Respekt und Toleranz vor jedem Menschen, sind die Grundpfeiler einer Welt , die sich mit großen Veränderungen auseinander setzen muss. Ich freue mich, das aus meiner Stadt Pirna, so viel in Richtung Toleranz durch die Aktion Zivilcourage bewegt wird.
Hugo Dressler aus Pirna
Galerie Gedenkfahrt Auschwitz: Das Tagebuch- Tag Drei
Dritter Tag: Sie dachten, sie werden nur umgesiedelt.
Heute Morgen besuchten wir das größte Konzentrations- und Vernichtungslager zu Zeit der NS-Diktatur. Im Gegensatz zum engen Stammlager, war das Außenlager Birkenau als ein weitläufiges mehr als 200 ha großes Lager geplant. Heute sind von den vormals 350 Baracken nur noch wenige im Originalzustand erhalten. Vor allem wird das Bild durch die vielen hundert Schornsteine geprägt, welche wie Säulen aus dem Boden ragen. Der Historiker der Gedenkstätte Auschwitz führte uns quer über das Gelände, berichtete uns, wie die Menschen dort ihr Leben fristen mussten, welchen Lügen ihnen erzählt wurden, dass Birkenau nur ein Übergangsort sei bevor sie in eine neue „Heimat“ umgesiedelt werden. Doch mit der Ankunft im Lager - oft nach tagelanger Fahrt in überfüllten Zügen – selektierten NS-Ärzte die Ankommenden. Die augenscheinlich Gesunden - lediglich 20% - wurden zur Zwangsarbeit herangezogen und hatten somit eine kleine Überlebenschance. Alle anderen wurden nach sekundenschneller, oberflächlicher Entscheidung ermordet. Unmittelbar vor den Gaskammern erfuhren die Opfer, dass sie nach einem Bad ihre Familien wiedersehen würden. Sie erhielten ein Stück Seife, ein Handtuch, mussten sich entkleiden und wurden in den vermeintlichen Waschraum geführt. Dann folgte die Vergasung durch Angehörige der SS.
Wir sahen die Baracken, in denen die Menschen schliefen, die Teiche, in welche die Asche der Opfer geschüttet wurde, die zerstörten Gaskammern und die Krematorien.
Auch die inszenierte Außenwirkung des Lagers wurde vom Zeitzeugen Wilhelm Brasse in einem Gespräch am Nachmittag hervorgehoben. Dieser war von 1940 bis 1945 als Häftling im Stammlager Auschwitz. Überlebt hat er dank vieler „Zufälle“ und seiner Rolle als Fotograf. Eine seiner Aufgaben war, die medizinischen Experimente, unter anderem des Dr. Mengele, fotografisch zu dokumentieren. Ergreifend war sein Abschlussgedanke: „Wir könnten heute nicht hier als Freunde zusammen sein, wenn es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben hätte.“



















































































































































































