Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium aus Pirna
Parole: "NS-Wirtschaftspolitik und Arbeitsbeschaffung 1933-1939 waren vorbildlich"
Nur der Krieg hat die Riesen-Staatsverschuldung verschleiert. Das NS-Wirtschaftsprogramm basierte auf einer immer höheren Staatsverschuldung und konnte nicht funktionieren. Durch den kurzfristigen wirtschaftlichen Aufschwung sollte das Deutsche Reich kriegsfähig gemacht werden.
1932 steckte Deutschland immer noch in der großen Wirtschaftskrise. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei weit über sechs Millionen. Zu Beginn des folgenden Jahres war dann ein kleiner wirtschaftlicher Aufschwung erkennbar. Dieser Erfolg wurde zwar unmittelbar der neuen Regierung zugeschrieben, war aber in Wirklichkeit auf die Wirtschaftspolitik der Vorgängerregierung zurückzuführen. Diese positive wirtschaftliche Entwicklung war nur die erste Phase der Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft. Es ist unstreitbar, dass das nationalsozialistische Regime vordergründig allerlei unternommen hat, um Deutschland wieder wirtschaftlich auf die Beine zu stellen. Aber dieses Programm brachte viele schädliche Nebenwirkungen mit sich und hatte ein bösartiges Ziel: den Krieg.
Die Beseitigung der hohen Arbeitslosigkeit wurde vorrangige Aufgabe der neuen Regierung. In der NS-Terminologie hieß es propagandistisch die "Arbeitsschlacht." Solche Propaganda spielte immer eine Rolle in der NS-Politik. Mit Schlagwörtern sollte die Botschaft vermittelt werden, dass die neue Regierung im Gegensatz zu denen der Weimarer Republik alles im Griff habe. Hitler wusste, dass die Arbeitslosigkeit wohl das sichtbarste Problem der Gesellschaft darstellte, und auch, dass ein Erfolg in diesem Bereich durchaus viel Unterstützung und Legitimität für das junge Regime bedeuten würde.
Die Arbeitsbeschaffung wurde in erster Linie durch die riesige Aufrüstung erreicht. Dazu werden auch die vom Staat in Auftrag gegebenen Bauprojekte gezählt, wie zum Beispiel das Autobahnnetz und der Aufbau des Westwalls. Im Rahmen dieses Programms fiel 1933 die Zahl der Arbeitslosen auf 4,8 Millionen. 1934 sank sie auf 2,7 und 1936 sprach man in manchen industriellen Bereichen bereits von einem Arbeitskräftemangel. Diese Bilanz hatte damals eine ausgeprägte psychologische Auswirkung auf die Gesellschaft. Sie ist jedoch nicht nur mit dem wirtschaftlichen Erfolg erklärbar. Was durch die Statistik nicht zum Ausdruck kommt, ist der wahre Grund, weshalb die Zahlen so drastisch zurückgingen. Das Regime hatte nämlich in seinem ersten Jahr nach der Machtübernahme die Definition für Arbeitslosigkeit einfach geändert: Notstandsarbeiter, Jugendliche, Frauen, kurzfristig Beschäftigte usw. tauchten nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auf. In diesem Zusammenhang muss auch die 1935 eingeführte allgemeine Wehrpflicht erwähnt werden, die eine große Zahl arbeitsloser junger Männer aufsaugte. Das Wirtschaftsprogramm der Nationalsozialisten führte zwangsläufig zu starken Staatsschulden, die von 12,9 Milliarden Reichsmark 1933 auf 31,5 Milliarden Reichsmark im Jahr 1939 anstiegen. Der Rüstungsetat wurde von 5,5 Milliarden 1935 auf 16 Milliarden Reichsmark im Jahr 1938 angehoben. Das Programm, das auf einer immer höheren Staatsverschuldung basierte, konnte auf Dauer nicht funktionieren. Um die Staatsschulden bezahlen zu können, befahl Hitler, einfach mehr Geld zu drucken. Diese Aktion brachte eine steigende Inflationsrate mit sich, die sich, wie in den 20-er Jahren, auf die deutsche Wirtschaft sehr schädlich auswirkte. Es gab fortan zwei Möglichkeiten: entweder fuhr das Deutsche Reich in den Bankrott oder in den Krieg, wobei das Regime hoffte, seine finanziellen Schwierigkeiten durch eingenommene Kriegsbeute vermindern zu können. Die wirtschaftliche Wiederbelebung des Deutschen Reiches spielte für Hitler nur eine untergeordnete Rolle und sollte dazu dienen, das Deutsche Reich kriegsfähig zu machen. Diese berechnende Politik führte in den Ruin.
Quelle: Blick nach Rechts, www.bnr.de, 25.10.2007





















































