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13. Jiddische Musik- und Theaterwoche

Boom_Pam JiWo-Logo Daniel_Kahn__The_Painted_Bird Der_Klezmer2 Stolperstein_-_gross Migrationscollagen1 22.10. - 09.11.2009 / Dresden Begegnungen mit Jüdischem Leben

 

Die Jiddische Musik- und Theaterwoche ist eine Initiative des Rocktheater Dresden e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und HATiKVA e.V. Sie gibt Einblicke in jiddische und jüdische Dramatik, Literatur und Sprache, Film, jüdisches Brauchtum und Religion und möchte diese Kultur einem großen Kreis interessierter
Menschen zugänglich machen.

Während der vergangenen 12 Festwochen ist es gelungen, Begegnungen zwischen jiddischen und jüdischen Künstlern u.a. aus Israel, den USA, Russland, Frankreich und Polen sowie mit Künstlern zu ermöglichen, die sich in Deutschland mit dieser Kultur beschäftigen.

Während der vergangenen 12 Festwochen ist es gelungen, Begegnungen zwischen jiddischen und jüdischen Künstlern u.a. aus Israel, den USA, Russland, Frankreich und Polen sowie mit Künstlern zu ermöglichen, die sich in Deutschland mit dieser Kultur beschäftigen.

Am 26.11.2009 wird dem Rocktheater Dresden e.V. für das Projekt „Jiddische Musik- und Theaterwoche – Begegnungen mit Jüdischem Leben“ der Regine Hildebrandt-Preis der deutschen Sozialdemokratie 2009 verliehen werden.

Aus der Begründung der Jury: "Dieses Festival verbindet die Erinnerung an die vernichtete Kultur des osteuropäischen Judentums mit der Präsentation von Musik- und Theater¬produk-tionen, die Zeugnisse des aktuellen jüdischen Lebens und Kultur sind. Das Festival (...) ist in Dresden zu einem wichtigen, wachsende Anteilnahme findenden Ereignis gewor¬den für das Zusammenleben mit einer wiedererstandenen jüdischen Gemeinde, für die Auseinander-setzung mit Rassismus und Antisemitismus und für die Stärkung von Toleranz und demokratischer Kultur.

Das ausführliche Programm, Infotexte und Hörbeispiele unter
www.jiddische-woche-dresden.de
Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Auf die folgenden Veranstaltungen möchten wir besonders hinweisen.

Ingo Wobst
Projektassistent 13. Jiddische Musik- und Theaterwoche



Podiumsgespräch
21.10. | 19.30 Uhr | Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Wendepunkte- Juden und Jüdische Gemeinden in der DDR
mit Heinz-Joachim Aris, Dr. Hermann Simon, Prof. Julius Schoeps (angefragt) und Dr. Nora Goldenbogen. Moderation: Wolfram Nagel (freier Rundfunkjournalist)

Auf die Frage, welche Rolle Judentum bzw. jüdische Gemeinden in der DDR gespielt haben, gibt es viele, oft auch gegensätzliche Antworten. Die Entwicklung der jüdischen Gemeinden im Osten Deutschlands seit 1945 hatte ganz unterschiedliche Phasen, auch hoffnungsvolle Anfänge und dramatische Wendungen. Der Herbst '89 brachte auch für das jüdische Leben in der DDR eine entscheidende Wende, durch Reise- und Meinungsfreiheit, vor allem aber durch die Zuwanderung aus der Sowjetunion.

Eintritt frei!



Eröffnungskonzert
22.10. | 20 Uhr | Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Europas heißeste jiddische Musik!
Klezmer Alliance (London/Kishinev/Köln)

Die Klezmer Alliance mit neuen jiddischen Liedern, alten rumänischen und moldawischen Melodien und fetzigem Klezmer - die 13. Jiddische Musik- und Theaterwoche startet mit viel Schwung – Herzlich Willkommen, Borech habo!

