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dialogintegration - Ein Jahr später … Was der Mordfall Marwa El-Sherbini verändert hat.

1246883144775l 7. Juli 2010 / Dresden Eine Veranstaltungsreihe des Ausländerrat Dresden e.V. in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

Es passierte in aller Öffentlichkeit. Schlimmer noch, im geschützten Rahmen eines Justizgebäudes. Und das ist das eigentlich Tragische an diesem Fall: Polizei und Justiz haben sich bis dahin vorbildlich um den Schutz der Würde und der Rechte von Marwa El-Sherbini gekümmert, doch ausgerechnet während der daraus folgenden Gerichtsverhandlung versagt der Schutz ihres Lebens. Sicherheitstechnisch wurde reagiert: In sächsischen Gerichten sind verstärkte Personen- und Gepäckkontrollen vorgesehen. Notrufsysteme sollen ausgebaut, eine mobile Einsatzgruppe eingesetzt und Justizwachtmeister mit Pfefferspray ausgerüstet werden. «Wir wollen die Einrichtungen aber nicht zu Festungen ausbauen», sagte Sachsens Justizminister Jürgen Martens Anfang des Jahres.

 

Wir wollen am kommenden Mittwoch mit dem Dresdner Oberstaatsanwalt Christian Avenarius darüber diskutieren, wie dieser Fall nicht nur den sicherheitspolitischen, sondern auch den juristischen Umgang mit rassistisch motivierten Taten verändert hat. Und wir stellen uns weitere Fragen: Aus welchem Umfeld heraus können solche Taten geschehen? Haben sie die Kraft, gesellschaftliches Denken und Einstellungen gerade gegenüber Migrantinnen und Migranten verändern zu können?

Veranstaltungsdaten:

7. Juli 2010, 19:00 Uhr

Internationales Begegnungszentrum Dresden

Heinrich-Zille-Str. 6, 01219 Dresden

 

dialogintegration ist eine Veranstaltungsreihe des Ausländerrates Dresden e.V. Sie lädt ein zum offenen und kontroversen Austausch über aktuelle und grundsätzliche gesellschaftliche Fragen.

Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

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Quelle: Ausländerrat Dresden e.V. in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

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