Weltoffenheit ist ein Anliegen der gesamten demokratischen Gesellschaft, ein Ziel, das wir nur gemeinsam erreichen können. Je mehr Menschen für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft werben, umso besser. Deshalb unterstütze ich die Aktion Zivilcourage.
Markus Ulbig (CDU, Sächsischer Staatsminister des Innern) aus Pirna
Öffentliche Führungen in der neuen Synagoge zu Dresden
Am Rande der Dresdner Altstadt, zwischen der Brühlschen Terrasse und der Carolabrücke erhebt sich nun seit mehr als 7 Jahren die neue Synagoge. Regelmäßige Führungen laden Besucher ein, sich näher mit dem Bauwerk und der Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Dresden zu befassen.
Schon oft erregte das Gebäude bei seinen Betrachtern Antoß. Es sei zu quadratisch, zu modern, mit zu wenig Fenstern oder einfach nur nicht schön.
Dabei erkennen die meisten auf den ersten Blick erkennt man nicht, wie feinsinnig dieses Haus des Saarbrücker Architektenbüros Wandel, Hoefer, Lorch ist: 3.000 tonnenschwere Quader formen den Beinahe-Würfel großen fensterlosen Sakralbaus. Der Kubus ist in sich gedreht – pro Steinlage um sechs Zentimeter. So kann trotz der nicht ganz korrekten Lage des Grundstücks der Kultraum der Synagoge nach Osten ausgerichtet sein. Ein Vorhang aus goldglänzendem Metallgewebe bildet diesen Kultraum und entspricht dem transportablen Stiftszelt für die Bundeslade, während die massive Außenwand den festgefügten salomonischen Tempel symbolisiert.
Die neue Dresdner Synagoge steht nahe der ursprünglichen Synagoge, die nach Entwürfen und unter Leitung Gottfried Sempers 1838 errichtet wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie 1938 am 9. November zerstört. 63 Jahre später, am 9. November 2001, wurde die neue Synagoge geweiht.
Einzig der vergoldete Davidstern über der Eingangstür ist ein Originalstück der Sempersynagoge. Wie dieser die Zeit des Nationalsozialismus überstand und viele weitere Informationen über das Bauwerk und die Jüdische Gemeinde können Sie bei den öffentlichen Führungen erfahren.
Die Führungsdauer beträgt etwa eine Stunde, dabei werden die Geschichte der Synagoge und der Juden in Dresden, eine kleine Einführung in die jüdische Religion, die Jüdische Gemeinde zu Dresden heute und erste Informationen zur Baugeschichte der Neuen Synagoge angesprochen.
Es werden auch Führungen mit musikalischer Begleitung angeboten!
Die aktuellen entnehmen Sie bitte der Internetseite der HATiKVA (Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur und Sachsen e.V.).
Treffpunkt zur öffentlichen Führung ist im Hof vor der Synagoge (Hasenberg 1)
Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 4,00 € bzw. ermäßigt: 2,50 €.
Eine Kopfbedeckung für die männlichen Synagogen-Besucher ist erforderlich.
(S.Wirth)




























































































































