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Informationen zum 13. Februar 2010

378_kopf_breit 1_dresden09 13.01.2009 / Dresden

Am 13. Februar 2010, dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens, werden wieder Rechtsextremisten aus ganz Europa zu einem Aufmarsch in Dresden mobilisieren. Dieser hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum größten europäischen Treffen der Alt- und Neonazis entwickelt.

Der Aufmarsch steht in den Traditionslinien des historischen Nationalsozialismus. Die Gleichsetzung der Opfer der Luftangriffe auf Dresden mit den Ermordeten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern soll den Holocaust verharmlosen. Damit wird der Vernichtungscharakter der deutschen Kriegsführung im 2. Weltkrieg verschwiegen und die Fragen nach Schuld und Verantwortung werden verdreht.

Rechtsextreme Großveranstaltungen wie in Dresden fördern bei den Teilnehmenden den Einstieg in demokratiefeindliche Szenen, zelebrieren Zusammenhalt im Sinne einer nationalsozialistischen Identität und dienen der Vernetzung der Rechtsextremisten in ganz Europa.

Viele Verbände, Initiativen und Gruppierungen beteiligen sich an zahlreichen Gegenveranstaltungen.

 

Aufruf der Oberbürgermeisterin
Die Arbeitsgruppe am Tisch der Oberbürgermeisterin wird alle Bürgerinnen und Bürger einladen, sich an einer Menschenkette "ERINNERN - MAHNEN - HANDELN" zu beteiligen. Diese Menschenkette steht als symbolischer Wall um die Innenstadt und schützt diese vor dem Eindringen von Rechtsextremen. Sie soll die gemeinsame Aktion aller Demokraten bilden und wäre eine neue Vorgehensweise in der sächsischen Landeshauptstadt.
Beginn ist 13.00 Uhr an der Trümmerfrau vor dem Rathaus. Im Moment steht die Menschenkette vor dem Rathaus auf dem Dr.-Külz-Ring, St. Petersburger Straße Richtung Synagoge/Elbe. Sie soll nach derzeitigen Planungen bis ca. 14.30 Uhr dauern. Der Aufruf der Oberbürgermeisterin wird in der zweiten Januarwoche der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr Infomationen unter: 13februar.dresden.de/

Friedensgebete aller Menschen guten Willens

In der Tradition der Friedensgebete werden kirchliche Veranstaltungen unter freiem Himmel geplant.
Initiiert und organisiert wird das Friedensgebet vom zivilgesellschaftlichen Bündnis der AG „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens“, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der Amadeu Antonio Stiftung und dem Kulturbüro Sachsen e.V..

Die Initiativen beteiligen sich seit Jahren an den Protesten gegen den jährlich stattfindenden Neonaziaufmarsch. Mit einem Aufruf zu dem Friedensgebet für „alle Menschen guten Willens“ haben sich die vier leitenden Geistlichen Dr. Salomon Almekias-Siegl, Jochen Bohl, Friedbert Fröhlich und Joachim Reinelt sowie u.a. die RBB-Intendantin Dagmar Reim, der Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), Dr. Andreas Nachama (Direktor der Stiftung Topographie des Terrors), der Stadtjugendpfarrer von Dresden, der Leiter der evangelischen Erwachsenenbildung in Sachsen, zahlreiche EKD-Synodale sowie Pfarrerinnen und Pfarrer, Theologinnen und Theologen aus Sachsen und dem gesamten Bundesgebiet an die Öffentlichkeit gewandt.

Aufruf: www.asf-ev.de/aktuelles/nachrichten/2010/12010/am_13_februar_2010_in_dresden_erinnern_und_handeln/

Aufruf vom Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer!"

Weiterhin gibt es den Aufruf des Bündnisses "Nazifrei! Dresden stellt sichquer!" die zu Blockaden des rechtsextremen Aufmarsches aufrufen. www.dresden-nazifrei.com

 

Alktuelle Informationen
www.geh-denken.de

 

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