Die Aktion Zivilcourgage e.V. bietet parteiunabhängig Raum für die Mitgestaltung, Koordination, Kooperation und Information.
Maria Giesing (Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) aus Pirna
„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in Berlin eröffnet
21.01.2012
/ Berlin / Pirna
Neue Wanderausstellung macht ab 9. November 2012 Station in Pirna
„Das Schicksal der Anne Frank lässt niemanden unberührt.“ Mit diesen Worten eröffnete Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse (SPD) am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU), dem niederländischen Botschafter in Deutschland Marnix Krop und dem Direktor des Anne Frank Zentrums Berlin Thomas Heppener unter dem Interesse mehrerer hundert Gäste die neue Wanderstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Paul-Löbe-Haus in Berlin.
Ein kommunikativer Lernort über die bewegende Geschichte der Anne Frank, ein jüdisches Mädchen, geboren 1929 in Frankfurt am Main und 1934 mit ihrer Familie nach Amsterdam emigriert, hatte vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 versteckt vor den Nationalsozialisten ein Tagebuch geschrieben, das nach dem Krieg Weltruhm erlangt hat.
Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart
In der Ausstellung erzählen große Bildwände in sechs Abschnitten vom Leben der Anne Frank. Ihre persönliche Geschichte wird verbunden mit der Geschichte der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, des Holocaust und des Zweiten Weltkrieges. Wichtige geschichtliche Ereignisse werden kurz erläutert und durch Filme und Aussagen von Zeitzeugen ergänzt.
Kernstück der neuen Ausstellung ist der Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart. "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" rückt die Lebensgeschichte Anne Franks in den Blickpunkt und fördert damit ein Besinnen auf die Gefahren von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und die Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie.
In der Schule und im Geschichtsunterricht hat jeder schon mal was vom Holocaust gehört. Aber dieses Projekt schafft es, die Aktualität des Themas klarzumachen. Und zwar auf Augenhöhe: In allen Städten, wo die Ausstellung gezeigt wird, bildet das Anne Frank Zentrum Jugendliche zu "Peer Guides" aus, die Gleichaltrige durch die Ausstellung führen. Im Anschluss können sie Anne Frank-Botschafter werden und in ihrem Ort eigene Projektideen verwirklichen.
Ausstellung ab dem 9. November in Pirna zu sehen
Die Ausstellung wird deutschlandweit als Wanderausstellung präsentiert - noch bis zum 16. Februar ist sie im Paul-Löbe-Haus zu sehen bevor sie anschließend weiter nach Essen reist.
Ab dem 9. November 2012 macht sie dann Station in Pirna. Organisiert wird das Ausstellungsprojekt durch die Aktion Zivilcourage gemeinsam mit vielen regionalen Partnern und Unterstützern. Die Ausstellung bietet Jugendlichen ein Forum, sich mit Fragen auseinander zu setzen, die sie an ihr eigenes Leben stellen. Es sind Fragen des Erwachsenwerdens, auf die schon Anne Frank Antworten suchte, nach dem eigenen Ort im sozialen und politischen Leben.
Bereits in den Jahren 2006 und 2008 wurde die Vorgängerausstellung "Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland" in Pirna und in Freital gezeigt. Dabei konnten jeweils mehr als 1.500 Besucher im Rahmen von 60 Führungen durch die Ausstellung erreicht und begeistert werden.
Konferenz "Engaging youth in learning about the Holocaust and Human Rights in the 21st century"
Mit der Ausstellungseröffnung am Donnerstag startete auch eine internationale Konferenz, gemeinsam organisiert vom Anne Frank Haus in Amsterdam und dem Anne Frank Zentrum in Berlin. Über 130 Jugendliche, Engagierte und Fachleute aus 18 Ländern trafen sich in Berlin – allesamt Akteure aus den Bereichen Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Erinnerungskultur sowie Gedenkstättenpädagogik. Ziel war es gemeinsam zu reflektieren, wie man Jugendlichen heute Geschichte vermitteln, für Menschenrechte sensibilisieren und für ein Engagement ermutigen kann. Das geschah sowohl in Form von Podiumsdiskussionen, Impulsreferaten und zentral in Workshops bzw. im Dialog untereinander. Die Konferenz gab die Möglichkeit Erfahrungen auszutauschen und lieferte neue Ideen und Impulse für die eigene Arbeit.
Bereits seit vergangenem Montag war die Aktion Zivilcourage Teilnehmer an einer Vorkonferenz, bei der sich 25 engagierte Jugendliche aus acht verschiedenen Ländern intensiv mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur beschäftigten und über zwei Tage drei Filmbeiträge produzierten die gesammelte Eindrücke und Erfahrungen dokumentieren.
Link zum Anne Frank Zentrum: www.annefrank.de
Link zum Anne Frank Museum in Amsterdam: www.annefrank.org
Quelle: Aktion Zivilcourage e. V.




























































































































