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Zeitzeugenprojekte

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Die Aktion Zivilcourage e.V. ist bestrebt, die Erinnerung als Mahnung und Aufruf zur Toleranz aufrecht zu erhalten. Deshalb veranstalten wir regelmäßig Projekte mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Diktatur der Nationalsozialisten. Die langjährige Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit, Geschichte durch den Bericht von unmittelbar Erlebten, vor allem für junge Menschen, greifbar und zugänglich zu machen.

 

Esra Jurmann, der Sohn Pirnaer jüdischer Geschäftsinhaber, schrieb sein Leben im Nationalsozialismus und den Leidensweg seiner Familie in der Nazidiktatur Deutschlands selbst in dem Buch „Vor allen Dingen war ich ein Kind – Erinnerungen eines jüdischen Jungen aus Pirna" nieder. Gemeinsam mit dem Pirnaer Historiker Hugo Jensch und der Aktion Zivilcourage e.V. unternimmt er jährlich Zeitzeugengespräch in Schulen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Er legt einen wichtigen Abschnitt der Geschichte unserer Region dar und diese an seinem konkreten persönlichen Schicksal.

 

Heinz Kallmann wurde 1926 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Zum Zeitpunkt der Machtübernahme der Nazis war Heinz Kallmann sieben Jahre alt und lebte in Berlin. Heute hat er es sich zur Aufgabe gemacht, u.a. in Schulen über sein Schicksal zu sprechen. In Veranstaltungen berichtet er von seinem Leben, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Er wurde 2004 auf Pirna aufmerksam, als er einen Bericht über Rechtsextremismus im Fernsehen sah. Prompt wollte er etwas tun, rief im Rathaus an, dort verwies man ihn auf die Aktion Zivilcourage. Seitdem ist er regelmäßig in den Pirnaer Schulen zu Gast.

 

Prof. Dr. Erika Rosenberg, 1951 in Buenos Aires geboren, studierte in Argentinien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich Pädagogik, Geschichte und Journalismus. Sie arbeitet im argentinischen Auswärtigen Amt und bildet dort zukünftige Diplomaten aus. Darüberhinaus war Sie 23 Jahre am Goethe Institut in Buenos Aires als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig.

Unter ihren Veröffentlichungen finden sich die Biografien Erika von Emilie und Oskar Schindler, die als Ergebnis ihrer langjährigen Freundschaft mit Emilie Schindler entstanden. Beide hatten sich 1990 kennengelernt. Erika Rosenberg war die Frau an Emilies Seite und betreute sie in Rahmen ihrer Möglichkeiten. Sie erfüllte auch den letzten Wunsch der betagten Dame, in Deutschland zu sterben und in Bayern begraben zu werden. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Ehrungen von Emilie Schindler im „Haus der Geschichte“ in Bonn einen Ehrenplatz erhielten.

Während ihrer jährlichen Europabesuche hält sie auch zahlreiche Vorträge im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über das Leben und Wirken von Oskar und Emilie Schindler.

Kontakt: http://rosenbergerika.blogspot.com/.

 

Haben Sie Interesse, ein Zeitzeugenprojekt durchzuführen oder sind selber Zeitzeugin oder Zeitzeuge der NS-Diktatur und möchten Ihre Erfahrungen und Geschichten weitergeben? Dann sprechen Sie uns bitte an.

Ein Kontaktformular und alle weiteren Kontaktdaten der Aktion Zivilcourage e.V. finden Sie hier: www.aktion-zivilcourage.de/Kontakt