Eintritt 14 € | erm. 10 €
VVK 10 €



Theater
24.10. | 19 Uhr | Societaetstheater
Anthology
Acco Theatre Center, Israel

„The Anthology“ ist ein intimes Spiel über den Umgang mit Erinnerung. Inspiriert durch das Aufsehen erregende Werk „Arbeit macht frei vom Toitland Europa", das Anfang der Neunzigerjahre international Furore machte.
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €


Dokumentarfilm & Gespräch
25.10. | 17Uhr | Kino Thalia
Balagan
Ein Porträt des Acco Theater Center von Andres Veiel

"Balagan", die hebräische Umschreibung für das Chaos in Kopf und Bauch, erzählt von zwei jüdischen und einem palästinensischem Schauspieler aus Israel, die seit vielen Jahren zusammenarbeiten.
Publikumsgespräch mit den Protagonisten im Anschluss.

Eintritt 5 € | erm. 3 €
VVK 3 €


Liebenswürdige Frechheiten
25.10. | 20 Uhr | Societaetstheater
Massel und Schlamassel
Mit Griseldis Wenner und Küf Kaufmann (Leipzig)

Mehr als 100 megakurze, humorvolle Geschichten, in denen sich alles um den Mann und die Frau dreht.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €



Lesung
26.10. | 20 Uhr | Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Heiliges Essen
Lea Fleischmann (Israel) liest aus ihrem neuen Buch

In ihrem Buch beschreibt Lea Fleischmann die Bedeutung der biblischen Speisegebote, macht sie für Nichtjuden erfahrbar und regt zum Nachdenken über das eigene Essverhalten an.

Eintritt::8 € | 5€
VVK: 5€



Theater
27.10. | 20 Uhr | Societaetstheater
Anthology
Acco Theatre Center, Israel

"The Anthology" ist ein intimes Spiel über den Umgang mit Erinnerung. Inspiriert durch das Aufsehen erregende Werk "Arbeit macht frei vom Toitland Europa", das Anfang der Neunzigerjahre international Furore machte.
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €



Theater
28.10. | 19.30 Uhr | Theater Junge Generation
Ein ganz gewöhnlicher Jude
Theaterstück von Charles Lewinsky

Es geht um einen Juden, der mitten im Deutschland der Gegenwart nichts Ungewöhnlicheres betreibt, als sich für einen ganz gewöhnlichen Mitbürger zu halten.
In Zusammenarbeit mit der Wilhelm Külz Stiftung.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €



Konzert
29.10. | 20 Uhr | Theaterhaus RUDI
Lieder der Zeit
Mit Karsten Troyke und Jens-Peter Kruse (Berlin)

Sara Sliwka war 13 Jahre alt, ein Kind noch, als sie von deutschen Soldaten von zu Hause weggeholt und in ein Lager verschleppt wurde. Lieder der Zeit – der Berliner Musiker Karsten Troyke, der sich schon früh für jiddische Musik interessierte, traf Sara Sliwka 1987 zum ersten Mal. Seitdem nimmt er ihre Lieder, die zu großen Teilen, wie er feststellen musste, wirklich nirgendwo mehr veröffentlicht sind, neu auf, trägt sie auf die Bühne und mischt sie mit seinen eigenen. Mit Karsten Toyke und Jens-Peter Kruse.

Eintritt 12 € | 10€


30.10. | 21 Uhr | Projekttheater
Theater: Nathan zu dritt
Panisches NOt-Theater (Dresden)

Lessings großes Dramatisches Gedicht als verstörendes Vollbluttheater mit hintergründiger Komik und 100% live!
Eintritt 11 € | erm. 9 €
VVK 10 € | 8 €

weitere Aufführungen: am 29.10., 31.10., 1.11.




