Die Aktion Zivilcourage ist eine der ältesten Initiativen in Sachsen, die sich für demokratisches Engagement einsetzt und die viele Menschen für Vielfalt und Toleranz begeistert. Sie ermutigt, sich dafür zu engagieren.
Marianne Birthler (Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen a.D.) aus Berlin
70 Menschen zum Konflikt im Nahen Osten informiert
11.02.2009
Spontan musste aufgrund der enormen Nachfrage der geplante Veranstaltungsort im Stadthaus, dem größeren Saal der Oase weichen.
Die Neugierde war es letztlich, die 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger Pirnas und der Umgebung am vergangenen Montag dazu bewog, sich zum Nahost- Konflikt zu informieren. Bereits Tage zuvor stand das Telefon im Büro der Aktion Zivilcourage, dem Veranstalter des abendlichen Vortrages, „Die Geschichte der Israelis und Palästinenser“, kaum noch still.
Julius Scharnetzky vom Verein begrüßte die zahlreichen Gäste: „Eines ist bereits zu Beginn klarzustellen. Es soll uns nicht um Schuld gehen.“ Denn es kann und sollte nicht Sinn einer einzigen Abendveranstaltung sein, die über Jahrzehnte lang aufgebaute Enttäuschung, Wut und Aggression mit der Klärung von Schuld und Unschuld zu verlassen. Vielmehr, so erklärte der Student, ginge es darum, „ein gemeinsames Level und eine objektive Einführung zu schaffen. Das, so denke ich, ist uns mit dem heutigen Vortrag gelungen“. Gemeinsam mit Franziska Voigt, die ein freiwilliges soziales Jahr bei der Aktion Zivilcourage absolviert, sowie dem Referenten Martin Schäuble, Journalist und Buchautor, trugen sie verschiedene Standpunkte der Bewohner der Region mit dem Hintergrund unterschiedlichster geschichtsträchtiger Daten vor. Diese Aufzeichnungen entstammen dem Buch des Referenten.
In einer anschließenden Diskussion zum komplexen Thema wurden Fragen von der Religion bis zu m aktuellen Wahlergebnis gestellt. „Stereotype gibt es auf beiden Seiten. Gerade aber bei den jungen Menschen wird der Alltag sehnsüchtig erwartet. Die wollen nicht ständig mit dem Konflikt in Berührung kommen“, entgegnet Schäuble, der zwei Jahre vor Ort studierte und intensiv recherchierte, abschließend auf die Frage der Friedensbemühungen.
Die mehrheitlich positive Rückmeldung des Publikums verdeutlichte sich mit der Bitte um mehr Veranstaltungen zum Thema. Julius Scharnetzky wird die Anregung im Kopf behalten, könne jedoch derzeit noch keine Aussage zu einer Fortsetzung der Veranstaltung treffen.
Bilder der Veranstaltung finden sie HIER.




























































































































