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Parole: "Todesstrafe für Kinderschänder"

Diese Parole ist in rechtsextremen Kreisen seit langem beliebt und fast jede Nazi-Band hat ein Lied zu diesem Thema veröffentlicht. Wenn sich Neonazis gegen Kindesmissbrauch engagieren, ist ihnen eine große Zustimmung von weiten Teilen der Bevölkerung sicher, die immer wieder mit starker Anteilnahme auf Missbrauchsfälle reagiert.

Oft herrscht nach solchen Straftaten entsetztes Schweigen von Politikern. Genau das nutzen die Rechtsextremen, sie greifen das Thema populistisch auf, rufen zu Demonstrationen auf und stellen sich als politische Alternative dar, die endlich hart durchgreifen würde. Um den Schutz von Kindern, den Opfern von Kindesmissbrauch, geht es den Neonazis dabei gar nicht, sie werden nur vorgeschoben, um das deutsche Rechtssystem, die Polizei und das „System“ anzugreifen und diese für vermeintlich zu geringe Strafen für solche Straftäter verantwortlich machen will. Oft kommt dazu noch die populistische Argumentation, die Straftäter im Gefängnis würden nur Kosten für die Steuerzahler schaffen. Doch die Todesstrafe wurde im deutschen Recht abgeschafft und eine lange Haftstrafe mit entsprechenden Therapien ist eine harte Strafe für die Täter. Ein großer Teil der Bevölkerung ist aber der Meinung, Sexualstraftäter sollten zu noch längeren oder sogar zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt werden.

Negativ in dem Zusammenhang ist auch, wie leichtfertig von Journalisten das Wort „Kinderschänder“ verwendet wird, wodurch die Opfer noch zusätzlich zu ihrem Leid in schlechtes Licht gerückt werden.

 

Verwendete Quellen:

www.netz-gegen-nazis.de/artikel/warum-engagieren-sich-neonazis-gegen-kinderschaender

www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/kinderschaendung.htm