Theater
31.10. | 19 Uhr | Societaetstheater
Happy Ending- Work in Process
Shakespeare Company Bremen & Acco Theatre Center (Israel)

Mark und Leah sind ein jüdisches Paar, das in Berlin gegen Ende 1932 lebt, während überall in Deutschland die Nazis an Kraft gewinnen. Das von Iddo Netanyahu (der jüngste Bruder des amtierenden israelischen Ministerpräsidenten) geschriebene Stück wird gegenwärtig parallel in Israel und Deutschland zur Aufführung vorbereitet.
In Englisch, Hebräisch und Deutsch, mit Übersetzung.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €


Party und Konzert
31.10. | 21.00 Uhr | Tante JU
Pulsierender Klezmer: 25 Jahre Aufwind Tour 2009
Aufwind Klesmer Combo (Berlin)

Der spezielle Zauber von Aufwind-Konzerten entsteht durch die abwechslungsreiche Mischung poetischer Balladen, mitreißender Instrumentalmusik in Kombination mit großer Spielfreude.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €



Kurzfilme
01.11. | 17 Uhr | Kino Thalia
Homeland – 2 Kurzfilme über Heimat

Stockholm.Syndrome part 1
D 2007, Regie: Amit Epstein, Darsteller: Sandra Sade, Renana Raz, Shira Raz, Idit Neudoerfer

Beit avi
Israel 2008, Regie: Dani Rosenberg, Jiddisch/Hebr. Mit engl. Untertiteln
Darsteller: Itay Tiran, Miki Leon, Oren Dolphin, Natasha Manor

Das dreiteilige Werk Stockholm Syndrom handelt von der Sehnsucht vieler Juden, nach Europa zurückzukehren. Beit avi – eine moderne Parabel der israelischen Identität.

Eintritt 4,50€ | erm. 3,50 €
VVK 3 €


Konzert
01.11. | 20 Uhr | Kleines Haus
Nigun from the heart
A cappella: The Vocal Octet (Israel)

Sie gelten als Israels stimmgewaltigstes und künstlerisch ergreifendstes A-cappella-Ensemble: The Vocal Octet.
Konzert in Kooperation mit »Musik zwischen den Welten«

Eintritt 18 € | erm. 14 €


Musical
02.11. & 03.11. | 20 Uhr | Theaterhaus RUDI
Der Klezmer
von Georg Kreisler

In diesem „Musical ohne Lieder für Schauspieler und eine Klezmerband" erzählt Georg Kreisler, der Großmeister der bösen Zunge, anhand einer beispielhaften Musikerkarriere und ihrem Niedergang lakonisch über das Judentum in der Neuen Welt.
Eine Produktion des Rocktheater Dresden e.V. mit der Megille-Band (Dresden).

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €


Dokumentarfilme & Vortrag
02.11. | 20 Uhr | Kino Casablanca
Juden und jüdisches Leben in der DDR
als Thema in zeitgenössischen Dokumentarfilmen

»Man hat nichts über Juden und jüdisches Leben in der DDR erfahren«, das ist heute gängige Meinung und wissenschaftliches Postulat zugleich. Ausgewählte Filme zu dieser Thematik werden gezeigt.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit HATiKVA e.V. und dem Kino Casablanca

Eintritt: 4,50€ | erm. 3,50 €


Orte des Erinnerns
04.11. | Stadtgebiet Dresden
Verlegung erster Stolpersteine in Dresden -
Es waren unsere Nachbarn

Eintritt frei

Stolpersteine – das sind Betonquader, darauf Messingplatten, die in wenigen Worten an jene Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den 10 cm x 10 cm x 10 cm großen Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Unsere Nachbarn.

Heute verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in Dresden. Um 18.00 Uhr stellen Mitglieder des Vereins Stolpersteine für Dresden e.V. im Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden das Anliegen des Vereins und die Biographien jener Dresdner vor, an die durch die Stolpersteine erinnert werden soll. Für die musikalische Umrahmung sorgt u.a. Detlef Hutschenreuter (Rocktheater Dresden e.V.).

Weitere Informationen finden Sie unter www.stolpersteine-dresden.de

Eine Veranstaltung des Vereins Stolpersteine für Dresden e.V.

