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Mit Sprayflaschen und Schablonen gegen das Vergessen

P1070112 30.03.2011 / Pirna Am 30. März 2011 werden 53 Schüler der Pirnaer Dr.-Pienitz-Förderschule das Vergangene wieder sichtbar machen.

Die Kinder und Jugendlichen der Schule für Menschen mit geistiger Behinderung werden mit verschiedenfarbigen Sprühflaschen die Pirnaer Gedenkspur erneuern. Die kleinen bunten Kreuze, die sich von der Elbe bis hoch zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein ziehen, sind aufgrund der Witterung bereits wieder verblasst.

Damit die Erinnerung an das Unfassbare für alle Pirnaer lebendig gehalten wird, sprühen die Schüler gegen das Vergessen. „Wir wollen damit das Zeichen setzen, dass wir die Opfer nicht vergessen“, sagt die Lehrerin Frau Schmalfuß. Ihnen allen ist es ein besonderes Anliegen, denn in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein wurden zwischen 1940 und 1941 vor allem geistig behinderte und psychisch kranke Menschen umgebracht. Zudem war Dr. Ernst Gottlob Pienitz, Namensgeber der Pirnaer Förderschule, erster Direktor der Heil- und Pflegeanstalt gewesen.

Die Idee, gemäß der Opferzahl, eine Spur aus 14751 bunten Kreuzen zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein zu ziehen, stammt von Christoph Hampel, sodass fortwährend an die historische Verwurzelung der Stadt Pirna im Nationalsozialismus erinnert wird. Die Betreuung und Pflege der Gedenkspur obliegt vor allem der Aktion Zivilcourage e. V., welche dafür besonders mit Jugendgruppen zusammenarbeitet, um diese für die lokale Geschichte zu sensibilisieren.

 

Ansprechpartnerin:

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  Ramona Meisel

  Projektkoordinatorin  

  E-Mail: r.meisel@aktion-zivilcourage.de

  Telefon: 03501 460 880

 

 

 

Quelle: Aktion Zivilcourage e. V.

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