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17.04. Biete: 6 m² Gemeinschaftsunterkunft, Suche: Privatsphäre - Zur Lebenssituation Dresdner AsylbewerberInnen

RTEmagicC_TranskomPlakatbild_IMG_0005_01.jpg Die Kampagne gegen Ausgrenzung von AsylbewerberInnen lädt herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

„Die unerwünschte Integration Asylsuchender in die bundesdeutschen Lebensverhältnisse ist durch bewusst karge, lagermäßige Unterbringung zu verhindern. Sie muss als psychologische Schranke gegen den weiteren Zustrom Asylwilliger aufgebaut werden”1. So lautet eine politische Forderung des Jahres 1978 – eine Forderung, die an Aktualität nichts verloren hat.


Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland um Asyl suchen, werden auf sog. Gemeinschaftsunterkünfte verteilt. Die bauliche Substanz dieser Unterkünfte ist veraltet, ihr Zustand oft erschreckend.


Über Jahre hinweg leben die Menschen hier in Mehrbettzimmer, wobei die Wohnfläche für den Einzelnen in Sachsen mit 4,5m² bis 6m² pro Person bemessen wird.
Auf Grund der unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse hinsichtlich Schlafenszeiten, Musiklautstärke oder Nikotinkonsum bspw. wird das Leben in Mehrbettzimmern von den Bewohnenden als sehr belastend empfunden. Ein persönlicher Rückzug und Intimsphäre ist unter diesen Bedingungen nicht möglich.

In Dresden leben derzeit noch ca. 70 % der Asylsuchenden in
Heimen. Andere sächsische Kommunen ermöglichen es den Menschen wesentlich häufiger, in Wohnungen zu leben. Die zentrale Unterbringung verschärft den Zustand der ohnehin vorhandenen teilweisen jahrelange Unsicherheit in dem diese Menschen leben. Sie ist mit der Würde des Menschen und auch grundlegenden Prinzipien des Sozialstaats unserer meinung nach kaum vereinbar.

Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Lebenssituation Dresdner Asylsuchender in den mittelpunkte stellen, engagierte Konzepte anderer sächsischer Kommunen vorstellen und über mögliche Aktivitäten der Landeshauptstadt zur Verbesserung der Situation diskutieren.

 

Biete: 6 m² Gemeinschaftsunterkunft, Suche: Privatsphäre
- Zur Lebenssituation Dresdner AsylbewerberInnen

Podiumsdiskussion
im Rahmen der Ausstellung „Hotel Migration“ von Bürger.Courage

Donnerstag, 17. April 2008, 19:00 Uhr
St. Petersburger Straße 18 B, ehemalige Citibankfiliale

Mit uns diskutieren:
Johanna Stoll, Sächsischer Flüchtlingsrat
Angela Malberg, Stadträtin und Mitglied des Ausländerbeirates, CDU
Nazifa Alam, ehemalige Dresdner Heimbewohnerin
Holger Jakubicka, Sozialarbeiter der RAA im RB Leipzig
Gülnur Kunadt, Ausländerbeauftrage Muldentalkreis (angefragt)

 


Kampagne gegen Ausgrenzung von AsylbewerberInnen
www.gegen-ausgrenzung.de
Spenden an: Internationale Gärten Dresden/ Bankinstitut: Ostsächsische Sparkasse Dresden
Konto-Nr.: 3200020627/ BLZ: 85050300/ Stichwort: "Kampagne"

Link

Quelle: Kampagne gegen die Ausgrenzung von AsylbewerberInne

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