Eintritt frei!
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Konzert
04.11. | 20 Uhr | Scheune
Neue Beats für alte Musik: Jiddisch groovt!
Jewdyssee und DJ NeckbreakA (Israel/Berlin)

Was das "Gotan Project" für den Tango im Club gebracht hat, machen die Musiker aus Berlin auf sinnige und sinnliche Art und Weise mit einigen der schönsten jiddischen Klassikern.
Jewdyssee ist musikalische Jüdischkeit – und die will gehört und gefeiert werden!
Dazu kommt DJ NeckbreakA mit seinem Dance/Israeli/Yiddish Mix.

Eintritt 10 € | erm. 6 €
VVK 6 €



Vortrag
07.11 | 13 Uhr | Societaetstheater
Jiddisches Theater
Zustand und Zukunft des Jiddischen Theaters

Rafael Goldwaser spricht über die Wurzeln des Jiddischen Theaters in der Tradition des Purim-Spiels, über Abraham Goldfaden, die erste jiddische Bühne, die vielfältige, verlorengegangene Entwicklung in Europa und Amerika sowie über die derzeitigen Entwicklungen dieser besonderen Theaterkultur. In Jiddisch mit dt. Übersetzung

Eintritt frei


Theater
07.11. | 16 Uhr | Theater Junge Generation
Nathans Kinder
»Nathan«-Bearbeitung von Ulrich Hub

Die Bearbeitung des Aufklärungsklassikers "Nathan der Weise" stellt mit Kurt und Recha die junge Generation und ihren Versuch, in dem verworrenen Religionskonflikt eine eigene Position zu finden, ins Zentrum.
Ab 10 Jahre.
Eintritt 12 € | erm. 6 €


Konzert
07.11. | 20 Uhr | Kulturrathaus
Farloshn gold fun harbst
Valeriya Shishkova, Stefan Eder und Alexander Bersutzkiy

Die Sängerin Valeriya Shishkova und der Pianist Stefan Eder präsentieren ihr neues Programm »Farloshn gold fun harbst«. Grundlage des Programms ist der Liederzyklus des Komponisten Leibu Levin, einer der letzten großen, jiddischen Troubadoure, auch ‚jüdischer Schubert’ genannt.
Begleitet wird das Duo außerdem vom Violin-Virtuosen Alexander Bersutzkiy aus Odessa.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €



Lesung
08.11. | 20 Uhr | Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Der Fisch hat mich nicht weggeschlungen
Jiddisches und Deutsches, Gefilmtes und Musiziertes für Zwi Kanar

In Gedenken an den im April dieses Jahres verstorbenen Pantomimen, Schriftsteller und Zeitzeugen Zwi Kanar werden René Wolf und Michoel Felsenbaum aus seinem ins Deutsche übersetzten Buch "Ein Fisch hat mich nicht verschlungen" lesen.
Begleitend zur heutigen Veranstaltung zeigt die Berliner Künstlerin Anke Mühlig ihre Installation »Stummes Gespräch« in Dresden.

Eintritt 12 € | erm. 8 €
VVK 8 €


Gedenken
09.11. | ca. 15 Uhr | Stele am Hasenberg
Kranzniederlegung
Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938

Gedenken an der Stele zur Erinnerung an die Zerstörung der Dresdner Synagoge in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 (Reichspogromnacht).


Vernissage
09.11. | 16. 30 Uhr | Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Migrationscollagen - Bilder des Ankommens
Vernissage zur Ausstellung

Julia Bernstein kombinierte ihre sozialwissenschaftliche Studie über jüdisch-russische Migranten in Deutschland mit einem "bildlichen Tagebuch".
Grigory Fogel und Gennady Nepomnyaschiy präsentieren eine musikalische Melange aus deutschen, russischen und jüdischen Liedern.

Eintritt frei


Ausstellung
09.11.-04.01. | Mo- Do 12-18 Uhr, So 13-18 Uhr
Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde
Eintritt frei
Migrationscollagen – Bilder des Ankommens
Bilder von Julia Bernstein


Programmdetails, Bilder und Hörbeispiele unter

www.jiddische-woche-dresden.de

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