren Verein gekommen?
Björn: Der Projektträger ist ja die Sächsische Jugendstiftung. Sie koordiniert die Einsatzstellen. Als ich mein Abitur fertig hatte, wollte ich zunächst etwas Sinnvolles machen und nicht gleich mit dem Studium beginnen. Ich habe auch einen Ersatz für den Zivildienst gesucht. Für Politik habe ich mich schon länger interessiert und dann bin ich der Aktion Zivilcourage Pirna auf einer Messe begegnet und habe mich mit dem Vorstand unterhalten können. Die Aktion Zivilcourage hat viele interessante Projekte, die selbst organisiert werden. Das fand ich spannend und dachte, dass ich mich gut einbringen kann, weil ich schon während meiner Schulzeit selbst Projekte organisiert habe.
Was waren deine Aufgaben in der Zeit des FSJ Politik?
Die waren sehr vielfältig! Ich half mit, Projekte zu organisieren. Zum Beispiel Gedenkstättenfahrten. 2010 habe ich 20 Schülerinnen und Schüler zu einer Fahrt nach Auschwitz begleiten können. Und einmal 60 Schülerinnen und Schüler nach Theresienstadt. Außerdem unterstützte ich das Gedenkspur-Sprühen.
Wie nimmst du die Arbeit der Aktion Zivilcourage wahr? Hattest du das Gefühl etwas bewegen zu können?
Auf jeden Fall! Ich erinnere mich an ein kleines Erfolgserlebnis. In unserem Europa-Projekt von 2011 versuchten wir Schülerinnen und Schülern, erstes Wissen über Europa und die EU näher zu bringen. Dazu gab es zuerst eine Europa-Rallye durch Pirna. In der Folgeveranstaltung reagierten die Schülerinnen und Schüler auf die Fragen auch mit dem Wissen aus dieser Rallye. Ich habe gesehen, dass etwas hängen bleibt und etwas dazu gelernt wurde. Es ist wirklich beeindruckend, was durch die engagierte Arbeit im Verein erreicht werden kann.
Hat die Arbeit der Aktion Zivilcourage vielleicht auch gerade dazu beigetragen, dass sich das Klima in Pirna verbessert hat?
Ja, wir erreichen viele Leute und leisten eine gute Arbeit vor Ort. Die Vereinsarbeit hat sicher geholfen, etwas zu verändern. Und ich denke, dass der Verein sehr vielseitig aufgestellt ist. Jetzt wird auch Prävention immer mehr ein Thema. Wir gehen auf Schülerinnen und Schüler zu. Ich finde es wichtig, dass man auch zeigt, was neben dem Schulalltag noch alles passieren kann. Dass man sich auch politisch einbringen und engagieren kann.
Lesen Sie alle Beiträge unter www.aktion-zivilcourage.de/15
Sie möchten sich ebenfalls zum Jubiläum "15 Jahre Aktion Zivilcourage" äußern oder gar einen Beitrag verfassen? Dann melden Sie sich gern unter t.waurig@aktion-zivilcourage.de.
Darüber hinaus laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, unter www.aktion-zivilcourage.de/statement ein kurzes Kommentar zum Engagement unseres Vereins abzugeben
Quelle: Aktion Zivilcourage e. V.




























































































































